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Weine aus Deutschland

Mit einer Fläche von rund 103.000 Hektar gehört Deutschland zu den eher kleinen weinbautreibenden Ländern der Welt. Die Vielfalt indes ist beachtlich. Von über 140 angebauten Sorten ist zwar nur ein Bruchteil von wirtschaftlicher Bedeutung, doch deutet diese Zahl die Möglichkeiten dieses Weinlandes bereits an. Deutschland besteht aus dreizehn Anbaugebieten, die sich auf den Südwesten des Landes konzentrieren. Nur Sachsen und Saale-Unstrut liegen weiter im Nordosten des Landes. Klimatisch sind Europas Rebflächen in drei wesentliche Weinbauzonen eingeteilt: A, B und C. Mit Ausnahme von Baden (Weinbauzone B) zählt Deutschland zur kühlen Weinbauzone A. Im Jahresmittel liegen die Temperaturen bei etwa 9,8° C und circa 1.700 Sonnenstunden, auch wenn die Tendenz stark ansteigt.

Seit dem Jahre 1971 sieht das deutsche Weingesetz drei Qualitätsstufen vor: den Land- oder Tafelwein, den Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) und den Prädikatswein. Die drei ersten Kategorien werden im Zuge der  EU-Weinmarktverordnung im Jahre 2011 folgendermaßen ersetzt: Aus der Bezeichnung Tafelwein wird nunmehr nur Wein, aus Landwein Wein mit geschützter geographischer Angabe (Wein g. g. A.) und aus dem Qualitätswein Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Wein g. U.). Die Bezeichnungen der Prädikatsweine bleiben bestehen und sind in sechs Güteklassen eingeteilt (in aufsteigender Reihenfolge): Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Bei den ersten drei Güteklassen kann es sich sowohl um trockene als auch um restsüße Weine handeln. Letztere drei sind immer edelsüße Spezialitäten. Gemeinsam ist allen Prädikatsweinen, dass ihr Alkoholgehalt durch Zugabe von Zucker nicht erhöht werden darf. Je mehr natürlichen Zucker (Glucose und Fructose) die Trauben im Verlaufe ihrer Reife gebildet haben, desto höher ist hernach das Prädikat des daraus gewonnenen Weines.

Weltweit wird Deutschland für seine exzellenten Weißweine gerühmt, doch haben in den letzten Jahren auch rote Sorten an Anbaufläche und Weinqualität zugelegt. Unterschiedliche Klimata und Bodenformationen führen zu einer außergewöhnlich großen Bandbreite deutscher Weine. Waren es lange Zeit vor allem süße und edelsüße Spezialitäten aus der Rebsorte Riesling, für die der deutsche Wein weltweit größte Anerkennung genoss. Heute erregen immer häufiger auch trockene Lagenweine die Aufmerksamkeit internationaler Weingenießer. Bei den großen trockenen Terroir-Weinen ist neben dem Riesling der Silvaner hervorzuheben, der insbesondere in Franken exzellente Qualitäten hervorbringt. Stetig steigende Durchschnittstemperaturen lassen mittlerweile sogar den Anbau von Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Syrah zu. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk der deutschen Rotweinwinzer bis auf weiteres beim Spätburgunder, dessen Weine in den letzten Jahren enorm an Feinheit und Finesse zulegen konnten.

Die aromatische Vielfalt der wichtigsten deutschen Rebsorte, des Rieslings, sucht in der Weinwelt ihresgleichen. Dabei kommt Riesling bereits mit niedrigen Alkoholgehalt aus, um sein aromatisches Potenzial voll auszuschöpfen. Exzellente Weine aus dieser ebenso leichtgewichtigen wie hocharomatischen Klasse kommen alljährlich von Mosel, Saar oder Ruwer. Wenn die bestimmte Herkunft aus einzelnen Lagen in den letzten Jahren wieder enorm an Bedeutung gewonnen hat, ist das auch ein Verdienst des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), der die Lagen mit ihren bestimmten Bodenformationen aus Kalk, Schiefer oder Keuper wieder in den Fokus gerückt hat. Die vom VDP am höchsten klassifizierten Lagen ergeben die trockenen Großen Gewächse, die zur Spitze der Deutschen Weinproduktion gehören.

STECKBRIEF

Rebfläche: ca. 103.000 Hektar  

Weißwein:  ca. 69.000 Hektar (75 Prozent)

Rotwein: ca. 34.000 Hektar (25 Prozent)

Wichtigste weiße Rebsorten: Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Müller-Thurgau

Wichtigste rote Rebsorten: Spätburgunder, Lemberger, Cabernet Sauvignon, Syrah, Dornfelder

Anbaugebiete: Rheinhessen (ca. 26.500 Hektar), Pfalz (ca. 23.400 Hektar), Baden (ca. 15.800 Hektar), Württemberg (ca. 11.400 Hektar), Mosel (8.800 Hektar), Franken (ca. 6.100 Hektar), Nahe (ca. ca. 4150 Hektar), Rheingau (ca. 3100 Hektar), Saale-Unstrut (ca. 750 Hektar), Ahr (ca. 540 Hektar), Mittelrhein (ca. 460 Hektar), Sachsen (490 Hektar), Hessische Bergstraße (ca. 450 Hektar)   

Stilistik: Deutschland wird immer vielseitiger. In der Spitze konzentriert man sich vor allem auf Weine aus Riesling und Burgundersorten, die klar für ihr Terroir stehen.

Besonderheit: Gemessen an Weinen, die ähnliche Qualität haben, stehen Deutsche Weine für ein tolles Preis-Genuss-Verhältnis.

