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Domaine de la Janasse

Der Schein trügt. Man fährt aus dem mittelalterlichen Dorfkern von Courthézon hinaus Richtung Autobahn A7, der Autoroute du Soleil, wie sie auch genannt wird. Kurz vor der vielbefahrenen Straße stehen, versteckt hinter grün überrankten Mauern, ein paar unscheinbare Gebäude. Nur ein kleines Schild weist den Eingeweihten darauf hin, dass hier eine der besten und angesehensten Adressen der Region verborgen ist.

Die Domaine de la Janasse gibt sich bescheiden, fast unscheinbar und man argwöhnt schon, dass das irgendwie Kalkül ist. Ist es aber nicht, die Familie Sabon ist einfach so. Isabelle, freundlich, immer lächelnd, dabei etwas zurückhaltend und genau erklärend und ihr Bruder Christophe, der, sobald er in die Weinberge kommt, wild gestikulierend und in seinem Redefluss nicht einhaltend losläuft. Man merkt, dieser Enthusiasmus ist irgendwie noch jung. Kein Wunder, denn die Domaine de la Janasse gibt es noch gar nicht so lange. Vater Aimé Sabon hat die Weinberge 1967 von seinem Vater übernommen. Damals wurden alle Trauben noch an die örtliche Genossenschaft verkauft und man war Traubenbauer und nicht Winzer. Aber das Châteauneuf war eine aufstrebende Region und Aimé und seine Frau Hélène wollten mehr als nur kleine Genossenschaftswinzer sein.

Erst einmal brauchte man einen Namen für das Weingut, da die Parzelle, in der die meisten der 15 Hektar Reben standen, „La Janasse“ hieß, war der schnell gefunden. 1973 hatte man dann den alten Hof so weit, dass man seinen ersten eigenen Wein machen konnte. Ein stolzer Moment für Aimé und Hélène. Damals war die Weinwelt noch nicht so gut vernetzt, es gab noch keine Punktevergabe und den meisten Wein verkaufte man im eigenen Land. Aber Jahr für Jahr wurde das Châteauneuf auch im Ausland bekannter und so kauften die Sabons Land dazu. Einerseits bewiesen sie dabei ein gutes Händchen, denn man sagt, sie besäßen jetzt einige der besten Weinberge der Region, andererseits führte das Mach- und Bezahlbare dazu, dass sich ihre mittlerweile 90 Hektar auf mehr als 60 verschiedene Parzellen verteilen.

Kein Wunder, das Christophe immer so schnell in den Weinbergen unterwegs ist. 1991 kam er nach seinem Weinbau-Studium dazu, und mit den ersten Parker-Bewertungen stieg auch das Ansehen der Domaine. Zehn Jahre später hatte Schwester Isabelle dann ihr Önologie-Studium beendet und mit dem 2000er und 2001er war man zum ersten Mal unter den Top Ten der Region vertreten. Der Chaupin und der Vieilles Vignes wurden mit 96 bzw. 97 Punkten bewertet. Mit dem 07er Vieilles Vignes gab es dann den ersten 100-Punkte- Wein. Mittlerweile haben Isabelle und Christophe zwar den größten Teil der Arbeit übernommen, aber die Eltern sind immer noch aktiv. Aimé liebt besonders die Arbeit in den Weinbergen und ist glücklich, wenn er mit dem Trecker durch die Rebzeilen fahren kann.

Auf Janasse werden nicht nur die großen und beachtenswerten Châteauneuf gekeltert, ansehen sollte man sich auch die „einfacheren“ Weine. Gute, günstige Weine sind ja immer ein Beweis dafür, dass der Winzer nicht die Bodenhaftung verloren hat und Wein nicht als Luxusgut, sondern als kulturelles Genussmittel ansieht.

 

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