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Die Vielfalt des Moments erleben – Bordeaux erfindet sich neu

Denken Sie an eine Wein-Region, die von Innovation strotzt, deren zentrale Stadt sich in den letzten 15 bis 20 Jahren völlig erneuert hat. Denken Sie an Weine für das hier und jetzt, für den Moment, nicht für „in zehn Jahren“. Denken Sie an historische Rebsorten, mit denen neue, aufregende Weine produziert werden, denken Sie an Rot-, Weiß- und Schaumwein, an eine explodierende Nachfrage nach Rosé…

Und, sind Sie auf Bordeaux gekommen? Die Chancen stehen nicht gut. Denn trotz aller Bemühungen der bordelaiser Winzer hält sich hartnäckig das Klischee, die Region stehe für Opa-Weine, die man als junger Mensch kauft, um sie zum Renteneintritt aufmachen zu können, obwohl man sie sich als junger Mensch dummerweise kaum leisten kann. Dabei sind selbst unter den traditionellsten Grands Crus Classés nicht mehr viele, die unbedingt für Jahrzehnte in den Keller müssen (obwohl es nicht schadet!). Das beste Gegenmittel, um diese Vorurteile auszutreiben ist es aber, den Blick zu weiten und nicht immer nur auf die Spitze der Preispyramide zu schauen. Ein paar Stockwerke weiter unten gibt es enorm viel zu entdecken, besonders für Weintrinker, die sich mit dem klassischen Bordeaux-Stil nicht so recht anfreunden können.

Es gibt Weißweine, die frisch und direkt daherkommen wie eine Meeresbrise am Cap Ferret. Es gibt aber auch Weißweine, die mit ihrer Cremigkeit und toll eingebundenem Holz ganz einzigartig faszinierend schillern. Leichte Rosés der Region machen der Provence Konkurrenz, während traditionelle, kräftigere Clairets eine einzigartige Spielart zwischen Rot und Rosé darstellen. Es gibt Rotweine, die reinsortig aus Sorten wie Malbec oder Petit Verdot gemacht werden und eine aufregende, andere Seite der Region zeigen. Natürlich sind die Winzer genauso unterschiedlich. Von kleinen Familienunternehmen, deren Geschäfte aus dem Wohnzimmer geführt werden, bis hin zu experimentierfreudigen Garagenweingütern geht die Bandbreite. Und selbstverständlich gibt es auch die hochprofessionalisierten, nach Perfektion strebenden Weingüter, die die Spitze der Region bilden. Kurz: es gibt für jeden Moment einen passenden Bordeaux. Sie wollen einen jungen Wein genießen, zum Beispiel im Bistro oder auf der Terrasse? Gibt es! Sie wollen asiatische Küche begleiten oder einen Salat? Warum nicht mit Sauternes oder Entre-Deux-Mers? Zu jedem Moment kann man Bordeaux ausschenken, sobald man den Blick auf das gesamte Bordelais weitet.

Die Weinregion rund um Bordeaux - das muss man sich einmal vor Augen führen - hat eine größere mit Weinreben bestockte Fläche als Deutschland insgesamt. Dass es hier viele sehr, sehr unterschiedliche Stile gibt, sollte eigentlich niemanden wundern. Der Klimawandel, der sich hier immer stärker bemerkbar macht, setzt die Region zusätzlich unter Druck, sich zu wandeln. Alte Rebsorten kehren zurück und erlangen nie zuvor erreichte Höhepunkte und neue Rebsorten wurden zugelassen, die besser mit heißen, trockenen Sommern zurechtkommen. Es wird an Hefestämmen geforscht, die mehr Zucker brauchen, um dieselbe Menge Alkohol zu produzieren, damit der Wein nicht zu schwer wird.

