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Eine Reise in die Emilia-Romagna

Parma Schinken, Parmesan und der Balsamessig aus Modena sind weltbekannt, aber dass sie aus der Emilia-Romagna kommen, weiß kaum jemand. Der Name der Region ist den meisten nicht geläufig, dabei ist sie eine der reichsten und wichtigsten Italiens. Die Po-Ebene gehört nicht nur zu den fruchtbarsten landwirtschaftlichen Gebieten Europas, es hat sich auch viel Industrie angesiedelt. Ferrari und Lamborghini stehen nur für zwei der vielen bekannten Produkte. Politisch war die Region, wegen der vielen Bauern und der früh einsetzenden Industrialisierung immer eine Hochburg der Kommunisten, und während des Zweiten Weltkriegs der Resistenza. Gleichzeitig wurde hier aber auch der Duce geboren.

Der Wein der Region ist vor allem Massenware. 20 Millionen Flaschen werden jährlich produziert, dies aber zu 90 % unten in der Ebene, wo die Weinfelder auf technische Kompatibilität getrimmt sind. Nur ca. 1.500 der 15.000 Hektar liegen in den Ausläufern des Apennins, wo es überhaupt erst möglich ist besondere Weine zu produzieren, und selbst hier ist der Qualitätsgedanke noch nicht so verbreitet. Dort, wo man aber gute Weine macht, findet man oft ein absolut erstaunliches Preis-Genuss-Verhältnis, denn das Terroir, das Mikroklima und die Sangiovese di Romagna bieten beste Voraussetzungen. Die lokale Varietät der in der Toskana berühmt gewordenen Sangiovese ist übrigens sehr eng verwandt mit dem Brunello-Klon, der international höchste Anerkennung genießt, wie man an den Preisen sieht. Zeit also die Emilia-Romagna und ihre Weine einmal kennenzulernen. Starten wir mit einem Weingut, dass eine echte Entdeckung ist.

Welches Weingut steckt hinter dieser wunderbaren Entdeckung? Das verraten wir Ihnen im nächsten Blogbeitrag. Doch ein paar Tipps für eine Reise in die Region haben wir Ihnen schon jetzt zusammengetragen – für den Fall, Sie möchten einmal selbst die Emilia erkunden …

UNSERE TIPPS FÜR DIE EMILIA-ROMAGNA

Bekannt in der Region ist natürlich die Küste mit Rimini als eine der Party-Metropolen Europas. Wer etwas mehr Kultur und kulinarisch was erleben möchte, dem bietet sich natürlich Bologna als Ausgangspunkt der Reise an, denn hier ist auch ein internationaler Flughafen, der z. B. von Köln aus häufig angeflogen wird.

Modena und Parma sind vor allem für ihre Produkte Essig und Schinken bekannt, für Leute die sich nicht nur für alten Essig, sondern auch schöne Autos interessieren, gibt es in Modena auch noch das MEF, das Museo Enzo Ferrari. Fast unbekannt bei deutschen Urlaubern ist leider der (landschaftlich) schönste Teil der Region, der nordöstliche Teil des Apennins, in dem auch unsere Weingutsentdeckung liegt. Es reiht sich Nationalpark an Nationalpark und kleine gewundene Sträßchen führen rüber in die Toskana, wo es direkt voller und teurer wird. Es gibt kein eigentliches, touristisches Zentrum, aber das macht die Sache umso reizvoller.

Auf jeden Fall sollte man nach Predappio Alta fahren, dem eigentlichen Predappio, und sich auf den schönen, ruhigen Dorfplatz setzen. Dort findet man auch das Cá de Sanzves, das Haus des Sangiovese. Riccardo Mengi zeigt Ihnen gerne den uralten Weinkeller, den er zu einer Art Museum ausgebaut hat, und erklärt Ihnen (auf Deutsch) alle Weine der Region. Barbara Lucchi kocht die herrlich einfache Küche der Region. Ein echtes Gasthaus, in dem man auch einfach nur ein paar Gläser Wein trinken kann. In der Locanda Appenino, an der man als normaler Tourist wahrscheinlich vorbeifährt, geht es etwas edler, aber auch mit herrlich lokaler Küche zu. Wer will bekommt hier zwar auch eine (grandiose) Pizza, aber man sollte eher viel Hunger und Durst für die vielen lokalen Gerichte mitbringen. Alleine die klassischen Fettucine con Ragu sind großartig. Tolle Weinauswahl.

DIE GASTRO-TIPPS IM ÜBERBLICK

CA’DE SANZVES 

Piazza Camillo Benso Conte di Cavour, 47016 Predappio Alta

LOCANDA APPENNINO
Strada Provinciale 9 ter, 57A 47016 Predappio

Beide Restaurants haben sieben Tage die Woche, mittags und abends, geöffnet.

 

HIER FINDEN SIE ALLE WEINE AUS DER EMILIA-ROMAGNA