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Es muss nicht immer Champagner sein

Man sagt ihm eine belebende Wirkung nach, auch soll er in so gut wie jeder Lebenslage Gutes bewirken und er macht aus jedem „Anlass“ ein Fest: Champagner ist das Zauberwort. Jener ganz besondere, AOC- und Statuten-geadelte, handgerüttelte und bisweilen sagenumwobene Schaumwein aus Frankreichs gleichnamiger Anbauregion. Ohne die traditionsreiche „coupe de Champagne“ finden in unserem genussfrohen Nachbarland weder Familienfeste noch Businessevents statt. Auch hierzulande offerieren viele Gastgeber feinen Schaumwein als Auftakt eines geselligen Abends. Dass es dabei nicht unbedingt Champagner sein muss, sondern eine Menge hochwertiger und sehr ansprechender Alternativen existieren, spricht sich immer mehr herum. So hat etwa ein handgerüttelter Winzersekt seine Vorzüge, so mancher hat aromatisch gegenüber dem französischen Prickler sogar die Nase vorn. Ebenso wie die italienischen „Bollicine“ (diesen schönen Begriff mit Blubberbrause zu übersetzen wäre zwar nicht ganz falsch, aber dennoch unpassend…) Prosecco und Franciacorta.

Dennoch: Seit uns die Pandemie einen Strich durch die festliche Rechnung gemacht hat, ist hüben wie drüben der Schaumweinabsatz deutlich eingebrochen. Kein Anlass, kein Prickeln im Glas, scheint die so einfache wie traurige Ansage zu sein. Das muss sich schleunigst ändern! Die alten Anlässe sind passé? Dann schaffen wir uns am besten neue, pandemietaugliche!

Und öffnen zur Terrasseneröffnung in Balkonien die wunderbar feinperlige, flaschenvergorene Cuvée Vaux 2017 aus dem Rheingauer Traditionsbetrieb Schloss Vaux. Lokalmatador Riesling trifft hier auf Spätburgunder und Weißburgunder: eine höchst wohlschmeckende Liaison, erfrischend und erfüllt von exotischer Frucht. Das lange Hefelager bringt Tiefe und eine Extraportion Schmelz mit ins Spiel. Und schon wird es mondän auf dem Balkon. Wer es gerne etwas würziger angeht, dem sei Volker Raumlands exklusiv für uns komponierte Spätburgunder-Cuvée ans Herz gelegt. Dieser Jahrgangssekt auf dem Jahr 2014 trägt nicht ohne Grund den schönen Namen „Überschwang“: hier zieht Volker, den manche auch Deutschlands Sekt-König nennen, alle Register seiner Kunst und bringt einen ebenso würzigen wie schmelzigen, einem guten Champagner nicht unähnlichen Sekt in die Flasche. Ein Schaumwein, der zwar „einfach so“ für große Begeisterung sorgt, der aber ebenso gut als Sparringspartner in einem feinen Frühsommermenü punktet. Und damit auf sehr genussvolle Art beweist, wie gut Schaumweine sich als Essensbegleiter eignen.

Dass ihre Rolle längst nicht auf den Aperitif beschränk bleiben muss, stellen auch Caroline Spanier-Gilot und Oliver Spanier mit ihrem Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs unter Beweis. Sie lassen den reinsortigen Chardonnay für mehrere Jahre (!) auf der Hefe liegen und drehen während dieser Zeit regelmäßig die Flaschen, ganz nach Art der klassischen Flaschengärung. So entsteht ein unglaublich eleganter, brillanter und angenehm feinperliger Jahrgangssekt, der herzhafte Fisch- und auch Fleischgerichten bestens begleitet. Machen Sie die Probe aufs Exempel und tasten Sie sich an dieses spannende Thema heran: wir sind uns auf alle Fälle sicher, dass ein mit Liebe zum Detail komponiertes Menü ein hervorragender Anlass für einen Schaumwein aus gutem Hause ist.

 

Text: Andrea Heinzinger