Ein Unternehmen der

REWE Group Logo

Die spanische Tortilla ist eine Art von Omelette, aber ein extrem kreatives und zugleich einfach zuzubereitendes. Die bekannteste Variation ist sicherlich die Tortilla a la madrilena, das Kartoffelomelette mit Zwiebeln und Knoblauch. Wahrscheinlich auch deshalb weil sie sich gut kalt servieren lässt und ziemlich sättigend ist.

Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren (große vierteln) und in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch fein hacken. Kartoffeln in einer Mischung aus Speiseöl und Olivenöl frittieren in einer großen beschichteten Pfanne z.B. Dabei permanent wenden. Die Scheiben sollten weitgehend gar sein und z.T. schon etwas Farbe genommen haben. Rausnehmen, das Fett abtropfen lassen und ordentlich salzen. Ggf. in mehreren Durchgängen braten.

Zwiebeln und Knoblauch in dem restlichen Öl scharf anbraten und garziehen lassen. In einem Sieb etwas abtropfen. Eier aufschlagen und Eigelb und Eiweiß locker verrühren (Achtung: Nicht zu lang und zu heftig schlagen, dann verlieren sie die Bindung und die Tortilla wird nachher zäh). Die Eiermasse nach Geschmack mit etwas Salz, Pfeffer und Pimenton würzen. Wenn die Kartoffeln und Zwiebeln abgekühlt sind, alles miteinander vermischen und zurück in die Pfanne geben (sollte einen runden, bzw. schrägen Rand haben). Auf die Flamme stellen und bei niedriger Hitze von einer Seite gar ziehen lassen. Die Tortilla kann gestürzt* werden, wenn sie auch von der oberen Seite gestockt ist, sonst zerfällt sie – ggf. kurz den Deckel auflegen. Von der anderen Seite noch etwas braten, dann auf einen Teller stürzen. Kann heiß oder kalt serviert werden.

Tortilla - Kartoffeln werden selbstverständlich von Hand geschnittenTortilla - Kartoffelscheiben und Zwiebeln werden frittiert

Variationen

Alleine die Kartoffeltortilla kann man fast endlos variieren. Mit kleinen, angebratenen Scheiben scharfer Chorizo, mit Streifen oder Würfeln von Serranoschinken, mit Morcilla, der spanischen Blutwurst, mit etwas geriebenem Manchego (in die kühle Masse geben) oder sehr kräftig (dann ohne Pimenton) Cabrales Käse. Mit frischen Waldpilzen (ohne Pimenton und vorher anbraten). Es gibt aber auch noch die endlosen Varianten ohne Kartoffeln, die man dann warm essen sollte. Also ein klassisches Omelette. Am besten probiert man diese einmal in einer spanischen Fernfahrerkneipe direkt an den schnurgeraden Straßen der Meseta, wo sie direkt vor dem Kunden auf einem Gasbrenner in einer alten verbogenen Eisenpfanne gebraten werden. Mit Spargel, Ancovis, Sardinen, Paprika, Schnecken, Thunfisch, Spinat, Kräutern oder als ganz besondere Variante die tortilla de sacromonte, mit Lammhirn und -hoden.

*Die Tortilla stürzen: Eigentlich ist das ganz einfach und mit etwas Übung und einem kräftigen Arm geht es auch ganz schnell. Bevor ich die Tortilla stürze bewege ich sie etwas hin und her um zu sehen, ob sie irgendwo festgebrannt ist. Je nachdem kann ich sie dann mit einem Holzspatel und etwas Olivenöl wieder losbekommen. Ich nehme anschließend einfach einen Teller der etwas größer ist als die Pfanne, lege ihn wie einen Deckel auf die Pfanne. Flache Hand auf den Teller, andere Hand an den Pfannengriff und dann mit einem Schwung das ganze umdrehen. Die Tortilla sollte jetzt mit der angebratenen Seite nach oben auf dem Teller liegen. Etwas Olivenöl in die Pfanne und vorsichtig wieder reingleiten lassen. Jetzt kann man sie von der helleren Seite weiterbraten lassen. Genau so bekommt man sie dann wieder auf den Teller, um sie zu servieren.

Tortilla - In einem Schwung stürzen Bevor man die Tortilla schneidet leicht abkühlen lassen

ZUTATEN

  • Kartoffeln (vorwiegend festkochend oder festkochend)
  • Eier (ca. 6 Stück pro Kilo Kartoffeln)
  • Olivenöl
  • Speiseöl
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Pimentón
  • Salz & Pfeffer

 

Unser Tipp zu allen Tapas: Juvé y Camps