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Subskription: 2015 - Die Rückkehr des Bordeaux?

Paukenschläge, Flötentöne, quäkende Schalmai - alle Jahre wieder im April wartet das Concerto Bordelaise mit vielstimmigen, oft auch leider wenig harmonischen Tönen auf. Die Weinjournalisten spielen Orakel und spätestens wenn Ende April der WineAdvocat seine Bewertungen veröffentlicht, bricht der Subskriptions-Wahnsinn aus. Dabei gibt es eine einfache Grundregel: In einem guten und gefragten Jahr kann sich die Kampagne schon einmal bis Juli hinziehen, in einem eher schlechten ist man Ende Mai schon durch. Von diesem Maßstab aus war 2015 ein gutes bis sehr gutes, aber kein absolutes Spitzenjahr. Auch unter den Journalisten herrscht eine Art von wohltemperierter Euphorie.

Wie war 2015?

Besser! Ja, auf jeden Fall besser als 2011 und 12, 13 sowieso und zum großen Teil auch als 14. Vor allem war 2015 ein ganz besonderes Jahr, auch für die Winzer. Bis in den Sommer hinein erwartete man eher ein schlechtes Jahr - späte Blüte, Verrieselung, hohe Feuchtigkeit und was es sonst noch so an negativen Einflüssen gibt. Dann wurde es trocken und warm, endlich. Aber ziemlich warm, zu warm und zu trocken. 2015 war wahrscheinlich das erste Jahr in dem die Winzer froh waren, dass es kurz bevor sie vorhatten zu lesen anfing zu regnen. Vor allem wurde es kühl und so zog sich der Herbst hin. Eher frisch, eher etwas feucht, aber eben so, dass die Reben noch lange hängen konnten. Natürlich ist in einem solchen Jahr vieles vom Winzer abhängig. Hat er den Weinberg gut im Schuss, lässt die Laubarbeit eine ausreichende Belüftung der Trauben zu, ist der Boden so gepflegt, dass er eine gute Drainage hat aber auch etwas Wasser speichern kann, und zu welchem Zeitpunkt liest er welche Weinberge. Vielleicht ist es wirklich so, dass große Weine eigentlich nicht in den direkt als ganz groß beschriebenen Jahren, die es für jeden Winzer einfach machen, entstehen. Vielleicht brauchen große Weine etwas Wiederstand und vielleicht ist das, was sie groß macht, dass sie bei aller Perfektion auch ein klein wenig von ihrer schwierigen Entstehung, den Mühen und Ängsten des Winzers, erzählen. Wenn dem so ist, dann werden wir in zehn Jahren in der Tat sehen, dass 2015 ein großes Jahr war - zumindest bei einigen Weinen. Erstaunlich in 2015 war, dass vor allem der Merlot profitiert und eine besondere Tiefe und Vielschichtigkeit erreicht hat, die ihm sonst meist versagt bleibt. Da vor allem im Saint-Emillion und im Pomerol und deren Sattelitten die Weine einen höheren Merlot-Anteil haben, ist der Jahrgang hier oft außergewöhnlich gelungen. Und da vor allem auch in den anderen Regionen die oft günstigeren und eher früher trinkbaren Weine einen höheren Merlot-Anteil haben, ist es auch ein Jahrgang der abseits der Luxusklasse enorm viel Spaß macht. Denn einerseits sind auch die “kleineren” Weine echte Bordeaux und haben jenen Cold-Climate-Touch, den man verehren oder nicht verstehen kann. Andererseits sind die Weine aber auch reif, vielschichtig und von enormer Fruchttiefe. Vielleicht also mal ein Jahr, in dem man neben den großen Namen einiges entdecken kann.

