Ein Unternehmen der

REWE Group Logo

Mon Amour - Lieblingsweine aus Frankreich

In berühmter Nachbarschaft - Saint-Aubin

Saint-Aubin ist eine Mini-AOC von gerade einmal 157 Hektar, die zwar eher unbekannt, aber mit 30 Premier Crus ausgesprochen gut aufgestellt ist. Umgeben von den Gemeinden Chassagne, Puligny und Meursault liegt die kleine Gemeinde, die weniger als 300 Einwohner zählt, inmitten großer Nachbarn. Der Boden ist geprägt durch Ton und Kalkstein und bietet ideale Bedingungen für die Chardonnay-Traube. Teilweise befinden sich die Lagen auf 300 bis 350 Metern Höhe.

Die Weine von JanotsBos durfte ich das erste Mal vor einigen Jahren verkosten und war gleich hin und weg. Ich habe unseren Chef so lange genervt, bis wir schließlich zum Weingut gefahren sind. Vor Ort ließ ich dann einfach Richard Bos und seine Weine sprechen… Und siehe da, ein paar Monate später standen sie dann bei uns im Keller.

Dieser Saint-Aubin aus 2011 ist einer meiner absoluten Lieblinge, weil er eine großartige Aromatik in der Nase mit Frische und Komplexität am Gaumen paart. Dekantieren braucht man ihn nicht, denn er zeigt sich offen und mit faszinierender Klarheit. Aromen von Pfirsich und Aprikose, aber auch florale Noten, Honig, Brioche und Anis entfaltet er. Präsent und druckvoll verfügt er über eine tolle aromatische Länge. Als Trinktemperatur empfehle ich 10–12 °C. Dieser weiße Burgunder ist ein idealer Begleiter zu gebratenen Jakobsmuscheln mit Passionsfrucht. Er bietet ein tolles Preis-Genuss-Verhältnis für seine nobleHerkunft, das Burgund!

Lieblingswein von Noreen Rudolph

2011 Saint-Aubin 1er Cru "En Créot", JanotsBos statt 31,50 € nur 29,90 €

  

Vive le Beaujolais! - Fleurie

Das Beaujolais führt in Deutschland ein echtes Nischendasein. Seit der 80er-Jahre-Hype um das weinähnliche Getränk Beaujolais Primeur abflachte, ist er für viele Weintrinker keine ernsthafte Option mehr. Dass die Gamay-Rebe aber oft ziemlich unterschätzt wird, zeigt der von mir heiß geliebte 2012er Fleurie vom berühmten Burgunderhaus Faiveley geradezu beispielhaft. Anders als einen Primeur lässt man ihn erst einmal etwas reifen, bevor er auf den Markt kommt, und das bekommt ihm sehr gut.

Fleurie ist eine der 10 Cru-Lagen des zwischen Burgund und Rhône liegenden Anbaugebietes Beaujolais. Dass der Charakter der Fleurie-Weine von verführerischer Frucht und Eleganz geprägt ist, offenbart der Wein von Faiveley schon beim ersten Reinschnuppern. Rosen, Veilchen, Waldbeeren und Weinbergpfirsich strömen einem entgegen. Am Gaumen ist er dann ganz der seidige Charmeur mit feiner Saftigkeit und harmonischem Körper. „Burgunderhaft!“ möchte man da ausrufen. Und mit den Einstiegsqualitäten der nördlichen Nachbarn kann er locker mithalten; vielleicht ist er dabei etwas weniger ernsthaft, dafür aber erfrischend unbekümmert.

Am liebsten trinke ich diesen jovialen Feingeist einfach nur so, er passt aber auch hervorragend zu deftiger Küche, wie zum typischen Kölner Gericht„Himmel un Äd“ oder einfach zu einem Stück „Flönz“, wenn einem mal nicht nach einem Kölsch zumute ist.

Lieblingswein von Marco Lindauer

2012 Fleurie, Faiveley statt 14,50 € nur 12,90 €

 

Der Neumond-Wein - Entre Lunes

„Zwischen den Monden“ nennt sich diese Weinentdeckung „Entre Lunes“ aus der unbekannten Region Duché d’Uzès. Von dem Örtchen Uzès hatte ich noch nie gehört und von dem Winzer auch nicht. Ein Belgier, der als Quereinsteiger im Süden seinen Traum vom Winzerdasein erfüllt? Ich war mehr als skeptisch. Aber bei unserer Verkostung konnte sich niemand dem Charme dieses dunklen, fast neumondschwarzen Weins entziehen.

