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Inside Bordeaux: Lamproie

Lamproie - NeunaugeDavid Durand Fischer auf der Drodogne"Ferme

“Wenn schönes Wetter ist, fahre ich auch manchmal einfach so mit Freunden und einer Flasche Wein raus”, erzählt uns David Durand, als wir mit seinem Boot gemächlich über die Dordogne fahren. Gegenüber von Saint-Jean de Blaignac liegt die kleine Ferme du Cabestan und David ist einer der letzten Fischer auf dem großen Fluss. Vor allem aber ist er einer der wenigen, die noch die Konzession haben, Lamproie zu fischen. Wobei fischen hier ziemlich irreführend ist, denn die Lamproie – in Deutschland bekannt als Neunauge – ist gar kein Fisch, sondern eine ganz besondere Spezies, die sich in den letzten 500 Millionen Jahren kaum verändert hat.

Dem Dreck moderner Flüsse schien sie aber nicht gewachsen, weshalb sie kurz vor dem Aussterben stand. “Jetzt gibt es wieder mehr Lamproie”, erzählt David, “wir dürfen aber trotzdem nur kleine Mengen und nur im Winter fangen.” Deshalb weckt seine Frau die Lamproie a la Bordelaise, bei der das Blut der Tiere für die Sauce verwendet wird, direkt ein. Und damit die Leute wissen, was es mit der Lamproie auf sich hat, gibt es eine kleine Ausstellung in der Hütte vor ihrem Haus. “Die Lamproie wurde hier schon immer gefischt. Es wäre schade, wenn das eines Tages nicht mehr ginge,” erzählt sie, “sie gehört zur Identität der Menschen an der Dordogne.”

Schön, wenn man Heimat in ein einfaches Rezept packen kann.

Mehr unter www.lamproie.fr/en