Die Preise

Michel Roland, der in seiner natürlichen Bescheidenheit und seinem freundlichen Auftreten so eine Art Symbiose von Ronaldo und Balotelli darstellt, versteifte sich in seiner Einschätzung des Jahrgangs nicht nur auf die Aussage, 2015 wäre das beste Jahr das die Region je erlebt hätte, er meinte auch das Bordeaux-Wein im Grand Cru Bereich die letzten Jahre viel zu günstig geworden sei. Nun ja, auch Fußballer enttäuschen ja häufig wenn sie versuchen in ganzen Sätzen zu sprechen. Allerdings haben wohl eine ganze Reihe Winzer auf die Worte des galaktischen Winemakers Michel gehört und so sind die Preise bei vielen Weinen entsprechend in die Höhe geschnellt. Natürlich finden wir das nicht schön, aber wenn man sich einmal den Markt anschaut wird eines klar: Die Preis-Schere zwischen schlechten, mäßigen, durchschnittlichen und den Top-Jahrgängen wird immer größer. Auch der Abverkauf der Weine scheint sich nicht mehr wirklich am Preis zu orientieren. In Bordeaux sind die Bestände der 09er und 10er weitgehend geräumt, während 11er und 13er noch in großer Zahl in den Regalen stehen, egal welchen Discount die Negociant geben. Wahrscheinlich kaufen die Kunden eher eine Flasche Top-Bewerteten Ducru-Beaucaillou für 330 € als 3 Flaschen mediokren 2013er für den selben Preis. Kann man irgendwie verstehen. Wenn man auf den Markt hört, und darin sind die Bordelaiser eigentlich spitze, sind also nicht die guten Jahrgänge zu teuer, sondern die weniger guten. Vielleicht kommt ja das Signal bei den Winzern an, wenn es wieder einen mittelmäßigen 16er gibt.

Kaufen oder nicht?

2005 haben alle gejammert, wie denn die Preise noch steigen könnten. 2009 und 10 war es ähnlich. Sie sind gestiegen, nicht für alle Weine, aber für die meisten. Wenn man da Bordeaux als reine Wertanlage kauft, begibt man sich ohnehin auf dünnes Eis. Kommen vielleicht jetzt noch drei Top-Jahrgänge hintereinander, dann dürfte 15 in der Tat etwas teuer sein. Ändert sich die Mode? Entdecken die Amerikaner Bordeaux wirklich gerade wieder und wenn, die Grand Cru oder kleine, unbekannte Château? Was werden die Chinesen machen, und wenn Russland sich jetzt mit Frankreich über seine verrückten “Fußballfans” streitet, wird Putin dann vielleicht Bordeaux trinken verbieten? Das Bordeaux ist ein internationales Geschäft geworden und seine Preisentwicklung ist von so vielen Faktoren abhängig, dass man sie kaum vorhersagen kann. Aber eines kann man vorhersagen, man braucht nur einmal aus dem Fenster schauen. War es in den 70er und 80er Jahren eher noch die Seltenheit, dass man einen wirklich perfekt reifen Jahrgang in die Flasche bekam, weshalb viele Weine auch so unheimlich lange brauchten um trinkbar zu werden, kippte das in den 90ern. Ja, es wurde wärmer, aber nur etwas, gleichzeitig beschäftige man sich auch intensiver mit dem Weinberg, fuhr die Erträge runter und arbeitete mehr an den Reben. Das Ergebnis war eine Reihe großer Jahrgänge in den 90ern, und dann kamen wie Paukenschläge 2000, 2003, 2005, 2009, 2010 und jetzt 2015. Aber das alles gibt es nicht umsonst. Es ist nämlich tatsächlich wärmer und vor allem deutlich feuchter geworden im Bordeaux. Die großen Jahrgänge sind immer mehr zu einem Ritt auf der Rasierklinge geworden. 2015 zeigt dies im Extrem. Eigentlich verlief alles diametral zu einem großen Jahrgang, wie man ihn von früher kennt, und doch ist es einer geworden. Die Winzer haben immer mehr Probleme die Trauben lang genug reifen zu lassen, da die Nächte oft zu warm sind. Gerade im Bordeaux ist die Anzahl der Starkregen in den letzten Jahren angestiegen und mit der Feuchtigkeit kommen Mehltau, Bortrytis und Co. Ungemütliche Zeiten für eine Region, die den Wetterphänomenen so nah am Atlantik ziemlich ausgeliefert ist. Im Langeudoc, in Deutschland oder dem Burgund steigen viele Winzer auf Bio-Anbau um. Nicht nur der Umwelt zu liebe, der veränderte Anbau ist auch ein Weg die Trauben langsamer reifen zu lassen und der Klimaveränderung entgegenzuwirken. Im Bordeaux, bei der Feuchtigkeit und den riesigen Rebflächen ein äußerst schwierige Option. Das Bordeaux wird sich stark verändern, die Frage ist, wie die Umbruchphase verlaufen und wie die Weine sein werden.