Die Merlot-Reben hatte ein pfiffiger Winzer vor über 70 Jahren aus Bordeaux geholt und sich dabei mit feinem Händchen für eine hitzeresistente Variante entschieden. Selten habe ich eine so duftig runde und dabei gleichzeitig ansprechende Merlot-Cuvée aus dem Süden verkostet. Dunkle Waldbeeren, Schwarzkirschen, rote Paprika, etwas Würziges wie von Nelken durchzieht ihn, und auch ein Hauch Brioche lässt sich entdecken. An der extraktreichen, fast süßlichen Frucht spürt man unmittelbar die Sonne, die hier an der Grenze zwischen dem Languedoc und dem Rhône-Tal so oft scheint, aber an den packenden Tanninen und der erfrischenden Säure, wie bei perfekt gereiften Kirschen, merkt man auch den kalten Wind, der stetig aus den Cevennen herunterweht.

In den letzten Monaten ist dieser Wein ziemlich oft in meinem Einkaufskorb gelandet, vielleicht weil er mit seinen beiden Gesichtern auf eine wehmütige Art fröhlich schmeckt. Der 10er (von dem es nur noch wenig gibt) oder der 11er? Ich nehme gerne beide. Der 10er schmeckt wie die erste klare, kühle Neumondnacht im Herbst, wenn man ins Dunkel hinein dem Sommer nachblickt, ernsthaft, tiefgründig. Der 11er erscheint mir freundlicher, verspielt wie im März, wenn sanft die ersten wärmeren Winde durch die dunkle Nacht streifen. Alle lieben den Vollmond – ich auch – aber nun hat es mir die Zeit zwischen den Monden plötzlich besonders angetan.

Lieblingswein von Andreas Brensing

2010 Entre Lunes, Perdrix-Lasouche 11,00 € 5+1 Angebot*

2011 Entre Lunes, Perdrix-Lasouche 11,00 € 5+1 Angebot*

 

Die unbekannte Größe - Viognier

Gerade einmal 14 Hektar Weinberge waren Anfang der 70er Jahre in Frankreich noch mit der Weißweinsorte Viognier bestückt. Kein Wunder, gilt sie doch als ertragsschwach und nicht ganz einfach zu handeln. Außerdem war sie zu dieser Zeit als Rebsorte namentlich kaum bekannt, denn der beste Wein aus Viognier wurde unter dem Namen eines berühmten Ortes verkauft: Condrieu. So ist der Viognier an der nördlichen Rhône quasi zu Hause. Hier und da stand er aber auch in Lagen an der südlichen Rhône, wo auch Aimé Sabon dieTraube vorfand, als er die Domaine de la Janasse 1967 von seinem Vater übernahm.

Janasse zeichnet sich nicht nur durch hochwertige und eben auch etwas teurere Châteauneuf aus, es werden hier auch sehr gute Landweine produziert. Davon hat es mir insbesondere der reinsortige Viognier angetan. Er wird im Kölner Weinkeller liebevoll „unser kleiner Condrieu“ genannt, denn er ist von erstaunlicher Qualität.

Ein saftiger Weißer, etwas floral in der Nase, mit Noten von reifen Birnen und Pfirsichen. Er wurde zu 40 % in Barriques ausgebaut, was ihm eine feinwürzige Struktur und einen langen Abgang verleiht. Ein Wein, der geschickt zwischen feiner Frische und guter Konzentration balanciert und der bei uns im Keller zwischen den populäreren Rieslingen, weißen Burgundern und anderen namhafteren Weißweinen manchmal etwas untergeht, auch weil die südliche Rhône nicht so sehr als Region für Weißweine wahrgenommen wird wie andere. Um sich mit den Weißweinen dieser Herkunft jedoch etwas vertraut zu machen, ist der Viognier ein toller Einstieg, denn er ist ein echter Klassiker und ein wahrer Preis-Genuss-Tipp.

Lieblingswein von Bart Kessels

2013 Viognier, Domaine de la Janasse 12,50 € 5+1 Angebot*

 

Gültig bis 31.03.2015, bzw. so lange der Vorrat reicht.
*5+1 Angebot: Kaufen Sie 6 Flaschen, eine davon bekommen Sie von uns geschenkt.