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Der Geist des Chevalier

Ganz im Westen von Léognan liegt versteckt hinter einem dichten Wald eines der interessantesten Weingüter des Bordelais. Die Domaine de Chevalier wurde erst Anfang des 19 Jahrhunderts gegründet ein klassischer Mischbetrieb mit Land- und Forstwirtschaft und etwas Weinbau. Die Qualität muß jedoch so gut gewesen sein, das die Domaine, damals noch unter der mundartlichen Bezeichnung "Chivaley" international bekannt wurde. Aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Weinbau zur Haupteinnahmequelle der Domaine und die Weinbergsfläche behutsam erweitert.

Als 1983 Olivier Bernard das Weingut übernahm, hatte man gerade eine etwas schwärzere Phase und so war für den 23 jährigen Bordeaux-Newcomer einiges zu tun. Die Weißweine galten nach wie vor als Weltspitze, doch bei den Roten waren die Meinungen gespalten. Als erstes machte er, zusammen mit dem großen Emil Peynaud, einen genauen Plan, welche Weinberge wie zu benutzen seien. Einiges musste neu bestockt werden, etwas Land ließ man brachliegen, gewann an anderer Stelle aber auch dazu. Auch in den Keller investierte Oliver viel, so dass man seit Mitte der 90er über einen sehr modernen Keller verfügt dem ausschließlich mit Schwerkraft gearbeitet wird. Der Wein soll so schonend wie möglich behandeltwerden. Das Hauptaugenmerk Oliviers liegt aber nach wie vor auf den Weinbergen und strenger Selektion. Logisch, das es irgendwann zu einem Zweitwein kam, von jüngeren Rebanlagen und den Partien, die nicht dicht und kraftvoll genug sind für einen großen Chevalier. Doch auch der Esprit, soll die Typizität und Kraft der Chevalier Weine repräsentieren und so selektioniert Olivier noch stärker und alles was nicht seinen Ansprüchen entspricht wandert in einen Wein, der nicht mehr den Namen des Weingutes trägt.


Olivier Bernard

Der weiße Esprit wird nur in äußerst geringen Mengen erzeugt. Gerade einmal 15.000 Flaschen sind es in guten Jahren. Aus 70% Sauvignon blanc und 30% Semillion, wird der Wein behutsam direkt abgepresst und nicht weiter mazeriert. Die Gärung findet in Holzständern statt und, erstaunlich genug für Frankreich, es wird kein biologischer Säureabbau eingeleitet. Das erhält die frische und lebhafte Säure und gibt auch dem Zweitwein eine lange Lebensdauer. Der behutsame Ausbau in nur zum kleinen Teil neuen Barrique, erhält die feinen Fruchtnuancen. Wer es einmal mit den großen weißen des Bordelais probieren möchte sollte unbedingt hier anfangen. Der Jahrgang 2000 zeigt sich jetzt sehr fein und ist das Paradebeispiel für einen reifen Chevalier, 2002 beginnt gerade sich zu öffnen und harmonische Frucht mit einer immer noch lebendigen Säure zu paaren. Der jüngste in der Runde, der 04er ist noch frisch und, nach einiger Belüftung, eine grandioser Aperitif.

Auch von dem roten Zweitwein werden keine großen Mengen erzeugt, maximal 80.000 Flaschen. Cabernet Sauvignon, Merlot und etwas Cabernet franc bilden die Cuvée. Die Fermentation findet in Edelstahltanks statt um im Wein die Frische und Frucht zu erhalten. Eigentlich wird nur wenig anders gemacht als beim großen Chevalier, aber während dieser oft zehn bis fünfzehn Jahre braucht um sich zu entwickeln, ist der Esprit nach fünf bis zehn Jahren perfekt trinkreif. Der 2000er ist ein Klassiker, der jetzt großartigen Bordeauxgenuß bietet. Der 03er ist jahrgangstypisch von weichen und reifen Tanninen geprägt, dabei kraftvoll, aber nicht schwer oder alkoholisch. Ein toller Wein zur geschmorten Lammkeule. Der  Folgejahrgang zeigt wieder viel Frucht, ist etwas schlanker und leichter als 03 und deshalb auch jetzt schon sehr offen.

Bisher waren die tollen Zweitweine der Domaine de Chevalier in Deutschland kaum vertreten. Wir freuen uns deshalb besonders, das Olivier Bernard persönlich kommt um auf unserem Winzertreff am 09. November seine Grand-Cru, aber auch die besonders preiswerten Esprit-Weine vorzustellen.


Bis Ende November bekommen Sie noch alle Esprit Weine bei uns im 11+1 Angebot, so lange der Vorrat reicht.