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Hermann Dönnhoff – Zur richtigen Zeit in der richtigen Lage

Sei es die Wahl des 2018er Tonschiefer Rieslings zum offiziellen Wein des Mainzer Landtags oder der Rekordpreis für die Magnum-Flasche Trockenbeerenauslese 2015 von der Niederhäuser Hermannshöhle – das Weingut Dönnhoff hat im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, mal wieder auch außerhalb der engen Weinwelt. Das Gut von Cornelius Dönnhoff gehört zum kleinen Kreis, deren Namen man nicht nur kennt, wenn man sich mit Wein beschäftigt. Und das gilt durchaus auch international – besagten Rekordpreis (rund 22.500 Euro) hat immerhin ein Kalifornier bezahlt.

Das Familienunternehmen kann man kaum verstehen, ohne Cornelius’ Vater Helmut Dönnhoff. Als der vor gut 30 Jahren das Familienweingut übernommen hatte, krähte kein Hahn nach Wein von der Mittelnahe. Und Dönnhoff war ein dörfliches, kleines Weingut ohne Renommée. Aber Helmut hatte eine Vision. Und während oder weil viele andere Weingüter in der unmittelbaren Gegend den Glauben an ihre Lagen verloren, konnte sich Helmut einige Filetstücke sichern. Heute verfügt das Weingut Dönnhoff über Reben in zehn Großen Lagen, die auf mehrere Gemeinden verteilt sind und mit denen sich die unheimliche Vielfalt der Nahe halbwegs abbilden lässt.

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Die Geschichte von Dönnhoff ist eng verknüpft mit der Geschichte des Weinbaus insgesamt in Deutschland. Ähnliche Geschichten können viele der heutigen Spitzenweingüter vorweisen, aber selten ist sie so exemplarisch wie bei Dönnhoff. Die unheimliche Vielfalt der Böden an der Nahe, also genau das, was heute klingt wie der Traum eines jeden Terroir-Aficionados, galt zu Helmut Dönnhoffs Anfangszeiten als Fluch. Denn seit der Nachkriegszeit hatte sich der deutsche Weinbau verändert. Man versuchte, mit modernsten Methoden und Maschinen, sowie neuen, ertragreichen Klonen vor allem eines zu erzielen: Masse! Die Weine sollten nach einer neuen, rationaleren Welt schmecken, also möglichst gleich, kontrolliert. Und, weil man damit ja auch noch Geld verdienen wollte, sollten sie viel Frucht haben, etwas Restzucker und gern auch ein bisschen höheren Alkohol, denn der wirkt ja auch als Geschmacksverstärker.

Dass sich die Nahe mit ihrem speziellen Boden, wo alle paar Meter ein anderes Gestein vorherrscht, und ihren vornehmlich schwer zu bearbeitenden Hanglagen gegen diese Agenda der Rationalisten quasi von Natur aus sträubte, liegt auf der Hand. Aber auch in diesen finsteren Zeiten, als Weinproduktion statt -anbau die Regel war, gab es immer auch ein paar Traditionalisten, die an dem festhielten, was wir heute wieder als Qualitätsweinbau kennen. Dazu gehörte auch Helmut Dönnhoff, der nicht nur das Lagenrepertoire des Weinguts erweitert hat, sondern der mit seinem unverstellten Charme unermüdlich im Ausland für seine Weine und die der Nahe insgesamt geworben hat. Denn ganz zu Beginn des Umschwungs hin zu trockenen, terroir-betonten Weinen aus Deutschland, so ehrlich muss man auch sein, war es vor allem der Export, der die Winzer in dem bestätigt hat, was sie getan haben. Der deutsche Weintrinker ist erst relativ spät darauf gekommen, dass der trockene Weißwein mit transparentem Terroir-Bezug vom Dellchen kommen kann, nicht unbedingt vom Montrachet.

