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Elsass am Puls der Zeit

„Wein aus Bio-Anbau, am besten mit biodynamischen Methoden. Wein, der klar seine Herkunft in den Vordergrund stellt. Wein, der perfekt zu einer modernen, leichten Küche mit asiatischem Einschlag passt. Wein, der nicht erst mit einem Containerschiff um die halbe Welt transportiert wurde, sondern einer, der nur ein paar Stunden von meinem Keller entfernt wächst. Vielleicht kann ich sogar mal das Weingut besuchen fahren…“ So in etwa sieht die Wunschliste vieler, besonders der jüngeren Weinliebhaber aus.

Eine der besten Antworten darauf mag zuerst verblüffen: Das Elsass! Tatsächlich werden auf den grob 100 Kilometern des Weinbaugebietes enorm viele Weine produziert, die genau diese Wünsche erfüllen. Nah an Deutschland liegt es sowieso, es beginnt direkt hinter der Grenze zur Pfalz, die Transportwege sind also kurz. Das Elsass ist in Europa derzeit das Weinbaugebiet mit dem höchsten Anteil an biodynamisch produzierten Weinen. Das erste Weingut aus dem Elsass, dass mit Biodynamie begonnen hat, tat dies bereits 1925, dem Jahr, in dem Rudolf Steiner gestorben ist. So schnell macht den Elsässern also keiner was vor, wenn es um Nachhaltigkeit geht.

Die Lagen des Gebiets erstrecken sich auf einem schmalen Streifen von Nord nach Süd am Hang der Vogesen ins Rheintal. Der bewaldete Gebirgszug schützt die Weinberge vor zu viel Niederschlag. Durch die Erosion gibt es extreme Unterschiede in den Böden. Es geht um völlig andere Gesteinsarten, die zum Teil auf sehr engem Raum beieinander liegen. Man kann sich das vorstellen wie ein Mosaik aus Granit, Gneis, Schiefer, Mergel, Kalkgestein und Sandstein in allerlei Variationen. In der Ebene gibt es zudem fruchtbares Schwemmland. Im Elsass befinden sich die besten Lagen im Allgemeinen auf Mergel und Granit.

Traditionell hat man im Elsass versucht, auf jeder Lage alle edlen Rebsorten, also Riesling, Sylvaner, Gewurztraminer und Muscat in allen Graden der Süße auszubauen. Heute hat man sich davon verabschiedet, um genauer auf die Stärken der Lagen und Sorten einzugehen. Die Winzer stimmen die Sorten genau auf die jeweilige Lage ab und entscheiden auch im Vorhinein, ob der Wein trocken oder mit Restsüße ausgebaut wird. Außerdem spielen die frischen Rotweine aus Pinot Noir sowie der Crémant d’Alsace eine stetig wachsende Rolle.

Aber warum Elsässer Weine dem Zeitgeist entsprechen, ist erst erkennbar, wenn man sie sich im Kontext der Küche ansieht. Die Elsässer Küche gilt als eine der klassischen, aber auch eher traditionell eingestellten in Frankreich. Lange wurde hier das Hochamt einer „cuisine“ gefeiert, die sich über ihre lange Historie definiert. Und vielleicht hat man deswegen zu lange die lokalen Weine mit in denselben Topf geworfen. Aber die hocharomatischen, teilweise mit ein wenig Restzucker versehenen Weine passen hervorragend zu asiatischen und indischen Einflüssen moderner Fusion-Küche. Leichte Küche und Elsässer Wein gehen ebenfalls oft eine herausragende, duftige Liaison ein. Versuchen sie zum Tandoori Chicken mal einen Gewurztraminer, zu Dim Sum einen Muscat oder zum Thai Curry einen Riesling. Die Weine sind für den Elsass nicht nur das Tor zur Welt, sondern auch das Tor zur Moderne.

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