Zurück

Neu im Weinkeller: Terre dei Buth

Frizzante! Das klingt schon nach Azzuro, Fröhlichkeit, Leichtsinn. Frizzante, das ist der eigentliche Prosecco. Entstanden durch Zufall, wie so vieles in Bella Italia und wie so viele Zufälle dann auch direkt zu Kultur geworden. Aber leider machen ihn immer weniger Winzer, den Frizzante. “Mit einem Spumante lässt sich mehr Geld verdienen”, hörten wir von vielen Winzern, als wir anklopften um nach einem neuen Prosecco-Prickler zu suchen. Bei Terre dei Buth sagte man sofort: “Frizzante? Certo!” 

Önologe Paolo Marion ist mit seinen fruchtbetonten, sehr klaren Prossecchi ganz nah an der Tradition und wenn auch in vielen Länder der sektähnlichere Spumante besser verkauft wird, ist er doch der Meinung “der Frizzante gehört zu unserer Identität. Wenn ich am Meer unten bin und ein paar gebratene Sardinen habe oder Tintenfische, mit ein paar Freunden in einer Bar ein paar Antipasti bestelle, dann muss unbedingt ein Frizzante dazu. Den kann man den ganzen Abend trinken.” Und so war es für Paolo völlig klar, dass er einen ganz klassischen Prosecco machen wollte, der die Frucht der Traube hervorbringt und nicht versucht, Champagner zu sein. Er bewirtschaftet seine Weinberge ganz selbstverständlich auch biologisch. “Das ist hier unsere Heimat, hier wachsen unsere Kinder auf und unsere Eltern werden hier alt”, meint er, “da haben im Boden Pestizide und Herbizide nichts zu suchen.” Und natürlich hat er die Kellerei dafür zertifizieren lassen. “Erzählen kann das ja jeder”, meint er und neben dem Bio-Siegel, eine Seltenheit der Region, prang ganz selbstverständlich auch noch ein Vegan-Siegel. “Das haben wir so mitmachen lassen”, meint er bescheiden. Die Leute sind hier halt wie der Wein: mit Grandezza unspektakulär und darum umso liebenswerter.

Und da wir Winzern grundsätzlich gönnen, dass sie Geld verdienen und wir auch viele Kunden haben, die den etwas prickligeren Prickler lieben haben wir natürlich auch direkt den hervorragenden Spumante dazu genommen. Certo!

 

38881-NV

Prosecco Frizzante

Terre dei Buth, Venetien

Dieser Frizzante eignet sich gut als Aperitif, oder sogar auch als Speisebegleiter. Wenngleich zu befürchten steht, dass er schon leer sein könnte, bevor man sich an den Tisch setzen kann. Animierender Duft mit Banane, Birne, Apfel und exotischen Früchten. Am Gaumen dann eine angenehme Perlage, die weich und fein die Frische des Weins unterstützt. Trotzdem kommen auch hier die reifen Früchte nicht zu kurz. Wie gesagt, wir glauben nicht, dass man damit bis zum Hauptgang kommt. Ein echter Charme-Wein, wenn schon kein Schaumwein, Frizzante ist laut Definition nämlich Perlwein.

shopping_basket 0,75l statt 9,50 € nur 7,90 €

 

 

38881-NV

Prosecco Spumante Brut

Terre dei Buth, Venetien

Ein herrlich frischer Bio-Prosecco der schon im Glas animierend schäumt. Die Nase mit Zitrusfrucht, grünem Apfel, Mandel und etwas Pfirsich. Am Gaumen überrascht er mit einem frischen, trockenen Antrunk, aus dem sich erst nach und nach eine subtil-angenehme Süße herausschält, die an tropische Früchte erinnert. Das Mousseux ist fein und erfrischend – wirklich angenehm am Gaumen. Ein Wein, wie gemacht, um in einen schönen Abend zu starten, ob als Aperitif vor dem Dinner, beim Fertigmachen für eine Partynacht oder aber einfach zum Quatschen in geselliger Runde.

shopping_basket 0,75l statt 12,50 € nur 9,95 €

 

 

FRIZZANTE VS. SPUMANTE

Eigentlich ist der Prosecco ein önologischer Unfall. In früheren Zeiten goren Weine in den Kellern oft nicht richtig durch. Ein paar Gramm Restzucker blieben erhalten, wenn es im späten Herbst im Keller zu kühl wurde. Schwefelung der Weine kannte man noch nicht und so begannen die Hefen im Frühjahr wieder zu arbeiten und den restlichen Traubenzucker in Alkohol umzuwandeln. Durch die dabei freiwerdende Kohlensäure fingen die Weine an, leicht zu moussieren. Ein herrliches Frühlingsgetränk entstand. Mit der Zeit fing man an, diesen Zustand bei den Weinen bewusst herbeizuführen. Vor allem in der Champagne experimentierte man früh damit, diese zweite Gärung in der Flasche durchzuführen, das hatte nämlich den Vorteil, dass die Kohlensäure nicht mehr entweichen konnte und der Wein deutlich mehr prickelte. Vom herrlichen Plopp, dass der Spezialkorken beim Öffnen machte, mal ganz zu schweigen. Leicht prickelnder Wein, eigentlich der Ursprung, verlor zunehmend an Bedeutung. Heutzutage gehört der Prosecco Frizzante zu den Perlweinen, die zwischen 1 und 2,5 Bar Druck in der Flasche entwickeln, der Spumante zu den Schaumweinen, die mindestens 3 Bar und einen 

Eine kleine Besonderheit ist die Schaumweinsteuer (die nicht für den Frizzante gilt). 1,02 Euro netto pro 0,75-Liter-Flasche Schaumwein gehen an den deutschen Staat. Eingeführt wurde die Steuer übrigens von Kaiser Wilhelm II, der den sektbegeisterten Deutschen damit eine patriotische Abgabe zum Aufbau einer deutschen Kriegsflotte abknöpfte. Seitdem ist die deutsche Flotte zweimal untergegangen und das patriotische zeigt sich hauptsächlich noch zur Fußball WM. Der Deutsche Staat nimmt aber durch die Schaumweinsteuer immer noch etwa 450 Millionen Euro pro Jahr ein. Dafür bekommt man fast drei Viertel der neuesten Marinefregatte F125. Oder Jogi Löw könnte sich vier Ronaldos kaufen. Stellt sich die Frage, was Deutschland im Moment mehr bräuchte …speziellen Sektverschluss haben müssen.

 

Bitte beachten Sie: Die in diesem redaktionellen Text ausgezeichneten Preise und Angebote beziehen sich auf das Erscheinungsdatum des Textes. Aktuell sind immer die im Shop hinterlegten Preise gültig. Die Angebotspreise sind gültig bis 17.02.2019.