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Maremma-Weine

Maremma - Morellino di Scansano Panorama
“Siena hat mich erschaffen, die Maremma mich zerbrochen”, klagte die Pia de Tolomei aus Dantes Göttlicher Komödie. Die Sümpfe am Tyrrhenischen Meer waren lebensfeindlich, es gab kaum Straßen und Wege und wenn, waren sie nach dem nächsten Winter wieder weggeschwemmt. Aber vor allem die Malaria machte den Bewohnern zu schaffen. Immer wieder versuchte man, die Sümpfe trockenzulegen, aber immer wieder gewann die Natur die Oberhand. Selbst die wichtige Festungsstadt Grosseto wurde zeitweise nur mit einer Notbesatzung zurückgelassen. Die gerade einmal 600 Einwohner der im Mittelalter großen Stadt, die hier Anfang des 18. Jahrhunderts noch lebten, zogen sich im Sommer regelmäßig ins Hinterland nach Scansano zurück. Im 19. Jahrhundert und auch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man der Plage durch Trockenlegung großer Gebiete, Drainage und Pflanzung von Pinienwäldern Herr zu werden, aber die Malaria wurde hier, wie auch in vielen anderen Regionen, erst ausgerottet, als die US Airforce nach dem Zweiten Weltkrieg großflächig DDT anwandte.
Scansano aber und die Hügel im Hinterland waren deutlich weniger von der Plage betroffen und damit immer ein gutes Rückzugsgebiet. Hier war man auch vor den bis ins 17. Jahrhundert immer wieder vorkommenden Piratenüberfällen sicher. Wenn auch die Landwirtschaft beschwerlicher war als in der Ebene, so wuchs eins ganz gut: Wein. Allerdings hatte der Wein der Region nie wirklich einen besonderen Ruf. Zwar wurde die DOC schon 1978 eingeführt, also 20 Jahre vor den anderen Regionen der Maremma, und man schaffte 2006 auch den Sprung in die prestigeträchtige DOCG, doch die kleine Region zog lange Zeit kaum Top-Erzeuger an. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, jetzt investieren auch andere Top Kellereien aus Italien in Weinberge im Hügelland rund um Scansano. Die beste Adresse und vielleicht einzige Wein-Ikone der Region ist aber immer noch Elisabetta Gepettis Le Pupille.

 

Steckbrief Morellino di Scansano

Gebiet: Südlich von Grosseto bis Magliano und Manciano, Hügelland, aber auch Schwemmland des Ombrone und Albegna

Klima: Mediterran mit starkem Einfluss durch das Mittelmeer

Böden: Sandiges Schwemmland in den Ebenen, in den Hügeln mehr Kalk und Lehm auf felsigem Untergrund. Auf dem 65.000 ha großen Gebiet stehen ca. 1.400 ha unter Reben.

Reben: DOCG Weine müssen zu mindestens 85 % aus Sangiovese sein und sind immer rot, der Ertrag ist auf ca. 65 hl / ha begrenzt.

Reife: Riservas müssen mindestens zwei Jahre im Fass lagern, alle Weine werden vom Consorzio verkostet bevor sie das DOCG Siegel bekommen.

Qualität: heterogen, es gibt Top Erzeuger, aber auch einige sehr einfache Weine

 

 

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Maremma - Morellino di Scansano Panorama
“Siena hat mich erschaffen, die Maremma mich zerbrochen”, klagte die Pia de Tolomei aus Dantes Göttlicher Komödie. Die Sümpfe am Tyrrhenischen Meer waren lebensfeindlich, es gab kaum Straßen und Wege und wenn, waren sie nach dem nächsten Winter wieder weggeschwemmt. Aber vor allem die Malaria machte den Bewohnern zu schaffen. Immer wieder versuchte man, die Sümpfe trockenzulegen, aber immer wieder gewann die Natur die Oberhand. Selbst die wichtige Festungsstadt Grosseto wurde zeitweise nur mit einer Notbesatzung zurückgelassen. Die gerade einmal 600 Einwohner der im Mittelalter großen Stadt, die hier Anfang des 18. Jahrhunderts noch lebten, zogen sich im Sommer regelmäßig ins Hinterland nach Scansano zurück. Im 19. Jahrhundert und auch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man der Plage durch Trockenlegung großer Gebiete, Drainage und Pflanzung von Pinienwäldern Herr zu werden, aber die Malaria wurde hier, wie auch in vielen anderen Regionen, erst ausgerottet, als die US Airforce nach dem Zweiten Weltkrieg großflächig DDT anwandte.
Scansano aber und die Hügel im Hinterland waren deutlich weniger von der Plage betroffen und damit immer ein gutes Rückzugsgebiet. Hier war man auch vor den bis ins 17. Jahrhundert immer wieder vorkommenden Piratenüberfällen sicher. Wenn auch die Landwirtschaft beschwerlicher war als in der Ebene, so wuchs eins ganz gut: Wein. Allerdings hatte der Wein der Region nie wirklich einen besonderen Ruf. Zwar wurde die DOC schon 1978 eingeführt, also 20 Jahre vor den anderen Regionen der Maremma, und man schaffte 2006 auch den Sprung in die prestigeträchtige DOCG, doch die kleine Region zog lange Zeit kaum Top-Erzeuger an. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, jetzt investieren auch andere Top Kellereien aus Italien in Weinberge im Hügelland rund um Scansano. Die beste Adresse und vielleicht einzige Wein-Ikone der Region ist aber immer noch Elisabetta Gepettis Le Pupille.

 

Steckbrief Morellino di Scansano

Gebiet: Südlich von Grosseto bis Magliano und Manciano, Hügelland, aber auch Schwemmland des Ombrone und Albegna

Klima: Mediterran mit starkem Einfluss durch das Mittelmeer

Böden: Sandiges Schwemmland in den Ebenen, in den Hügeln mehr Kalk und Lehm auf felsigem Untergrund. Auf dem 65.000 ha großen Gebiet stehen ca. 1.400 ha unter Reben.

Reben: DOCG Weine müssen zu mindestens 85 % aus Sangiovese sein und sind immer rot, der Ertrag ist auf ca. 65 hl / ha begrenzt.

Reife: Riservas müssen mindestens zwei Jahre im Fass lagern, alle Weine werden vom Consorzio verkostet bevor sie das DOCG Siegel bekommen.

Qualität: heterogen, es gibt Top Erzeuger, aber auch einige sehr einfache Weine

 

 

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