Das große Kapital der Pacenti Familie sind einige Weinberge nördlich von Montalcino, die bepflanzt wurden bevor irgendjemand in der Weinwelt die Region überhaupt kannte. Gerade in eher heißen Jahren wie 2011 sind die alten Rebstöcke im Vorteil, denn Wassermangel oder hohe Temperaturen nehmen sie stoisch hin. Außerdem bringen sie herrlich runde, sehr gut integrierte Tannine in den Brunello. So sind die Weine von Giancarlo Pacenti selten so laut und grell wie einige andere Brunelli.
Gerade im 2011er Jahrgang bestand die Gefahr, dass die Frucht deutliche Überreife zeigt und gleichzeitig die Tannine dem zum Trotz noch hart und unreif waren. Bei Pacenti ist aber alles herrlich ausgewogen und balanciert. Fast burgundisch anmutende Waldnoten, balsamische Fülle, aber auch steinig strenge Mineralität, etwas wild und trotzdem super balanciert. Giancarlo ist eine echte Gratwanderung gelungen.