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Eine goldene Zeit für trockenen Riesling

2019 war kein leichtes Jahr für Winzer

Vergangenes Jahr standen während der Rekordtemperaturen im Sommer immer mal wieder Artikel in den Zeitungen, wie sehr der Wein vom Wetter profitieren würde. Als es dann im September, während der Ernte, zu regnen begann, waren keine solchen Artikel mehr zu finden.

Während der Blüte kam vielerorts noch einmal Frost auf und zerstörte einen Teil der Ernte. Die Hitze im Juni und Juli führte dazu, dass die Reben auf vielen der kargeren Weinberge Trockenstress bekamen. 2018 war bereits ein heißes Jahr, mit dem die Pflanzen erstaunlich gut umgehen konnten, aber 2019 ging vielen die Luft (bzw. das Wasser) aus. Deswegen mussten die meisten Winzer in dieser Zeit die Erträge noch weiter reduzieren und Trauben abschneiden. Im August kamen dann recht kühle Nächte, was den verbliebenen Trauben sehr gutgetan hat. Das Resultat sind nun Weine, die eine tolle Balance aus Frische und reifer Frucht haben. Tatsächlich haben einige Weine analytisch gesehen eine sehr hohe Säure, was sich aber am Gaumen nicht unangenehm zeigt. Aus den vergangenen, heißen Jahren und dem sich bemerkbar machenden Klimawandel haben die Winzer gelernt. Den meisten gelingt es, sich diese veränderten Bedingungen geschickt zunutze zu machen, zum Glück. Tatsächlich leben wir in einer goldenen Zeit für trockenen Riesling.

Jancis Robinson nennt den Jahrgang 2019 den besten des bisherigen Jahrhunderts. Sicherlich wird er als einer der energiereichsten und präzisesten in die Geschichte eingehen. Aber es gibt nicht viel davon, also schnell kaufen, bevor die geringen Mengen weg sind!

 

2018er rote Große Gewächse

Im Rotwein kommt jetzt der 2018er Jahrgang auf den Markt. Hier ging es mehr darum, die Frische, vor allem im Spätburgunder zu erhalten. Die Trauben waren sehr früh reif und die meisten Weingüter haben ebenso früh gelesen, bei Rudolf Fürst in Franken etwa ging die Ernte schon im August los. Die Weine dieses Jahrgangs sind schon früh zugänglich, das warme Jahr macht sich sehr angenehm bemerkbar. Was sich aber noch viel angenehmer bemerkbar macht ist die unglaubliche Präzision, mit der die Top-Winzer hierzulande mittlerweile arbeiten. Das hohe Ziel, Weine auf burgundischem Niveau zu machen, ist von manchen bereits erreicht. Auch wenn das Preisniveau nicht so schnell gestiegen ist, wie die Qualität.

 

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