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Aber die Zeiten haben sich gewandelt und die Massenweine sind zwar nicht ausgestorben, aber sie stellen kein Ideal mehr dar. Der Herkunftsbezug ist mit dem Cru-System in die Grundlagen des VDP eingeschrieben worden. Helmut hat auf das richtige Pferd gesetzt und sein Sohn und Nachfolger Cornelius führt den Weg schon seit einigen Jahren mindestens genauso konsequent fort. Man könnte sogar meinen, er sei noch stärker darin, die mineralische Ader und die Unverwechselbarkeit der Lagen zu betonen. Die Stilistik des Weinguts mit ihrer absoluten Transparenz ist jedenfalls eher geschärft worden, seit Cornelius die Weine macht.

Dafür sorgt auch die kompromisslose Handarbeit, auf die hier gesetzt wird. Besonders in einem Jahrgang wie 2019, in dem die Erntesaison hindurch das Wetter an der Nahe eher unbeständig war, zahlt es sich aus, von Hand zu lesen und noch einen zweiten Selektionsdurchgang im Weingut zu machen. So konnte trotz der schwierigen Ernte-Umstände die Klarheit der Weine gewährleistet werden. 

 

2019 RIESLING

Wenn man sich einen Namen machen will, braucht man eine gute Visitenkarte, das war schon Helmut Dönnhoff klar. Und weil der Basis-Wein die Visitenkarte jedes Weinguts ist, musste der schon richtig toll sein. Das ist so geblieben. Logisch, je besser die Basis ist, auf der man aufbaut, umso besser ist auch die Spitze. Der Gutsriesling stammt von Trauben bis zu 30 Jahre alter Reben. Die Nahe hat extrem vielseitige Böden: vulkanisches Verwitterungsgestein mischt sich mit Schiefer und Quarzit. Gelesen wird per Hand, Vergärung und Reife finden in Edelstahl sowie großen, neutralen Eichenholzfässern statt. Das Ergebnis ist ein frischer, herzhafter und eleganter Riesling, der sehr anregend und vor allem ausgewogen schmeckt. Perfekt für den alltäglichen Gebrauch.

2019 Riesling (0,75l) 9,65 €  shopping_basket

 

2018 HÖLLENPFAD RIESLING TROCKEN 1. LAGE

Die Lage Roxheimer Höllenpfad ist eine nach Süden ausgerichtete Steillage in einem kleinen Seitental der mittleren Nahe. Roter Sandstein prägt die Böden und die Aromen dieses feinwürzigen Rieslings. So ist der Höllenpfad Riesling elegant und feingliedrig, erreicht immer recht früh eine erste Trinkreife. Jahrgangstypisch ist er in 2018 ungewöhnlich kraftvoll und ausdauernd. Dabei punktet er mit feiner Frucht nach weißem Pfirsich und gezuckerten, milden Pampelmusen. Ein harmonischer Charakter, dem die Feinheiten ins Stammbuch geschrieben sind. Wird noch weiter ausbauen.

2018 Höllenpfad Riesling trocken 1. Lage (0,75l) 19,98 € shopping_basket

 

2018 FELSENBERG „FELSENTÜRMCHEN“ RIESLING GG  

„Da habe ich schon mit Bundespräsidenten drin gesessen“, erzählt Helmut Dönnhoff auf dem Weg am Felsentürmchen. Das Wahrzeichen des Weinguts steht gleichzeitig als sogenannter Gewannenamen, für die ganz exakte Herkunft der Trauben bei diesem Großen Gewächs vom Schloßböckelheimer Felsenberg. Eben von dort, wo im Felsenberg das Türmchen steht. Hier liegen die allerbesten Parzellen, deren Terroir vom nahetypischen Porphyrschiefer geprägt ist. Und diese Herkunft hat es in sich. Auch in 2018 schmeckt man unmittelbar die pure Klasse dieses Weins, der einen sofort in seinen Bann zieht. Cornelius schafft scheinbar spielerisch die perfekte Balance zwischen reifer Frucht, stoffigem Extrakt und bestens eingebundener Säure. Zusammen mit mineralischen Noten des Vulkangesteins kommen Aufforderung und Harmonie in perfekter Manier zusammen. Einfach richtig gut.

2018 Felsenberg „Felsentürmchen“ Riesling GG (0,75l) 36,56 €  shopping_basket

 

Angebote gültig bis 02.08.2020, bzw. so lange der Vorrat reicht.

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