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Le Petit Lassolle

Er heisst zwar der "Kleine Lassolle", aber wenn man etwas Schmeichelhaftes und doch Eigenständiges sucht, dann ist er ein ganz Großer. Der Meinung ist jedenfalls der bekannte Food Redakteur Helmut Gote in seinem aktuellen Weintipp im Kölner Stadtanzeiger. "Geschmeidig und mundfüllend, aber auch trotzdem nicht zu weich im Abgang", schreibt er über den Petit Lassolle, den Stéphanie Roussel im der abgelegenen Côtes du Marmandais, südlich von Bordeaux bereitet. Streng nach biodynamischen Methoden und mit so wenig Technik wie möglich entsteht so ein Wein der auf der einen Seite Natur pur ist, andererseits aber auch das erstaunliche Händchen Stéphanies für großartig runde, aber völlig eigenständige Weine zeigt.

Der 2004 Petit Lassolle , mit 9,50 € erstaunlich günstig für einen Wein der mit solchem Aufwand hergestellt wird ist der Einstiegsrotwein Stéphanies. Dann gibt es den Domaine Lassolle , ein Cuvée aus ihren beiden Lieblingsrebsorten, der Cabernet Franc und dem Malbec. Er lässt schon deutlich mehr die Muskeln spielen und betont die Eigenständigkeit der Cabernet Franc Rebe, die im Bordeaux ja leider nur noch in kleinen Mengen verwendet wird. Außer vielleicht bei Cheval Blanc, was ja keine schlechte Referenzadresse ist. Reinsortig Cabernet Franc gibt es dann im Coup franc, einem konzentrierten, fruchtig herben und sehr eigenständigem Wein, der in ganz geringer Menge produziert wird. Der aktuelle Jahrgang 2004 ist leider schon ausgetrunken, aber wir hoffen, das Stépahnie bald den nächsten Jahrgang freigibt.

Petit Lassolle

Aber auch zwei besondere Weissweine werden auf der Domaine Lassolle gekeltert. Semillion ist die Rebsorte die Château d´Yquem seinen besonderen Schmelz verleiht. Das reinsortig trocken auszubauen ist mehr als ungewöhnlich. Wenn man dazu noch weis, dass die sehr alten Reben gerade mal 10hl Ertrag pro Hektar abwerfen, dann könnte man vielleicht Preise wie bei Yquem erwarten, aber eine Flasche vom Plaisir du Semillion kostet gerade mal 9,50 €. Sehr trocken, aber mit wenig Säure, duftig, mineralisch mit feinen blumigen Noten passt er zum Taboulé oder gut gewürzten Fischgerichten. Noch ungewöhnlicher ist der Sauvignon Gris , der als Stammvater des Sauvignon blanc gilt und eigentlich keinen Besonderen Ruf genießt. Was Stéphanie allerdings daraus macht ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich und großartig. Ein Wein für den gilt, man hasst ihn oder man liebt ihn. Im Duft erinnert er an einen Manzanilla-Sherry und an wilden Fenchel. Trocken, mit allenfalls einem Hauch des Sauvignon üblichen Stachelbeeraromas braucht er viel Zeit um sich zu entwickeln. Ungewöhnlich, aber man sollte ihn dekantieren. Ein Wein der unter Garantie unter die Kategorie less ordinary fällt.