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Lieblingsweine zum Weihnachtsfest

Weihnachten ist ein Familienfest und deswegen lassen wir im diesjährigen XMAS Booklet unsere Familie ran. Die Kölner-Weinkeller-Familie, die Kollegen, die im Keller stehen und Wein verkaufen, empfehlen Ihnen ihre Lieblingsweine. Weine zum Fest oder Weine, an denen Erinnerungen hängen, Weine zum Essen oder einfach so trinken. All das können Weihnachtsweine sein, wenn sie nur von Herzen kommen.   

 

Andreas Brensing

Jérôme Dehours hat seine eigenen Vorstellungen, wie guter Champagner sein muss. „Terroirbetont“ würde er sagen und das heißt bei ihm, im Norden der Champagne im Marne-Tal, expressiv, knackig und auf jeden Fall mit einem ordentlichen Anteil des selten gewordenen Pinot Meunier. Es ist nicht so, dass Jérôme damit genau meinen Stil getroffen hätte, es ist eher so, dass ich mich langsam in seinen Stil reingetrunken habe und jetzt nicht mehr so richtig davon loskomme. Die Cuvée der Grande Reserve besteht zu gut zwei Dritteln aus Pinot Meunier und ein ganzer Teil davon entstammt, ungewöhnlich genug, einer Solera, in der die Grundweine bis zu 20 Jahre heranreifen dürfen. Das ergibt einerseits einen Wein mit konsequenter Säurestruktur und enormen Biss, andererseits macht die lange Reife ihn unheimlich zugänglich. Für mich ein absolut einzigartiger Champagner, den ich nicht nur zu Fisch und Meeresfrüchten sondern ohne Probleme auch zu einem gegrillten Côte de Boeuf trinken würde. Übrigens: Natürlich biete ich meinen (momentanen) Lieblingschampagner auch Freunden an, die laut önologischer Selbstauskunft „keine Säure“ vertragen und bin dann immer wieder erstaunt, wenn sie dann zu diesem unverhohlenen Cold Climate Prickler meinen: „Wow, der ist aber fein, gar nicht so viel Säure ...“ Gut, nennen wir es Mineralität, Vielschichtigkeit, Spannung, Sex-Apeal oder einfach guten Schampus.“ 

Sommelier Choice Andreas Brensing

Grande Réserve brut (0,75l) 29,00 € statt 30,71 € shopping_basket

 

Aline Schüler

Riesling steht für mich für Vielseitigkeit. Und zwar vor allem, weil der Wein durch Reife so eine starke Wandlung hinlegen kann. Jung ist er geprägt von Frische und Säure und dadurch total trinkanimierend, während er in der Reife mineralischer wird und mehr ins Cremige spielt. Die Fruchtaromatik geht dann auch mehr ins reifere Steinobst. Das alles verkörpert der Idig vollkommen. Die alten Rebstöcke, der biodynamische Anbau und Sophies Philosophie als Winzerin finde ich auch spannend. Den Idig kann man sehr schön mit Essen kombinieren. Ich komme ja aus der Gastronomie und es macht mir total Spaß über Wein in Verbindung mit Essen nachzudenken. Idig geht ganz jung toll zu Austern, mit ein bisschen mehr Reife zu Jakobsmuscheln, weißem Fisch, vielleicht mit Beurre Blanc oder einem cremigen Püree.“ 

Sommelier Choice Aline Schüler

2018 Idig Riesling GG (0,75l) 53,52 € shopping_basket

 

Marco Lindauer

„Jean Gautreau, der über 90 Jahre alte Besitzer von Sociando Mallet, muss ein ausgekochtes Schlitzohr sein. Oder er hat einen beneidenswert guten Riecher für beste Weinlagen. Denn als er 1969 das völlig heruntergekommene Château gekauft hat, krähte kein Hahn nach Sociando. Heute ist das anders, denn seit geraumer Zeit ist bekannt, dass hier absolut erstklassige Weine gemacht werden – spätestens, seit der 1990er in einer Blindprobe des Grand Jury Européen alle Premiers Crus ausgestochen hat. Der 2014er hat jetzt mit ein paar Jahren Reife ein nahezu perfektes Trinkfenster erreicht. Ein klassisches Geschmacksprofil aus diesem ohnehin klassischen Jahrgang und ein feingeistiger Wein, für den ich mich immer wieder begeistern kann.“ 

