Ein Unternehmen der

REWE Group Logo

J.J. Prüm – so traditionell, dass es schon wieder hip ist

Es gab Zeiten, da galt der Satz „gute Weine müssen trocken sein“. Nichts ist weniger wahr als das. Ich würde dem ein „Weintrinker sollen neugierig sein“ entgegenstellen. Wobei man im Falle der Weine von Dr. Katharina und Manfred Prüm ja eigentlich nur etwas wieder entdeckt, was unter Weinkennern die letzten 100 Jahre schon unbestritten als großer Wein galt.

Und wie man das wiederentdeckt! Rund um die Welt erschallt in angesagten Weinbars und gehobenen Restaurants die Bestellung: „Ein Gläschen Kabi bitte!“ Denn, wenn man ehrlich ist, einen besseren Wein, um den Sonnenuntergang in Malibu, die Nacht in New York oder den perfekt angerichteten Lunch in Tokio zu begleiten gibt es nicht. Diese perfekte Frucht-Säure-Balance, bei einem guten Kabi trotzdem ohne jeden Anklang von zu früher Lese, das macht einfach Spaß! Und, unter der Hand: gerade Kabinett-Rieslinge sind an ihrer Qualität gemessen einfach immer noch viel zu billig. Aber der Genießer bestellt, schweigt und schwelgt. Und wenn er bestellt, dann vermutlich einen „Dschäi-Dschäi“, also einen J.J.Prüm.

900x1200_Dr-Katharina-Prum.jpg 1200x775_Das-Weingut-JJ-Prum.jpg

Irgendwie ist der typische Mosel-Wein also total hip und trotzdem ein Geheimtipp. Das war nicht immer so. Als das Weingut J.J. Prüm 1911 gegründet wurde, waren Mosel-Weine auf den Weinkarten der Top-Restaurants weltweit zu finden, und sie waren deutlich teurer als die Weine aus dem Bordeaux oder der Champagne. Das hatte eben auch mit dem einmaligen Stil zu tun, der hier gepflegt wurde. Richtig trockene Weine gab es nur wenige, aber die fruchtigen und restsüßen kamen bei Kennern eben erst nach zehn oder zwanzig Jahren auf den Tisch. Die Verbindung von Frucht, Aromentiefe, wenig Alkohol und fast unbegrenzter Lebensdauer war einmalig. Heute liegt es vermutlich vor allem daran, dass die Weine (eigentlich) zu jung getrunken werden, da noch nicht bekannt ist, wie groß sie wirklich sind.

Dazu kommen die verblüffenden Unterschiede der einzelnen Lagen. Aber während man auf vielen Weingütern nach dem Krieg begann, den Weinen die Frische und die Terroirtypizität abzuerziehen und schließlich bei anderen eine Präferenz für trockenen Ausbau ohne jede Frucht einsetzte, blieb die Familie Prüm einfach stur. Es gab und gibt keine trockenen Prüm-Weine, keine Scheurebe (und auch wenn wir das mal in unserem April-Newsletter anders behauptet haben, keinen Rotwein), es gibt nur Riesling. Bei Prüm ist man den Lagen vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr verpflichtet. Immerhin war es ein Vorfahr, Jodocus Prüm, der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Weinbergen bei Wehlen die Sonnenuhr errichten ließ. Sie ist nicht nur ein Wahrzeichen der Mittelmosel, ihr verdankt auch eine der besten Lagen der Region ihren Namen. Wir vermuten, auch Jodocus wäre begeistert, wenn er heute die Weine der Familie probieren könnte. Denn bei der Familie Prüm ist man immun gegen alle Moden und macht das, was man am besten kann. Erfreulich „altmodischen“ Mosel-Riesling; einen Wein den es halt nirgendwo anders auf der Welt geben kann, was man schon beim ersten Schluck bemerkt. Zum Glück hat das auch die Weinwelt wieder bemerkt und mittlerweile darf man im alten Gutshaus an der Wehlener Brücke die Weine mehr zuteilen als das man sie aktiv verkaufen muss. Eile hat man eh nicht damit. 

770x900_JJ-Prum-Graacher-Himmelreich-Weinberge.jpg 770x900_JJ-Prum-Rieslingtrauben.jpg

 

2017 GRAACHER HIMMELREICH KABINETT

Und auch wenn dieser Kabi der Basiswein das Hauses ist: Das ist viel mehr als ein einfacher Alltagswein! Perfekt gesundes Lesegut ist das Ausgangsmaterial, auch die Lage ist spitze. Einziger Unterschied zu den Topweinen: die Trauben für den Graacher Himmelreich Kabinett werden früher gelesen und die Rebstöcke sind in der Regel jünger. Im Glas trumpft dieser frische und beeindruckend elegante Kabinett aus der bis zu 65 Prozent steilen Graacher Toplage Himmelreich mit Kräuternuancen auf, mit saftiger und dennoch kühler Streuobstfrucht, Melone und rauchiger Schiefernote. Seine zupackende Frische fängt die Fruchtsüße gekonnt auf und das Ganze fügt sich zu einem überwältigend harmonischen, raffiniert-eleganten Trinkvergnügen.

2017 Graacher Himmelreich Kabinett (0,75l) 21,93 €  shopping_basket

 

2017 WEHLENER SONNENUHR SPÄTLESE

Ein wunderschönes Beispiel für den zeitlosen Mosel-Stil ist diese Riesling Spätlese aus dem von Extremen geprägten Jahr 2017. Mit moderatem Alkohol ist sie ein vielseitiger Begleiter, der vor allem zu asiatischer Küche und auch frischerem Käse gut passt. Ihr Nachteil? Sie schmeckt schon jetzt so gut, dass sie ausgetrunken sein könnte, bevor sie in der Flasche reift, bevor der Wein vielschichtiger wird und würzige Reifenoten schließlich die Fruchtsüße umfangen. Ob jetzt oder erst in zehn oder zwanzig Jahren: diese Spätlese ist ein wunderbarer Einstieg in die Welt der fruchtsüßen Prüm-Weine!

2017 Wehlener Sonnenuhr Spätlese (0,75l) 31,19 €  shopping_basket

 

2016 WEHLENER SONNENUHR AUSLESE GOLDKAPSEL

Ein wahrer Klassiker, der dank seiner gerade sehr zugänglichen Fruchtsüße, der expressiven Säure und seiner Lebendigkeit sogar schon jetzt, in frühester Jugend, großen Spaß macht. Allerdings sollten wir diesen Charmeur keinesfalls unterschätzen! Er ist ein wundervolles Beispiel für die große Kunstfertigkeit, mit der man im Weingut J.J. Prüm Wein von Weltklasse erzeugt. Rieslinge, die mit subtiler Lässigkeit und bewusstem Understatement für Furore sorgen und die Jahrzehnte in der Flasche reifen können. Seine rauchigen, mineralischen Noten verdankt dieser Wein seiner Herkunft aus bestem Moselterroir: er kommt aus der von Devonschiefer geprägten, bis zu 70 Prozent steilen Lage Wehlener Sonnenuhr, die sich genau gegenüber vom Weingut über der Mosel erhebt.

2016 Wehlener Sonnenuhr Auslese Goldkapsel (0,75l) 84,81 €  shopping_basket

 

Alle Weine von J.J. Prüm ansehen

 

Angebote gültig bis 02.08.2020, bzw. so lange der Vorrat reicht.