Vielleicht sollte man einfach so verfahren: Wenn man gerne Bordeaux Weine trinkt, wenn man große Jahrgänge bevorzugt, dann sollte man von 2015 kaufen. Wenn dann die Preise steigen kann man sich freuen, wenn nicht kann man sich sagen, dass das bei der ein oder anderen Aktie auch passieren kann. Einen Vorteil hat man bei Bordeaux-Weinen aber in jedem Fall, im Vergleich zu Zertifikaten der Lehmann Brothers zum Beispiel: Man kann sie am Ende immer noch trinken.

 

Tipps & Klassiker

(in rein alphabetischer Reihenfolge)

 

Hier geht es zur Gesamtübersicht der Bordeaux-Subskription

 

Château d´Aiguilhe
Das Château von Stephane Neipperg ist in den letzten Jahren sehr zuverlässig und selten wirklich teuer. In 2015 hat es mit seinem hohen Merlot-Anteil (85 %) besonders profitiert. Als Kunde kann man sich hier über den Unbekanntheitsbonus für die Côtes de Castillon freuen. Könnte man fast ein Schnäppchen nennen. (90-92 WineAdvocat, 91-94 WineSpectator)
0,75l 19,50 €

Château Barde-Haut
Einer unseren Lieblinge der letzten Jahre. Auch hier sind 80 % Merlot drin, was dem Wein dieses Jahr zugute kommt. Herrlich dunkle und reife Frucht, kein bisschen marmeladig, gute Konzentration. Rene Gabriel ist sogar der Meinung der 15er sei der beste Barde Haut den er je verkostet habe. Jedenfalls ein Jahrgang, den man wahrscheinlich direkt ab dem Erscheinungstag schon trinken kann, obwohl er zehn Jahre später sicher noch viel mehr Spaß macht. (92-94 WineAdvocat, 91-94 WineSpectator)
0,75l 30,90 €

Château Bellevue
Ja den Namen meint man schon mal gehört zu haben, aber als Château im Saint Emillion? Ein echter Geheimtipp und ein ungewöhnlicher Bordeaux, weil er zu 100 % aus Merlot ist. Hier zeigt sich auch die Verrücktheit des Jahrgangs ganz gut. Am 17. September hat man mit der Ernte begonnen, dann gab es etwas Regen. Schließlich entschied man sich einen großen Teil der Trauben noch länger hängen zu lassen. Erst zwischem dem 04. und 07. Oktober wurde dann weiter geerntet. Ein unheimlich feiner Wein ist daraus entstanden. Kein Kraftprotz, sondern ein eleganter, frischer, wunderbar balancierter Wein mit einem großartig mineralischem Finish. (93-95 WineAdvocat, 93 Decanter, 18 Gabriel)
0,75l 39,50 €

Château Beychevelle
Hate it or love it. An Beychevelle scheiden sich jedes Jahr die Geister. Wir fanden der 15er gehört zu den besseren Jahrgängen und er ist trotz des nicht ganz niedrigen Preises dieses Jahr wieder einer der Spekulationskandidaten. Alleine weil die Chinesen ihn so lieben. (WineAdvocat 92-94, 92 Decanter)
0,75l 66,00 €

Château Branaire Ducru
Die Weine aus Saint-Julien waren am schwersten zu bewerten. Selten haben sie sich vom Fass so störrisch gezeigt. Erstaunlich war vor allem die Säure und die kraftvollen Tannine, die sie trotz des eher heißen Jahres zeigten. Wer den Branaire-Ducru in den Keller legt, sollte auf jeden Fall etwas Zeit mitbringen. Sicher ein Kandidat, den man in zehn Jahren deutlich höher bewerten dürfte. Preislich deutlich unter 09 und 10!
0,75l 48,50 €

