Ein Unternehmen der

REWE Group Logo

Johannes Hasselbach neuer VDP-Vorsitzender Rheinhessen

Seit Anfang des Jahres steht Johannes Hasselbach vom Weingut Gunderloch dem Regionalverband Rheinhessen des VDP vor. Sein Vorgänger Philipp Wittmann gehört zu denjenigen Winzern im VDP, die den Terroir-Gedanken und die Klassifikation nach Herkunft des Weines mitgeprägt haben. Im Gespräch mit dem Kölner Weinkeller hat Johannes uns seine Vision für die Zukunft des VDP verraten.

Ein bisschen verspätet, aber herzlichen Glückwunsch zur Wahl als VDP-Vorsitzender!

JOHANNES: "Vielen Dank."

Das hat ja eine gewisse Tradition bei euch in der Familie.

JOHANNES (lacht): "Naja, schon. Seit es den VDP gibt, ist unser Weingut dabei, wir waren damals auch Gründungsmitglied. Da musste ich ja früher oder später ran."

Wenn man mit vielen Winzern spricht, dann ist der Terroir-Gedanke ein unbestritten wichtiges, zentrales Thema für den Weinbau, aber es ist mehr oder weniger auserzählt. Der VDP hat seine Klassifikation, die Winzer stehen dahinter. Was kommt als nächstes?

JOHANNES:"Das ist eine ziemlich große Frage, die man so einfach auch nicht beantworten kann. Aber ich habe natürlich Ideen und Vorstellungen."

Zum Beispiel?

JOHANNES: "Ich hole mal ein bisschen weiter aus… Ich finde, Wein ist ein Kommunikationsmittel. Gar nicht mal, weil Wein Gespräche schmieren kann, sondern, weil er selber etwas ausdrückt und eine Bedeutung transportiert. Es heißt doch oft, dass Wein von seiner Herkunft erzählt. Ich glaube, dass ist nicht nur so hübsch fürs Marketing dahergesagt. Aber Wein kann meiner Meinung nach auch von anderen Dingen erzählen."

Vom Winzer und dessen Persönlichkeit.

JOHANNES: "Unter anderem auch davon. Aber was ich meine, sind auch relevante und komplexe Themen wie Nachhaltigkeit und unsere Reaktion auf den Klimawandel. Denn wenn man sich die vergangenen Jahrgänge, zum Beispiel hier in Deutschland aber auch sonst überall in Europa anschaut, dann ist die Veränderung des Klimas die große Frage der Zukunft. Ich sehe das als mein Thema und ich denke, wir Winzer müssen transportieren, dass wir uns dieser Verantwortung bewusst sind."

Und wie bringst du diesen Gedanken mit dem VDP zusammen?

JOHANNES: "Also erstmal tauschen wir uns im VDP ja miteinander aus. Zum Beispiel leite ich mit Franz Wehrheim zusammen den Nachhaltigkeitszirkel. Darin überlegen wir gemeinsam, wie das Thema im VDP eine größere Rolle spielen könnte. Denn der Traubenadler auf der Flasche hat eine ganze Menge verschiedener Bedeutungen: Qualität, Tradition…"

Und dazu soll noch Nachhaltigkeit kommen?

JOHANNES: "Das könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Weinbau ein Generationenprojekt ist. Wir möchten unsere Weinberge ja im bestmöglichen Zustand an die nächste Generation weitergeben. So passt Nachhaltigkeit auch zu den klassischen Themen des VDP."

 

 

Mehr zum Weingut Gunderloch