Sommelier Choice Marco Lindauer

2014 Château Sociando-Mallet (0,75l) 33,05 € im 11+1 Angebot* shopping_basket

2014 Château Sociando-Mallet -Magnum- (1,5l) 66,10 € shopping_basket

 

Sonja Gilles 

„Bei den Weinen von Dorli Muhr finde ich schon allein die Region total spannend. Das nicht so geläufige Carnuntum, das sich zwischen Alpen und Karpaten befindet, hat sehr spezielle klimatische Bedingungen. Die kalkhaltigen Weinberge des Spitzerbergs liegen hier innerhalb einer Hochebene, wo viel Wind geht. Die Böden speichern wenig Wasser und alles ist recht karg. Dorli macht hier vor allem Blaufränkisch, aber auch ein wenig Merlot und Syrah, aus dem dieser Wein reinsortig besteht. Allgemein benötigt Syrah eine recht lange Reifezeit, im Carnuntum muss man das nochmal unterstreichen. Der Wein ist für mich klar im Stil der Alten Welt gehalten, er hat die typische Frucht und Würze, die man von Syrah erwartet, aber er ist auch frisch und mineralisch, was für eine spannende Balance sorgt. Dadurch, dass der Wein unfiltriert abgefüllt wird, hat er auch eine Fülle, die ihn zum Top-Speisenbegleiter macht. Dabei ist es für mich ein Wein, der nicht nur zu Fleisch passt, sondern der mit seiner Mineralität auch Fisch gut begleitet, jedenfalls solange der Fisch etwas intensiver im Geschmack ist und das Gericht insgesamt etwas gegenzusetzen hat. Der Sydhang ist also sehr vielseitig zu kräftig-würzigen Speisen, die aber nicht zu fett sein sollten.“  

Sommelier Choice Sonja Gilles

2016 Sydhang (0,75l) 29,90 € statt 34,12 € shopping_basket

 

Bart Kessels

„Ich fand diesen Wein total reizvoll, als wir ihn ins Sortiment aufgenommen haben. Cabernet Sauvignon, aber dann aus Sizilien? Für mich als Bordeaux-Fan – da spielt die Cabernet ja auch eine Hauptrolle – war das sehr interessant. Und ich war gleich überzeugt, denn der Wein ist fantastisch! „Alte Welt meets Neue Welt“, so würde ich ihn beschreiben. Der Weinberg liegt auf 500 bis 600 Metern Höhe, das bedeutet, es wird nachts ordentlich kühl, auch wenn es tagsüber richtig heiß war. Er hat Terroir und Mineralik und man bemerkt die nächtliche Kälte, aber wegen der Wärme am Tag ist er auch fruchtbetont und hat ganz viel Cassis. Die Tannine sind super eingebunden, den kann man schon jetzt unbesorgt aufmachen. Ich würde sagen, am besten zu gebratenem oder gegrilltem Rindfleisch.“

Sommelier Choice Bart Kessels

2016 Cabernet Sauvignon Vigna San Francesco (0,75l) 32,17 € shopping_basket

 

Hannes Herber

„Hier haben wir es zugegeben zwar mit einem größeren Produzenten zu tun, aber ich mag einfach die Idee, sich um diese Region abseits der ausgetretenen Pfade zu kümmern. Und wenn ich es richtig verstehe, hält sich Álvaro Palacios eher im Hintergrund und lässt seinen Neffen machen. Der Wein ist ein Ortswein und als solcher schon eine echte Hausnummer. Was mir daran gefällt, ist diese Kühle im Wein, diese noble Eleganz. Man muss dazu tatsächlich „burgundisch“ sagen, auch wenn ich das Wort eigentlich überstrapaziert finde. Darüber hinaus ist der Wein auch kräftig und dicht, wir sind aber nicht so fruchtbetont wie etwa beim Pétalos, sondern sind eher kräuterig und blumig in den Aromen. Das ist ein Wein, den ich an den Weihnachtstagen aufmachen würde, wenn man sich etwas gönnen möchte. Außerdem passt er gut zu kräftigem Essen.“ 

