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Neu im Weinkeller: XII Nuits

Der Wein der süßen Nächte

Die Grenache- und Syrah-Reben für diesen besonderen Wein stehen irgendwo mitten im Strauchwerk der Garrigue. Hier pflanzt eigentlich niemand Reben, zu steinig der Boden und dann auch noch in einer Kaltluftrinne gelegen, in der es im Frühjahr gerne mal Frost gibt. Ein Winzer scheint aber vor Jahrzehnten doch auf die abwegige Idee gekommen zu sein. Und bauernschlau pflanzte er gegen die Kaltluft einfach Brombeeren und anderes wildes Gestrüpp um den Weinberg herum. Hat funktioniert, und die Parzelle hinter Hecken und Büschen war frostfrei und bekam auch sofort ihren Namen: Douces Nuits. Die süßen Nächte, versteckt hinter den Dornenhecken. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt, meinte wohl auch das Katasteramt. Als nämlich Anfang der 70er Jahre ein Kataster der Region aufgestellt wurde, fand man die Weinparzelle plötzlich als Douze Nuits, also nicht mehr süße, sondern, grammatikalisch auch nicht ganz korrekt, zwölf Nächte wieder.

Das Tauschgeschäft

Koen Strobbe von Perdrix-Lasouche ist auch auf recht ungewöhnliche Weise an die Reben gekommen. „Ein Beinahe Unfall ...”, erzählt er uns lachend. „Ich bin mit meinem Trecker zu anderen Weinbergen durch das Stück Garrigue gefahren und plötzlich kam aus einem Seitenweg hinter mannshohen Hecken ein anderer Trecker auf den Weg geschossen. Hätte nicht viel gefehlt und wir wären zusammengerasselt. Freundlichkeit hält man hier in der Region ja für entbehrlich und so fing der Mann auf dem anderen Trecker sofort an zu schimpfen, aber nicht über mich, wie ich zuerst dachte, sondern über die vermaledeite Garrigue im Allgemeinen und die schreckliche Weinparzelle da hinten im Speziellen. Dass er damit geschlagen sei und dass es besser wäre, die ganzen Reben da rauszureißen. Kaum Ertrag, viel Arbeit und dann immer durch das Gestrüpp dahin ... Er war gar nicht zu bremsen. Am nächsten Tag hab ich mir dann mal den Weinberg angeschaut. Vorher wusste ich gar nicht, dass da noch Reben stehen. Alte Grenache, etwas Syrah. Alles in extrem steinigen, kargen Kalkböden. Super Terroir, tolle Reben, aber für einen Genossenschaftswinzer, der nur nach Ertrag bezahlt wird, das Grauen. Irgendwann hab ich den Kollegen dann im Weinberg abgepasst und ihm ein Stück von meinen Merlot-Reben im Tausch angeboten, unten am Fluss, feuchter, lehmiger Boden mit extrem hohen Erträgen. Da hatte ich die Trauben sowieso immer verkauft. Wir waren in Sekundenschnelle handelseinig. Ich denke, der ist nach Hause gefahren und hat seiner Frau sofort freudig erzählt, dass er gerade so einen dummen Belgier total übers Ohr gehauen hat. Egal, ich denke wir sind beide glücklich geworden mit dem Tausch.”

Der Wein

Der XII Nuits besteht aus 80 % Grenache und 20 % Syrah, die „klassische” Cuvée für die noch junge Appellation Duché d'Uzès. Bei dem günstigen Preis fällt einem der Begriff „der Spitzenwein von Perdrix-Lasouche” natürlich etwas schwer, aber es ist vielleicht Koens vielschichtigstes Gewächs. Er zeigt tolle dunkle Früchte, Brombeeren und reife Schwarzkirschen, leicht kräutrige Nuancen, man merkt ihm seine Herkunft aus der Garrigue an. Am Gaumen sehr feinkörniges Tannin, präzise mit einer gut eingebundenen frischen Fruchtsäure, Zartbitterschokolade, Lavendel, komplex. Unbedingt vorher dekantieren, damit er seinen ganzen Charme entfalten kann. Und wenn Sie es schaffen, lassen Sie ihn etwas liegen, den der Wein hat ein unglaubliches Entwicklungspotenzial. 

2012 XII Nuits, Perdrix-Lasouche anstatt 12,90 € nur 10,90 €

Dieses Angebot ist bis zum 24.Mai 2015 gültig.

 

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