Château Calon-Ségur
In den letzten Jahren einer der Weine, die am schnellsten ausverkauft waren. In diesem Jahr scheint das Weingut eine deutlich größere Menge in den Primeur-Verkauf gebracht zu haben. Kein großes Jahr für den Wein mit dem Herz drauf? Ja, wir fanden ihn seltsam herb und störrisch, haben unsere Probennotiz auch mit einem Fragezeichen versehen, aber ist Calon nicht in der Jugend immer spröde? Und ist Calon eigentlich jemals ein Schmeichler gewesen. Eher etwas für die Liebhaber des klassischen Bordeaux, die etwas Geduld mitbringen. Preislich leider auf 09er Niveau. Aber klar, wenn der in der Subse normalerweise verdampft…
0,75l 69,90 €

Château Clerc-Milon
Das Pauillac Château aus dem Rothschild Besitz hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Der 15er gehört zu den besten Jahrgängen bisher. Bei der Verkostung verstörte noch etwas das im Vordergrund stehende Holz und die Veilchennoten. Aber superfeine, sehr elegante Tannine, tolle schwarze Kirschen - das wird sich sicher herrlich zu einem expressiven, hedonistischen Pauillac entwickeln. Was will man mehr?!? (91-93 Wine Advocat, 93 Decanter)
0,75l 56,00 €

Château Clos l´Eglise
Endlich, ein Pomerol! So viele Weine gibt es da halt nicht. Aber mit dem Clos l´Eglise haben wir direkt einen der Top-Weine des Jahrgangs. Relativ früh geerntet und daher keine Spur von Überreife. Feine, präzise, fast burgundische Art. Erinnert uns an den Satz eines berühmten Kritikers: “Es gibt nur eines, was besser ist als gereifter Bordeaux. Gereifter Burgunder.” Hier hat man sozusagen beides, wenn man etwas wartet. Ich erspare mir jetzt was von einem guten Preis zu sagen, aber der 09er war 125 % teurer. (94-96 WineAdvocat)
0,75l 74,90 € -sehr limitiert-

Château Clos Fourtet
Kleines St. Emillion Weingut, das von der Familie Lurton betrieben wird. Seit 2000 in Top Qualität, 2009 mit dem 100 Punkte Paukenschlag. In 2015 hauen die jetzt wieder einen Top-Jahrgang raus. Springt einen in der Probe schon aus dem Glas an, wirkt aber nicht fett oder parfümiert. Super Konzentration, dabei ganz klar. Reife, elegante Tannine, tolle dunkle Beerenfrucht, sehr lang. Besitzt ein ungeheures Potential! (95-97 WineAdvocat, 96-97 Suckling)
0,75l 89,50 € -sehr limitert-

Château Cos d´Estournel
Für diesen Wein wurde die Kategorie Supersecond wohl erfunden. Entsprechend sind die Preise der Top-Jahrgänge in den letzten Jahren in die Höhe gegangen. Gut bis sehr gut bewertet, fanden wir ihn sehr fest, mit rauchigen Noten. Würzig mit Graphittönen und sehr guter Konzentration, wirkte er noch nicht ganz so ansprechend wie z.B. in 09. Wird Zeit brauchen. In 15 gab es auch deutlich weniger, da man nur 39 % der Ernte für den Grand Vin verwendet hat. (92-94 Wine Advocat, 95 Decanter, 97-98 Suckling)
0,75l 157,00 € -limitert-

Domaine de Chevalier rouge
Der 15er von Olivier Bernard ist in jeder Hinsicht ein Hammer! Top Bewertet, immer verlässlich, ein super eleganter Wein und dann noch günstiger, als die für ihre Qualität ohnehin nicht teuren 09er und 10er. Was uns an den Weinen immer gefallen hat ist ihre Finesse. Sie sind nie Blockbuster, sondern eher intellektuell und fein verwoben. Es sind Weine, bei denen man nicht nur im Keller etwas Zeit braucht, sondern auch beim Genießen. So zeigt sich auch der 15er sehr komplex, mit seidigen, nicht zu schweren Tanninen. Schwarze Früchte, etwas Pfeffer, Granatapfel, unheimlich raffiniert. (95-97 WineAdvocat, 96-97 Suckling)
0,75l 59,00 €

