Auf den Punkt

Den Anfang machte Robert Parker. Es folgten James Suckling und andere prominente Wein-Guides. Ohne sie wäre die Welt der Spitzen-Weine für viele unüberschaubar. Ihre Bewertungen machen uns neugierig auf die Ikonen im Weinregal. Und dann? Selbst probieren! Und unsere eigenen Punkte vergeben.

 

 

CHÂTEAU FONTENIL

CHÂTEAU FONTENIL

„Flying Winemakers“ werden Leute wie Michel Rolland gern genannt. Als Spross einer alteingesessenen Winzerfamilie aus Pomerol entwickelte sich der berühmte Önologe zum ungeschlagenen Spezialisten für besonders lagerfähige Weine vom rechten Ufer der Gironde. Das Parker-Team verneigt sich ehrfurchtsvoll vor seinem 2018er Fontenil: Der granatviolette Merlot besticht durch lebhafte Noten von gebackenen Pflaumen, schwarzen Kirschen und Himbeerkonfitüre. Gefolgt von geschmolzenem Lakritz, gemahlenen Nelken und Sandelholz. Der reichhaltige Geschmack ist vollgepackt mit dunklen Früchten und exotischen Gewürzakzenten, umrahmt von weichen Tanninen und viel Frische, um den Gaumen im Abgang unendlich lang zu verwöhnen. James Suckling pflichtet bei: „Mehr Tiefe und Schönheit habe ich schon lange nicht mehr erlebt!“

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CHÂTEAU LANGOA BARTON

CHÂTEAU LANGOA BARTON

Nachfahren des irischen Weinhändlers Thomas Barton gründeten Anfang des 19.Jahrhunderts die beiden weltberühmten Weingüter Château Langoa Barton und Léoville Barton. Heute gibt Lilian Barton Sartorius auf Château Langoa Barton den Ton an, das im Jahr 1855 als Saint-Julien Troisième Grand Cru klassifiziert wurde. Beim 2018er werden 63 Prozent Cabernet Sauvignon mit 28 Prozent Merlot und neun Prozent Cabernet Franc kombiniert. Das Resultat ist eine Cuvée, die mit satter dunkler Frucht Maßstäbe im Mittelfeld der Region setzt. Die Aromatik ist klassisch – mit typischen Anklängen von Tabakblättern, Cassis-Likör, Schwarzkirschen und Zigarrenkiste. Am Gaumen elegant und erfüllt von rauchiger dunkler Frucht und Würze. Mittellang, lebhaft und saftig im Ausklang. Ein vielversprechender Einstieg in die Weinwelt der Bartons.

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CHÂTEAU FAYAT

CHÂTEAU FAYAT

Ein Pomerol, wie er sein soll: dunkle Fruchtnoten und würzige Düfte an der Nase, am Gaumen mittelkräftig und seidig, mit Blütenaromen neben Trüffeln, Bitterschokolade, Rosmarin und reifen Kernfrüchten. Dazu eine Lebendigkeit, die ihn zu einem der besten Jahrgänge des Château Fayat werden lässt. 90 Prozent Merlot und 10 Prozent Cabernet Franc sorgen zudem für einen lange lagerfähigen Wein, der in der Farbe mit einem intensiven Pflaumenrot besticht. Apropos: Vor einigen Jahren führte die Familie Fayat eine gründliche Untersuchung der Böden ihres Weinguts durch, um eine ideale Pflege der Weinberge zu gewährleisten. Die durchschnittlich 25 Jahre alten Rebstöcke wachsen auf Böden aus Sand, Schluff und Ton. Deren Ausbau sind die Leidenschaft der Fayats. Hier haben ganz große Pomerol-Weine Wurzeln geschlagen!

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MATALLANA

MATALLANA;

„Es ist sehr emotional, zu sehen, wie unsere Vorfahren das Land bearbeiteten, Tonnen von Erde und Steinen bewegten, die Landschaft gestalteten und Parzellen und Terrassen anlegten, die heute oft verlassen daliegen, aber noch immer zu den besten Weinbergen der Welt werden können“, erzählt Telmo Rodriguez, der von sich behaupten kann, einer der besten Winzer Spaniens zu sein. „Alte Rebstöcke reiß ich nicht raus“, ergänzt er trocken. Und dann kombiniert er dies und das mit viel saftigem Ribera-Tempranillo, was dem Ganzen eine besondere Frische verleiht – und am Ende kommt mal wieder so ein „richtiger Telmo“ dabei heraus, nach dem man sich die Finger leckt und in dem der Gaumen badet wie in einem See voller wahnsinniger Genüsse. Matallana? Mit Worten nicht zu beschreiben!

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ROSSO DEL CONTE

ROSSO DEL CONTE

Endlose karge Hügelketten, dazwischen leuchtende Weinberge, umgeben von Weizenfeldern, Oliven- und Mandelbäumen: Fast unwirklich schön, schroff und fruchtbar zugleich, erscheint Regaleali – ein 200 Jahre altes Weingut mitten im Herzen Siziliens. „Schönheit ist schwierig, hart und steil, wie die Böden Siziliens,“ erzählt Alberto Tasca, Ur-Enkel des Gründers der Tasca d‘Almerita. „Du musst graben, sie dir erarbeiten, deine Muskeln müssen brennen, erst dann wird etwas wachsen“. Etwas wie der edle Rosso del Conte, dessen Cuvées seit 1970 aus den besten Trauben des legendären Weinbergs San Lucio gekeltert werden. Wobei der 2016er aus den autochthonen Rebsorten Perricone und Nero d’Avola zu den Spitzenjahrgängen zählt: saftige Kirsch- und Beerenfrucht, herbe Kräuternoten, sattes Tannin. Der „Rote des Herzogs“ – ein königlicher Genuss!

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POGGIO VALENTE

POGGIO VALENTE

„Aromen von Wildkirschen, gepressten Veilchen, Balsamkraut und gegrilltem Rosmarin“, schwärmt Robert Parker. „In der Nase Rosenblätter, dazu Orangenschale und helle Früchte“, ergänzt James Suckling. Beide betonen die unglaubliche Energie, die in dem 2020er Poggio Valente steckt, den dezenten Ausbau im 500-600 Liter Tonneaux, seine Transparenz, Frische und „Helligkeit“, wie James Suckling es nennt. Wir meinen: einer der besten Weine der Toskana, der von den Hügeln der sumpfigen Küstenregion Maremma stammt und dessen Preis-Genuss-Verhältnis ein echtes Weinwunder darstellt. Zu verdanken ist dieses Wunder Elisabetta Geppetti, die hier seit rund 40 Jahren Sangiovese-Trauben in magische Spitzenweine verwandelt. Auch der 2020er Poggio Valenta gehört dazu. Ein ikonischer Genuss aus den Händen einer Ikone. Zum Anbeten.

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