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Norina Pez

Unsere Entdeckung des Jahres 2023 ist zwar ein neuer Wein, aber auch das Weingut ist eine Neuentdeckung im Sortiment. Worum es bei Norina Pez geht, woher der Name kommt und wieso wir den Friulano ausgewählt haben, erfahren Sie hier...

collio goriziano

Im Collio, der herrlich schönen Hügellandschaft am östlichen Rand Italiens, an der Grenze zu Slowenien, werden fantastische Weine gemacht. Als Teil des Friaul gehört Collio (eigentlich Collio Goriziano) zu einer Region Italiens, die vor allem für Weißweine bekannt, sogar weltberühmt ist. Recht weit am nördlichen Rand der DOC-Gegend befindet sich das kleine, aber feine Familienweingut Norina Pez. Hier gibt es weite Hügelreihen, die sich von Osten nach Westen hinziehen und deren Südhänge mit Wein bepflanzt sind. Die Bedingungen sind optimal, denn das Zusammenspiel aus Julischen Voralpen und Adria-Küste sorgt für ein ausgeglichenes, mildes Klima.

Laurent Bénard

Ende der 70er Jahre beschließt Giuseppe Bernardis, der überall in der Gegend herrschenden Aufbruchstimmung zu folgen und den landwirtschaftlichen Mischbetrieb, den sein Vater aufgebaut hatte, in ein reines Weingut zu verwandeln. Damals waren trockene Weißweine aus dem Friaul der letzte Schrei, insbesondere hierzulande als Alternative zu den halbtrockenen und süßen Weinen, die damals den Löwenanteil der Produktion in Deutschland ausmachte. Im Friaul herrschte Goldgräberstimmung und Giuseppe wollte Teil des Weißweinwunders sein. Aber nicht um jeden Preis, schließlich war das Weingut ein Familienunternehmen, kein Spekulationsobjekt. Das sieht man schon am Namen, denn er hat das Gut damals nach seiner Frau benannt, Norina Pez.

Heute blickt die Familie auf Jahrzehnte der Erfahrung zurück und der Generationswechsel ist geglückt. Der Sohn Stefano bringt Neuerungen behutsam ein, achtet die Tradition und führt das Weingut mit Respekt vor der Natur. „Ich wäre ja blöde, wenn ich die Erfahrung der Älteren nicht achten und nutzen würde“, sagt Stefano. Das bedeutet, dass er weitgehend auf Chemikalien verzichtet und die Weinberge schön begrünt sind. „Wir machen so gut wie alle Arbeiten mit der Hand“, sagt er stolz, „oft ist das die langsamere, für den Rücken härtere Methode, aber für den Wein ist es weit besser.“

Stefano Bernadis

Angebaut werden die angestammten Sorten des Friaul, von denen erstaunlich viele französische Ursprünge haben, neben Grauburgunder haben beispielsweise auch Sauvignon Blanc und Chardonnay hier eine lange Tradition. Dazu kommen die autochthonen Reben, allen voran Friulano, den es nirgendwo sonst gibt. Vor allem, darauf legt Stefano Wert, sind die Böden in seiner Ecke des Friaul einzigartig. Nur hier im Grenzgebiet von Friaul und Slowenien gibt es Ponca, eine Art Schichtkuchen aus Sedimentgestein. Abwechselnd liegt hier harter Kalk-Sandstein und weicher Mergel. Verglichen mit anderen Weinbauregionen, deren Böden eine Ähnliche Geschichte haben, wie etwa dem Chablis oder dem Brunello, ist die Ponca aber nicht am Meeresgrund entstanden, sondern als Ablagerung flacher Seen und Tümpel. Deswegen wechseln sich die Schichten so schnell ab und bilden somit einen idealen Boden für Weinbau. „Das gibt unseren Weißen, aber auch den Roten eine einzigartige Mineralik, würzig und lebhaft“, erklärt Stefano.

Unsere Entdeckung des Jahres ist der Friulano von Norina Pez. Ein Wein, der großzügig mit seinen Reizen sofort zugänglich ist und der trotzdem eine angenehme Komplexität hat. Früher war die Rebsorte als Tocai Friulano bekannt, aber die ungarischen Winzer haben die Verwendung des Namens untersagt, um Verwechslungen vorzubeugen. Und das, obwohl der elegante Friulano nichts mit den tiefgründigen Süßweinen der Ungarn zu tun hat. Der Wein wirkt, wenn er so gut gemacht wird wie bei Stefano Bernardis vom Weingut Norina Pez, eher wie das verlorene Bindeglied zwischen Sauvignon Blanc und Grauburgunder. Man nimmt Aromen von Kräutern, Kamille und weißen Blüten genauso wahr wie die von reifen Aprikosen und Nüssen. Am Gaumen mit einem angenehmen Schmelz und mineralisch-salziger Länge. Ein grandioser Wein, da mussten wir nicht lange nachdenken, um ihn zur Entdeckung des Jahres 2023 zu machen.