Château Ducru-Beaucaillou
Ein weiterer der Superseconds, die qualitativ immer mehr mit den 1er Grand Cru mithalten können. Da der Ducru zu 95 % aus Cabernet besteht und zu 100 % in neuen Barrique ausgebaut wird, schwer zu beurteilen. Auf der einen Seite nicht zu schwer, aber mit einem sehr opulenten Bouquet. Dunkle Waldfrüchte, aber mit ordentlich Tannin. Gehört sicher zu den Top-Jahrgängen des Weingutes. Wird spannend zu beobachten sein, wie er sich in ein paar Jahren zu den jetzt schon legendären 09er und 10er verhält. Ein Sammlerstück. (94-96 WineAdvocat, 19 Gabriel, 95-96 Suckling)
0,75l 155,00 €

Château Grand-Puy-Lacoste
Ok, in Pauillac was wirklich “günstiges” zu finden ist schwer bis unmöglich. Schließlich reiht sich hier eine Nobel-Adresse neben die andere. Auch bei Grand-Puy-Lacoste weiß man mittlerweile, was man für einen Top-Pauillac aufrufen kann. 63,50 € ist auf 09er Niveau, aber die Bewertungen sind es eben auch. Also warum sollte man günstiger werden? Ein sehr delikater, eleganter Pauillac. Vom Cabernet geprägt und trotzdem nicht derb. Schwarze Johannisbeeren, Trockenpflaumen, Minztöne, tolle Extraktsüße, bleibt sehr lang auf dem Gaumen. Macht jetzt schon ein Riesenvergnügen, wenn das so bleibt wird er das Reifestadium in 25 Jahren gar nicht mehr erleben, weil man schon alles weggetrunken hat. (94-96 WineAdvocat, 94-95 Suckling, 94 Decanter)
0,75l 63,50 €

Château d´Issan
Einer unserer Margaux Tipps in diesem Jahr, und das Margaux ist überhaupt schon ein Tipp. Ein Weingut, das noch nicht so konstant gut ist. 2010 und 2012 waren herausragend, 2011 und 2013 eher unteres Mittelmaß. 2015 könnte die beiden bisherigen Top-Jahrgänge sogar noch übertreffen. Nicht zu viel neues Barrique, deutliche Cabernet-Noten, aber mit seidigen, sehr feinen Tanninen, wirkt noch sehr verschlossen. Kein anbiedernder Wein, wird eine große Zukunft haben. (93-95 WineAdvocat, 94-95 Suckling)
0,75l 52,90 €

Château Leoville-Barton
Vielleicht der Klassiker in der Subse! Endlich können wir mal ein wenig mehr anbieten. Betteln, drohen und nett ins Telefon säuseln haben gewirkt, wir konnten unsere Allocation deutlich erhöhen. Gehört zu den besten Weinen aus Saint-Julien. Dunkles Rubinrot, tolle Würze und hohe Konzentration, sehr saftig mit guter Säure, die ihm ein langes Leben verheißt. Wirkt frisch und belebend. Nicht der kraftvollste Saint-Julien, aber einer der reichhaltigsten. (94-96 WineAdvocat, 19 Gabriel, 94-95 Suckling)
0,75l 74,90 €

Château Leoville Las Cases
Dieses Jahr der Anwärter auf den Thron des besten Saint-Julien. Erstaunlich hoher Anteil Cabernet. Nur 6 % Merlot! Mutig in einem Jahr dem man nachsagt eher für Merlot zu stehen. Dabei kommt aber ein sehr puristischer Wein heraus. Dunkle Früchte, ja, natürlich, aber eben auch eine erstaunliche Mineralität, man fühlt sich fast an den nahen Atlantik erinnert. Ein Hauch von Karamell kommt noch aus den Barrique, aber die Fruchtsüße ist reiner Extrakt. Extrem lang im Abgang, wird sich toll entwickeln. (95-97 WineAdvocat, 94-97 WineSpectator, 96 Decanter, 19 Rene Gabriel)
0,75l 179,00 € -limitiert-