Mit einer Fläche von rund 103.000 Hektar gehört Deutschland zu den eher kleinen weinbautreibenden Ländern der Welt. Die Vielfalt indes ist beachtlich. Von über 140 angebauten Sorten ist zwar nur... mehr erfahren
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Weine aus Deutschland

Mit einer Fläche von rund 103.000 Hektar gehört Deutschland zu den eher kleinen weinbautreibenden Ländern der Welt. Die Vielfalt indes ist beachtlich. Von über 140 angebauten Sorten ist zwar nur ein Bruchteil von wirtschaftlicher Bedeutung, doch deutet diese Zahl die Möglichkeiten dieses Weinlandes bereits an. Deutschland besteht aus dreizehn Anbaugebieten, die sich auf den Südwesten des Landes konzentrieren. Nur Sachsen und Saale-Unstrut liegen weiter im Nordosten des Landes. Klimatisch sind Europas Rebflächen in drei wesentliche Weinbauzonen eingeteilt: A, B und C. Mit Ausnahme von Baden (Weinbauzone B) zählt Deutschland zur kühlen Weinbauzone A. Im Jahresmittel liegen die Temperaturen bei etwa 9,8° C und circa 1.700 Sonnenstunden, auch wenn die Tendenz stark ansteigt.

Seit dem Jahre 1971 sieht das deutsche Weingesetz drei Qualitätsstufen vor: den Land- oder Tafelwein, den Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) und den Prädikatswein. Die drei ersten Kategorien werden im Zuge der  EU-Weinmarktverordnung im Jahre 2011 folgendermaßen ersetzt: Aus der Bezeichnung Tafelwein wird nunmehr nur Wein, aus Landwein Wein mit geschützter geographischer Angabe (Wein g. g. A.) und aus dem Qualitätswein Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Wein g. U.). Die Bezeichnungen der Prädikatsweine bleiben bestehen und sind in sechs Güteklassen eingeteilt (in aufsteigender Reihenfolge): Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Bei den ersten drei Güteklassen kann es sich sowohl um trockene als auch um restsüße Weine handeln. Letztere drei sind immer edelsüße Spezialitäten. Gemeinsam ist allen Prädikatsweinen, dass ihr Alkoholgehalt durch Zugabe von Zucker nicht erhöht werden darf. Je mehr natürlichen Zucker (Glucose und Fructose) die Trauben im Verlaufe ihrer Reife gebildet haben, desto höher ist hernach das Prädikat des daraus gewonnenen Weines.

Weltweit wird Deutschland für seine exzellenten Weißweine gerühmt, doch haben in den letzten Jahren auch rote Sorten an Anbaufläche und Weinqualität zugelegt. Unterschiedliche Klimata und Bodenformationen führen zu einer außergewöhnlich großen Bandbreite deutscher Weine. Waren es lange Zeit vor allem süße und edelsüße Spezialitäten aus der Rebsorte Riesling, für die der deutsche Wein weltweit größte Anerkennung genoss. Heute erregen immer häufiger auch trockene Lagenweine die Aufmerksamkeit internationaler Weingenießer. Bei den großen trockenen Terroir-Weinen ist neben dem Riesling der Silvaner hervorzuheben, der insbesondere in Franken exzellente Qualitäten hervorbringt. Stetig steigende Durchschnittstemperaturen lassen mittlerweile sogar den Anbau von Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Syrah zu. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk der deutschen Rotweinwinzer bis auf weiteres beim Spätburgunder, dessen Weine in den letzten Jahren enorm an Feinheit und Finesse zulegen konnten.

Die aromatische Vielfalt der wichtigsten deutschen Rebsorte, des Rieslings, sucht in der Weinwelt ihresgleichen. Dabei kommt Riesling bereits mit niedrigen Alkoholgehalt aus, um sein aromatisches Potenzial voll auszuschöpfen. Exzellente Weine aus dieser ebenso leichtgewichtigen wie hocharomatischen Klasse kommen alljährlich von Mosel, Saar oder Ruwer. Wenn die bestimmte Herkunft aus einzelnen Lagen in den letzten Jahren wieder enorm an Bedeutung gewonnen hat, ist das auch ein Verdienst des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), der die Lagen mit ihren bestimmten Bodenformationen aus Kalk, Schiefer oder Keuper wieder in den Fokus gerückt hat. Die vom VDP am höchsten klassifizierten Lagen ergeben die trockenen Großen Gewächse, die zur Spitze der Deutschen Weinproduktion gehören.

STECKBRIEF

Rebfläche: ca. 103.000 Hektar  

Weißwein:  ca. 69.000 Hektar (75 Prozent)

Rotwein: ca. 34.000 Hektar (25 Prozent)

Wichtigste weiße Rebsorten: Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Müller-Thurgau

Wichtigste rote Rebsorten: Spätburgunder, Lemberger, Cabernet Sauvignon, Syrah, Dornfelder

Anbaugebiete: Rheinhessen (ca. 26.500 Hektar), Pfalz (ca. 23.400 Hektar), Baden (ca. 15.800 Hektar), Württemberg (ca. 11.400 Hektar), Mosel (8.800 Hektar), Franken (ca. 6.100 Hektar), Nahe (ca. ca. 4150 Hektar), Rheingau (ca. 3100 Hektar), Saale-Unstrut (ca. 750 Hektar), Ahr (ca. 540 Hektar), Mittelrhein (ca. 460 Hektar), Sachsen (490 Hektar), Hessische Bergstraße (ca. 450 Hektar)   

Stilistik: Deutschland wird immer vielseitiger. In der Spitze konzentriert man sich vor allem auf Weine aus Riesling und Burgundersorten, die klar für ihr Terroir stehen.

Besonderheit: Gemessen an Weinen, die ähnliche Qualität haben, stehen Deutsche Weine für ein tolles Preis-Genuss-Verhältnis.

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