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Neue Weinlinie von Markus Schneider: Schneider Senior

Markus Schneider, einer der innovativsten Winzer Deutschlands hat heute Morgen in Ellerstadt seine neue Weinlinie vorgestellt. „Mit der Linie >Schneider Senior< wollen wir ganz neue Marktsegmente erschließen“, erklärte er bei der Vorstellung der Weine. „Unsere Marktanalysen haben gezeigt, dass wir vor allem bei einem Publikum unter 50 beliebt sind. Wenn wir weiter erfolgreich Wachstum generieren wollen, müssen wir neue Zielgruppen erschließen und uns auf deren Geschmack einstellen.“ Nach umfangreichen Geschmacksanalysen, Verbraucherbefragungen und Tasting-Panels hat die Linie >Schneider Senior< ein ganz neues, ungewöhnliches Geschmacksprofil bekommen. „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Konsument zwischen 50 und 65 am liebsten extrem trocken trinkt. Das hat zwei Ursachen, erstens verändert sich der Geschmack im Alter dahin, dass man trockene Weine angenehmer findet und zweitens ist diese Generation mit dem Glaubenssatz, dass jeder Wein der gut sein will, extrem trocken sein muss, aufgewachsen.“ Wir erinnern uns alle an die trocken ausgebauten Moselweine z.B. des Jahrgangs 1987 die man auch wunderbar als Nagellackentferner verwenden konnte und die damals unter modernen Weinfreunden als wegweisend galten. „Um unsere Kompetenz in ultratrockenen Weinen zu verbessern“, erzählt Schneider, „habe ich sogar noch mal ein Praktikum gemacht.“ In seinem Lehrbetrieb in Wachenheim bei Dr. Bürklin-Wolf, war das Ideal ja eher harmonische Weine zu erzeugen, das hat natürlich auch auf die Schneiderschen Weine eingewirkt. Zum Glück gibt es mittlerweile in Deidesheim ja einen Rennomierbetrieb der sich auf Ultratrocken im Premium-Bereich spezialisiert hat. „Wir Winzer halten ja zusammen“, meint Schneider, „es war also kein Problem hier drei Monate Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln. Es ist schon erstaunlich wie man es da schafft aus den Weinen auch das letzte Quäntchen an Frucht rauszupressen und alles wie einen Sektgrundwein erscheinen zu lassen. Das ist große Handwerkskunst.“ Dem Weinfreund ist ja das Zusammenspiel von hoher Säure, null Gramm Frucht, Alkohol und Wasser als Mineralität bekannt. Aber Markus Schneider, wäre nicht der innovative Winzer der er ist, wenn es ihm nicht gelungen wäre diese Mineralität noch zu steigern. „Mit unserem Riesling Senior haben wir es zum ersten Mal in Deutschland geschafft einen Wein mit -3 Gramm Restzucker zu produzieren. Bei 13,5 Promille Säure und nur 10,5 % Alkohol ergibt das ein extrem mineralisches Geschmacksbild. Unsere Tester waren absolut begeistert, einige haben vor lauter Freude sogar in das Glas gebissen, was dann zusätzlich noch zu einem herrlich kristallinen Abgang führt. In Zukunft werden wir versuchen beim Senior noch präziser und pointierter vorzugehen. Unser Ideal liegt bei -5 Gramm Restzucker und im nächsten Jahr werden wir eine Selektions-Serie auflegen die knapp an die magische und lange nicht für möglich gehaltene -10 Gramm Grenze gehen wird. Das ist so etwas wie das Erreichen der Lichtgeschwindigkeit im Mineralik-Weinbau. Hierzu werden wir damit experimentieren die Reben schon direkt nach der Blüte zu lesen.“ Unter der Hand berichtet er, dass man in seinem Praktikumsbetrieb in Deidesheim, dessen Namen er nicht nennen will, tatsächlich wartet bis die Trauben zumindest Ansätze von Reife zeigen. „Das reicht für extra-brut, also den eher französischen Stil, aber wir wollen natürlich ein echt deutsches ultra-brut." Im Vorfeld war kolportiert worden, Schneider würde für das Projekt Trauben aus Rheinhessen verwenden, aber er versicherte „obwohl Rheinhessen ja der Vorgarten der Pfalz ist, werden alle Trauben für unsere Senior Weine zu 100 % aus der Pfalz stammen. Wenn wir auch hier mehr Probleme als die Kollegen da oben haben, die Trauben vorreif in den Keller zu bekommen, ich bleibe in der Pfalz!."

Zum Start wird es einen Riesling, einen Silvaner und einen Chardonnay geben, ein Rotwein ist auch in Planung, hier gibt es aber noch Probleme die Tannine entsprechend adstringierend rüberzubringen. Der Verkauf der Weine startet am 31. April. Ob der Kölner Weinkeller diese Wein führen wird, können wir Ihnen noch nicht mitteilen, da unsere Verkoster nach eingehender Probe der neuen Linie sich noch zu Erholung in einer gastroenterologischen Fachklinik aufhalten.