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Inside Bordeaux - Cité du Vin

Cite du Vin AussenansichtCite du Vin AussenansichtCite du Vin AusstellungBibliothekAusstellungIn der Ausstellung der Cite du Vin Ausstellung

Ein Museum für Wein. Wie soll denn das gehen, haben wir uns gefragt, sind aber auf Anraten von vielen Winzern aufgebrochen. Man kommt ja auch relativ schnell und günstig mit der Straßenbahn dorthin. Zurück haben wir einen gemütlichen Spaziergang an den neu renovierten und mit frischem Leben gefüllten Kais gemacht. Und es war ein Erlebnis. Erst einmal architektonisch. Die beiden Architekten Anouk Legendre und Nicolas Desmazières haben auf eine klare Symbolik wohltuend verzichtet. Wenn man ihre Statements liest, glaubt man an ein amüsantes Verwirrspiel. Einem alten, knorrigen Rebstock, einem in Glas geschwenkten Wein, einer Karaffe sei das amorphe Gebäude nachempfunden. Auf jeden Fall sieht es aus, als sei es dort hin geflossen, harmonisch und weich. Im Inneren ist es gleichzeitig unübersichtlich und doch irgendwie strukturiert. Ein Bau, in dem man herrliche Ecken, Durchblicke, Winkel und Räume entdecken kann. Es gibt hier Verkostungen, Kurse, ein schönes Bistro, einen spektakulären Weinshop und eine Weinausstellung, das eigentliche Museum, durch das wir nur mal schnell huschen wollten. Wein kann man doch nicht ausstellen. Doch man kann! Und besser würde die Cité den Beinamen Weinkultur-Museum bekommen, denn die Ausstellung mit ihren vielen multimedialen und interaktiven Angeboten ist eine grandiose, spielerische Annäherung an das Thema Wein insgesamt und nicht nur französischen Bordeaux. Da schwatzen Winzer von der Mosel über ihre Lagen, man kann alten Ägyptern dabei zuschauen, wie sie Wein machen, man erfährt etwas darüber, wie Weinpanscherei in Frankreich fast zu einer zweiten Revolution geführt hätte, man kann schmecken und riechen und natürlich Louis de Funès zuschauen, wie er einen 53er Léoville-Las-Cases nur am Aussehen erkennt. Wir haben leider das Mittagessen verpasst, so lange sind wir in der Cité geblieben und haben uns der herrlich spaßigen, leichten, ja hier und da sogar etwas infantilen Ausstellung hingegeben. Und nachher haben wir oben auf der lichtdurchfluteten Spitze des Turms die Aussicht und ein Glas Saft genossen. Wein hatten wir genug auf unserer Reise… Kompliment! So viel Leichtigkeit und Freude hätten wir im Bordelais nicht unbedingt erwartet.

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Das WeingeschäftIn der Panoramabar