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Schneiders Traum

“Irgendwann kaufe ich mir einen Weinberg an der Mosel”, hatte Markus Schneider mal zu mir gesagt, als wir ein Fläschchen einer gut gereiften Spätlese zusammen köpften. “Na, das Zeug ist doch geil. So was geht nirgends auf der Welt, nur an der Mosel …” So ist das mit den Winzern. Viele Träumen vom Burgund, einige wenige von der Mosel, aber am Ende bleiben Sie immer da wo sie sind. Doch der Markus ist natürlich ein bisschen anders. Von gerade einmal einem halben Hektar hat er es in zwanzig Jahren zu einem der größten und angesehensten Weingüter der Pfalz gebracht und fleißig daran mitgewirkt den deutschen Rotwein neu zu erfinden und sie auch auf die Karten der angesagtesten Szene-Restaurants zu bringen. Er erfindet immer wieder neue Weine bei denen nicht nur der Inhalt etwas besonderes ist und wenn er locker flockig auf einen speziellen Wein zu Weihnachten ein 50er Jahre Bunny im Weihnachtsdress klebt, wirkt das weder kitschig noch irgendwie aufdringlich, sondern einfach witzig. “Wein soll doch Spaß machen”, sagt er immer etwas verzweifelt, wenn einige Leute ihn mit allzuviel Weinwissen und zu wenig Weinfreude traktieren.

Da ihm sein Hobby, der FC Kaiserslautern seit einiger Zeit eher albtraumhafte Momente beschert, dachte er wohl es sei jetzt an der Zeit, einen alten Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Genau, seinen Weinberg an der Mosel. Also hat er sich umgeschaut und ist in oder besser hoch über Leiwen fündig geworden. Der Josefsberg liegt an der höchsten Erhebung auf der Leiwen abgewandten Seite und blickt nach Südwesten Richtung Trier. Eher kühles Terrain und vor allem nach alter Fasson terrassiert, sonst könnte man in dem steilen Gelände auch kaum arbeiten. Natürlich wächst hier, in so besonderem Terroir und unter so hohem Aufwand kein Mosel-Kaitui und da zeigt sich dann eine zweite Besonderheit des Schneider Markus. Er macht Dinge gerne anders als es alle von ihm erwarten, sonst würde es ja langweilig. “Bist du bekloppt”, stürzte es direkt aus ihm heraus, als ich ihn mit dem Mosel-Kaitui (Maitui oder Kaitosel) aufzog, “da mach ich natürlich einen echten Mosel Wein. Kabinettchen, Spätlese und so was. Die Hälfte davon verschwindet bei mir im Keller, die andere Hälfte verkauf ich, aber nur an gute Freunde.” Die Hälfte von zusammen einmal 4.000 Flaschen ist nicht viel, aber ein großer Traum zeigt sich nicht immer an den Mengen.

 

2017 Riesling Kabinett GINSTER

Der Josefsberg heisst im Volksmund auch Ginsterlay da zwischen den Mauern und den Terrassen im Sommer wilder Ginster blüht. Daher trägt der Kabinett-Wein die Bezeichnung Ginster. Ein klassischer traditioneller Mosel Kabinett, wenig Alkohol (7,5%), ordentlich Säure (10,8 g/l) und damit das alles das einmalige süß-säure Spiel bekommt, natürlich auch eine ordentliche Fruchtsüße (46,6 g/l). Insgesamt 2.660 Flaschen gefüllt.

0,75l 19,50 € -limitiert auf 6 Flaschen pro Kunde- shopping_basket

 

2017 Leiwener Josefsberg Riesling Spätlese

Dichter und opulenter als das Kabinettchen, aber natürlich auch mit einer herrlich animierenden Frische ausgestattet. (8% Alkohol, 57,3 g RZ und 10,1 g Säure). Wenn man die beiden Weine vergleicht, die von den Analysewerten gar nicht so weit auseinanderliegen, bemerkt man erst wie wenig diese Werte aussagen. Eine jener Spätlesen die man jedes Jahr wieder neu aufreisst um festzustellen, dass sie keine Zeit kennen. Natürlich kann man das jetzt trinken aber auch irgendwann, z.B. wenn Kaiserslautern mal in der Champions-League spielt. Insgesamt 1.365 Flaschen gefüllt.

0,75l 29,50 € -limitiert auf 6 Flaschen pro Kunde- shopping_basket

 

Ach ja, meinte der Markus dann, “Ich hab ja auch noch den Cutter…” “Den was?” “Na, Chenin blanc, ist ja eine total unterschätzte Rebsorte finde ich. Wenn du da mal ein paar alte Sachen probiert hast, bist du ja hin und weg. Da braucht man halt nur sehr alte Reben und muss einen geringen Ertrag fahren.” Also hat er zusammen mit seinem Freund Danie von Kaapzicht nach einem Weinberg mit alten Chenin Blanc Reben gesucht. “Die wurzeln da auf Granit. Völliger Wahnsinn, das kann man gar nicht am Drahtrahmen hochziehen, das wächst einfach nicht. Das ist da mehr ein Busch.” Aus den Büschen hat er dann etwas mehr als 3.000 Liter reinen Chenin Blanc geerntet, in seinem Urlaub versteht sich und in großen Tonneaux Fässern ausgebaut. “Pur”, sagt er, “da wird nix geschönt, nix filtriert, das ist Chenin pur. Das liebt man oder man hasst es…”

 

2017 Chenin Blanc de Cutter, Stellenbosch

0,75l 29,50 € -limitiert auf 6 Flaschen pro Kunde- shopping_basket