Château La Mission Haut Brion
Wenn wir etwas aus dem Ultrapremium-Segment empfehlen sollen, dann gehört dieses Jahr La Mission Haut Brion mit an die Spitze. Der 15er hat das Potential zu den beiden Ikonen 2000 und 2009 aufzuschließen. Was für eine Kraft! Ein puristischer und dabei unglaublich tiefgründiger und würziger Wein. Die dunklen Früchte sind so auf den Punkt gebracht, dass man glaubt es geht nicht besser. Vielleicht eine der besten Merlot basierten Cuvée, die je vinifiziert worden sind. Was wird passieren, wenn da erst einmal die Tannine eingebunden sind? Ein Sammlerstück.
0,75l 395,00 € -sehr limitiert-

Château Mouton-Rothschild
Einer der bestbewerteten Weine der Kampagne und im Schnitt sogar besser bewertet als 2009 und 2010. Man ist fast versucht zu sagen, dann ist er ein Schnäppchen, denn er ist fast 35 % günstiger als in den beiden Jahrhundertjahrgängen. Ein potentieller 100 Punkte-Kandidat. Unfassbar intensives Aroma nach dunklen Beeren, perfekte Säurestruktur mit einer strengen Mineralität im Hintergrund, feiner Graphitnerv. Ein Klassiker, der an die ganz großen Mouton Jahrgänge erinnert. Wird ohne Probleme 50 Jahre lang reifen. Ein großartiger Sammlerwein. (97-99 WineAdvocat, 98 Decanter, 96-97 Suckling)
0,75l 510,00 € -streng limitiert-

Château Pichon Longueville Baron
Jedes Jahr die Frage, welcher ist besser, Baron oder Comtesse? Nun ja, dieses Jahr waren beide ziemlich gut, aber wir fanden das der Baron dieses Jahr die Nase leicht vorn hat vor seiner Schwester. Er ist genau so teuer wie der 09er in der Subskription, das hat er aber auch verdient, denn er ist mindestens genau so gut. Ein sehr puristischer Wein mit feinem Tannin, großartige Harmonie mit klarem, etwas salzigem, mineralischem Kern. Tolle Frische. Wird noch zulegen. Ein großer Baron! (96-98 WineAdvocat, 96-97 Suckling)
0,75l 118,00 € -limitiert-

Château Potensac
Eine sichere Bank im Médoc, wie man so sagt. Nicht der größte Potensac ever, aber eine sehr positive Überraschung nachdem man vorher gehört hatte, im Médoc sei das Jahr nicht so einfach gewesen. 45 % Merlot geben dem Weine eine angenehme Kirschfrucht. Er wirkt jetzt schon regelrecht saufig. Gute Struktur, aber nicht zu konzentriert. Eine leichte Strenge und gute Säure gibt ihm das klassische Médoc-Feeling und verspricht eine gute Reifeperiode für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. (89-91 WineAdvocat, 90-93 WineSpectator)
0,75l 21,50 €

Château Saint Pierre
Der Saint-Julien Grand Cru ist einer der großen Aufsteiger der letzten Jahre. Saubere, tiefgründige, sehr klar strukturierte Weine hat man hier in den letzten Jahren erlebt. Für uns ist der 15er wieder absolut auf der Höhe. Feste dunkle Frucht, gute Tiefe, Brombeeren, Schokoladenankläge, ein eleganter Muskelprotz. Rene Gabriel nennt ihn “gigantisch”. Noch nicht, gebt ihm fünf bis zehn Jahre, dann werden wir weitersehen. (91-93 WineAdvocat, 19 Gabriel, 94-95 Suckling)
0,75l 52,30 €

Château Troplong-Mondot
Der perfekte Ausdruck des Merlot der hier 90 % der Cuvée ausmacht. Kraftvoll, gleichzeitig charmant, hedonistsch, verführerisch und trotzdem vielschitig mit Noten nach schwarzen Beeren, Pfeffer und Nelken. Der perfekte Ausdruck des Jahrgangs! (92-94 WineAdvocat, 93-96 WineSpectator, 96-97 Suckling)
0,75l 99,70 €