Sommelier Choice Hannes Herber

2017 Villa de Corullón (0,75l) 32,90 € statt 38,02 € shopping_basket

 

Frank Böhm 

„Der Wein ist einfach super. Für mich ist er mit jeder Menge Nostalgie verbunden, denn gerade Grünhaus kenne ich aus meiner Jugend. Abtsberg oder Herrenberg, das war eine Religion und für die Restaurant-Gäste mit klassischem Geschmack musste der mindestens zehn Jahre gereift sein. Stammkunden lehnten schon bei der Reservierung ab, wenn der Wein nicht mindestens zehn Jahre alt war: „Wollen Sie mich vergiften?“ Für mich ist aber dieser Wein ein tolles Beispiel, dass sich das Weintrinken geändert hat. Denn wenn der Bruderberg GG bestimmt auch in der Reife wirkliche Größe entfaltet, trinke ich ihn lieber jetzt. Denn durch die Reife wird daraus ein komplett anderer Weintyp. Man muss sich einfach entscheiden, welchen Weincharakter man vorzieht. Ich bin da bei jungem, stringentem Wein, denn wenn man ehrlich ist, die Größe zeigt sich auch jetzt schon, dafür muss ich keine zehn Jahre warten.“ 

Sommelier Choice Frank Böhm

2018 Bruderberg GG (0,75l) 32,17 € shopping_basket

 

Maike Schäfer 

Lageder habe ich ausgewählt, weil hier die biodynamische Philosophie richtig gelebt wird. Alois Lageder ist da ein Vorreiter in Südtirol und ich glaube auch eine Art Querdenker. Der Hof in Margreid hat ein wunderschönes Bio-Restaurant, das „Paradeis“, wo ich schon oft zum Mittagessen war. Und dieser Chardonnay versetzt mich immer dort in die Sonne mit einem schönen Risotto. Das Essen ist phänomenal und alles ist Bio, vieles sogar aus eigener Herstellung vom Gemüsebeet hinter dem Haus. Der Wein selbst ist für einen Chardonnay relativ schlank, er hat durch die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht eine angenehme Frische, dazu eine klare Frucht und durch den Ausbau auf der Feinhefe auch eine schöne Cremigkeit. Das ist einfach ein Wein mit einem super Preis-Leistungs-Verhältnis. Und für mich persönlich ist es auch noch ein gedanklicher Kurztrip in den Innenhof bei Lageder.“ 

Sommelier Choice Maike Schäfer

2019 Chardonnay (0,75l) 9,90 € statt 10,72 € shopping_basket

 

Stefan Heubes

„Auch ein spanischer Wein, bei dem ich das Gefühl habe, hier hat jemand einfach sein Ding durchgezogen, was ich immer richtig gut finde. Das sieht man zum Beispiel an dem Etikett. Darauf stehen die elf Parzellen, von denen die Trauben stammen. Aber weil das spanische Weingesetz so eine Aufzählung der Lagen nicht erlaubt, hat Telmo Rodriguez die einfach dick schwarz durchgestrichen. Und gleichzeitig ist der Wein alles andere als dick und schwarz, sondern wahnsinnig komplex und filigran. Man hat das Gefühl, jede der elf Parzellen trage wirklich ihren Teil zu diesem gesamten Wein bei, trotzdem bleibt alles auch geradlinig. Dazu kommt dann ein tolles, ganz fein eingesetztes Holz. Dieser Wein ist so komplex und fein ziseliert, dass er mich an guten Bordeaux erinnert.“ 

Sommelier Choice Stefan Heubes

2014 Matallana (0,75l) 35,90 € statt 37,92 €shopping_basket

 

Angebote gültig bis 31.12.2020 bzw. so lange der Vorrat reicht.
*11+1 Angebot: 12 Flaschen kaufen, 11 bezahlen   

 

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