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Spanien Update 1

Unübersichtliche Vielfalt ist der Begriff, der mir einfällt, wenn ich auf unser Spaniensortiment blicke. Das hat nicht nur damit zu tun, dass es mittlerweile über 60 DOs, also Herkunftsbezeichnungen gibt, sondern auch, dass innerhalb dieser Gebiete immer wieder neue Kellereien entstehen. Um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen, gibt es von den interessantesten Weinen dieser Bodegas oft nur einige wenige Flaschen. Früher war es alleine Vega Sicilia vorbehalten, einen internationalen Kultwein zu machen, den die meisten Weintrinker in ihrem leben allenfalls einmal gesehen, aber wohl kaum probiert haben. Dann kamen irgendwann Pingus und L´Ermita hinzu, heute sind es sicherlich mehr Weine die den Kult-Status tragen als im Bordeaux.

Jetzt, kurz bevor Herr Parker mit seinen aktuellen Bewertungen herauskommt, werden diese Weine traditionell ausgeliefert. Heute wollen wir Ihnen einige davon vorstellen die frisch reingekommen sind.

Geradezu Schnäppchen unter den Kultweinen sind die beiden tintenschwarzen Gewächse vom Weingut Noguerals. Der 2005 Corbatera aus der DO Monsant aus 70% Garnacha und 30% Cabernet ist druckvoll kräftig aber nicht üppig. Der Vorgängerjahrgang hatte angesichts des günstigen Preises von 25,- ? eine unglaubliche Bewertung, 95 Punkte von Herrn Parker. Sein großer Bruder aus dem angrenzenden Priorat, konnte noch einen Punkt mehr ergattern, jetzt ist vom 04er Abellars (noch wenige Flaschen verfügbar) auch der Nachfolgejahrgang 05 eingetroffen. Beides sehr konzentrierte, fast überbordende Weine. Kein Wunder, dass die Weine aus dem Priorato früher als Medizin verkauft worden sind. Einen weiteren Wein aus dem Monsant den es nur in winizgen Mengen gibt, ist der Mas den Can Blau aus Carinena, Syrah und Garnacha. Auch er in 05 mit 95 Punkten. Für mich eine der Spanien Entdeckungen der letzten Jahre.

Leider schon wieder ausgetrunken ist der große Bruder unseres Weins des Jahres, der Atteca, aber das Weingut hatte ja noch eine Überraschung parat. Der Atteca Armas kommt aus einem kleinen Weinberg dessen Reben 1909, also genau vor einhundert Jahren gepflanzt worden sind. Kein Wunder, dass der Armas ein regelrechter Extrakt der Garnacha-Rebe geworden ist. Leider hat man damals nur wenige Stöcke gepflanzt und so sind es gerade einmal zwei Fässer geworden von denen wir immerhin 36 Flaschen bekommen konnten.

2002 bekam er 96 Punkte, 03 waren es 97, 04 fast an der Perfektion 99 und 05 dann (welch Entäuschung...) nur 98 Punkte. Kaum ein Wein ist international in den letzten Jahren so hoch bewertet worden wie der El Nido aus Jumilla. Auch er mit Veilchendüften, Mokka, dunkler Schokolade, Blaubeerkompott ein extrem konzentrierter Wein und auch angesichts der geringen Menge kein Wein für jeden Tag. Wer sich zwei bis drei Punkte sparen möchte (und ca. 120 ?) kann es auch mal mit dem kleinen Bruder versuchen, der 06er Clio zeigt schon , wo es lang geht.

Wie gesagt, unübersichtliche Vielfalt, deshalb geht es nächste Woche auch weiter mit unserem Spanien Update oder Sie stöbern einfach mal ein wenig in unserem Internet Shop.

 

PS. Am Freitag den 06. Februar können sie übrigens einige der Superspanier in unserer Raritätenverkostung probieren.