Gleichzeitig sind sich die meisten Winzer ihrer Verantwortung bewusst. Viele Weingüter befinden sich in der Umstellung auf Bio-Anbau, einige arbeiten sogar nach biodynamischen Standards. Ein Siegel des französischen Landwirtschaftsministeriums, HVE, was für "haut valeur environnementale" steht, also für "ökologisch wertvoll", erfreut sich noch größerer Verbreitung. Winzer pflanzen Bäume in ihre Weinberge für mehr Biodiversität und stellen Kästen für Fledermäuse auf, damit diese die Schädlinge jagen. Pferde im Weinberg sind nichts Ungewöhnliches mehr. Manche halten in den Wintermonaten Schafe oder andere Tiere zwischen den Rebzeilen, um die Begrünung abzufressen. "Die untere Hälfte der Traube hat das Kaninchen geholt. Aber ich finde es ein gutes Zeichen, dass es die hier gibt", meinte eine Winzerin lachend.

Bei unserem letzten Besuch in Bordeaux war der Wandel spürbar.

 

2019 PERLE ROUGE

2019 PERLE ROUGE

Château Le Lau, Graves de Vayres

Der Wein von Sylvie hat uns schon immer begeistert, weil er so eine mühelose Eleganz an den Tag legt. Das Terroir der wenig bekannten Region Graves de Vayres am Südufer der Dordogne wird hier präzise, aber auch zugänglich zum Ausdruck gebracht. Im Übrigen ist Le Lau auch noch ein zertifizierter Bio-Betrieb, was den Genuss nur steigert. Ein richtig gastronomischer Wein, der sich zu herbstlichen Gerichten mit Wild toll präsentiert.

2019 PERLE ROUGE (0,75l) 12,90€shopping_basket

 

2019 CHÂTEAU HAUT-BOUTISSE

2019 CHÂTEAU HAUT-BOUTISSE

Château Haut-Boutisse, Saint-Émilion

Das ist schon eine kleine Preis-Leistungs-Sensation aus Saint-Émilion. Ein saftig-aromatischer Wein mit viel zugänglicher Frucht, der zu vielen unterschiedlichen Gerichten ein toller, im besten Sinn unkomplizierter Begleiter ist, den man nicht so schnell satt bekommt. Alarmierend wenig Trinkwiderstand. Der Wein für die Abende mit guten Freunden, die auch schon mal bis in die Morgenstunden gehen können.

2019 CHÂTEAU HAUT-BOUTISSE (0,75l) 15,90€shopping_basket

 

2018 CHÂTEAU CAP DE FAUGERES

2018 CHÂTEAU CAP DE FAUGERES

Château Cap de Faugeres, Côtes de Castillon

Dass man auch aus vermeintlich kleinen Appellationen großen Wein machen kann, zeigt dieser Côtes de Castillon. Viel Merlot mit einer kleinen Würze aus Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon ergeben einen Wein, der viel Charakter zeigt. Eine wunderbare Balance aus üppiger Frucht und präzisem Terroir ergeben einen tiefgründigen Wein, der so viel mehr bietet, als sein Preis vermuten lässt. Für die tiefen Gespräche mit den engsten Vertrauten oder das meditative Selbstgespräch, kurz die besonderen Momente.

2018 CHÂTEAU CAP DE FAUGERES (0,75l) 14,90€shopping_basket

 

2017 CHÂTEAU QUEYRON-PINDEFLEURS

2017 CHÂTEAU QUEYRON-PINDEFLEURS

Château Queyron-Pindefleurs, Saint-Émilion

Darf man einen Wein schon nach zwei Jahren als Klassiker bezeichnen? Der 2016er hat uns und unsere Kunden begeistert und der Nachfolgejahrgang ist genauso großartig, in seinem Ausdruck des „klassischen“ Jahrgangs aber etwas schlanker und feiner als sein Vorgänger. Chantal und Peter haben einen präzisen Terroir-Wein geschaffen, der pures Saint-Émilion zeigt. Perfekt für einen entspannten Abend mit einem guten Buch.

2017 CHÂTEAU QUEYRON-PINDEFLEURS (0,75l) 27,90€shopping_basket

 

Bordeaux Momente