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Michele Manelli - Zwischen Tradition und Gastro-Spaß

Wir haben uns bei einigen Winzern, mit denen wir zusammenarbeiten, erkundigt, wie sie Weihnachten feiern und uns Rezepte für typisch weihnachtliche Gerichte geben lassen. Für Michele Manelli von Salcheto geht es dabei sehr stark um Essen, wie er uns beschrieben hat:

Michele Manellis Winzerweihnacht

Michele Manelli

"Ich wurde in der norditalienischen Provinz Modena, dem Land von Lambrusco und Tortellini, geboren, bin aber in Paris aufgewachsen. Später heiratete ich mich in die wunderschöne toskanische Provinz Siena in Montepulciano ein. Dieser kleine, persönliche Schmelztiegel der Kulturen prägt auch meine Weihnachtsbräuche, aber der Wunsch, diese Tage zu einem schönen Moment mit den Liebsten zu machen, hält alles zusammen.

Ich fühle mich als Teil einer Generation, die eine Brücke schlägt zwischen heute und denen, die die Armut der ersten Hälfte des Jahrhunderts erlebten. Damals war ein Fest der seltene Moment, um das prestigeträchtigste (und meist fetteste und nahrhafteste) lokale Essen auf den Tisch zu bringen. Das konnten zum Beispiel Tortellini in Modena, Arrosto Morto in Montepulciano oder Foie Gras in Paris sein. Die jüngere Generation auf der anderen Seite, versteht die Gastronomie als anspruchsvolles Hobby und eine Gelegenheit, um wertvolle Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.

Die lange Reihe großer Mahlzeiten zu Weihnachten dient vor allem dazu, Zeit mit verschiedenen Seiten der Familie zu verbringen. Oder in meinem Fall auch Freunden – die sind an Heiligabend eingeladen. Bezüglich des Essens liege ich zwischen Tradition und Gastro-Spaß: Ich koche nie dasselbe (weil ich immer drei Tage hintereinander koche, stundenlang!) und versuche immer eine Verbindung zu traditionellen Gerichten meiner Heimat auf dem Tisch zu haben. Und weil ich neugierig bin trinke ich an Weihnachten nie meine eigenen Weine."

 

BRODO DI CACCIUCCO - “CACCIUCCO”-BRÜHE

Zutaten:

  • Gemischter Fisch (Tintenfisch, Calamari, Krabben, Muscheln wie etwa Venusmuscheln und alle Sorten von Fisch wie Rot- und/oder Seebarsch)
  • Tomaten (für die Soße)
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Salbei
  • Dazu geröstetes Brot mit etwas Olivenöl

 

Einen flachen Topf mit gewürfelten Tomaten, Olivenöl, 2 – 3 Knoblauchzehen (ohne Haut, große Stücke, leicht zerdrückt), Salbeiblättern und Meersalz fast bis an den Rand füllen.

Sobald die Tomate beginnt, flüssig zu werden (etwa 15 Minuten), den Fisch nach der Kochzeit nach und nach hineingeben: ganze Fische zuerst, dann Oktopus, dann Calamari und Garnelen und schließlich Muscheln. Sobald alles gekocht ist (noch mal etwa 20 Minuten), mit einer Kelle nur die Brühe abnehmen, um die Tortelloni in einem Suppenteller halb zu bedecken. Darauf nur noch ein Tröpfchen bestes Olivenöl.  

Der Topf mit dem übrigen Fisch kommt in die Mitte des Tisches als Beilage. Dazu etwas geröstetes Brot reichen, um die Soße aufzutunken, zum Beispiel wie in Süditalien aus einem großen Laib, mit einem Tropfen Olivenöl gewürzt.

Eine perfekte Beilage sind mit Kartoffelpüree gefüllte Tortelloni.

 

Michele meint, am besten trinke man einen Champagner dazu, dann fühle man sich, als könne man fliegen!