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David gegen Goliath: Mosel

Spielregeln von „David gegen Goliath“
In unserer Rubrik “David gegen Goliath” treten jeweils zwei Weine “gegeneinander” an: “große” gegen “kleine”, kostspielige gegen günstige Weine oder berühmte gegen unbekannte Weingüter, wobei interessanterweise immer davon ausgegangen wird, dass sich die Bekanntheit auch auf die Qualität des Weins auswirkt. Auf den ersten Blick hat also einer klar die Nase vorn. Auf den zweiten Blick stellt sich (wie meinstens) heraus, dass man doch gar nicht so leicht einen Sieger feststellen kann. Zum Glück gibt es bei Wein nicht nur Sieg, Niederlage und Unentschieden wie im Fußball, sondern auch die beste aller Lösungen: sowohl als auch!

Isotonisch und dynamisch

Vier Schleifen der Mosel trennen das Weingut Grans-Fassian vom Weingut Markus Molitor. Nur etwa 25 Kilometer liegen dazwischen, und Gemeinsamkeiten gibt es mehr als genug. Der große Unterschied liegt in der Bekanntheit. Markus Molitor ist eine der Ikonen des Deutschen Weins, sein Name ist bekannt, egal ob in New York, Hong Kong oder Berlin. Das gilt für Gerhard Grans nicht so unbedingt. Dabei sind beide Meister des klassischen Riesling Kabinett.

Der Riesling Cuvée 9 ist ein typisch moselaner Wein, feinherb und mit wenig Alkohol, eben den namensgebenden neun Prozent. Mit seiner fein gesetzten, diskreten Süße balanciert er wunderbar die Leichtigkeit, Frische und Frucht aus. Ein genialer Erfrischungswein mit Aromen von Pfirsich und Aprikose, der perfekt zum Sommer passt und ein unkompliziertes, brilliantes Trinkvergnügen bietet.

Der Kabinett von Markus Molitor geht in eine ähnliche Richtung. Hier trifft feinsaftige Rieslingfrucht auf erfrischende Trinkanimation. In jugendlicher Manier duftet er begeisternd nach gelben Äpfeln, frisch geschnittenen Limettenspalten und Holunderblüten. Am Gaumen spielt er dann zupackend zwischen saftiger Aromenfülle und energetischer Säureader. Seine dezente Fruchtsüße ist perfekt integriert. So bleibt er anhaltend lang am Gaumen ohne je aufdringlich zu werden. Wir können und wollen uns gar nicht entscheiden, welcher dieser beiden Weine besser ist. Beide sind echte Paradebeispiele für leichte Mosel-Weine.

KABINETT-STIL

Kabinett ist in Deutschland die erste von sechs Prädikatsweinstufen innerhalb des Qualitätsweinsystems und bedeutet unter anderem, dass die Trauben bei einem bestimmten Mostgewicht (vereinfacht: Zuckergehalt) gelesen werden, wodurch relativ leichte Weine entstehen. Nur neun Prozent Alkohol sind für einen Kabinett nicht ungewöhnlich. Oft sind Kabinett-Weine mit einer gewissen Restsüße ausgestattet, die im Idealfall mit der Säure der Traubensorte, etwa bei Riesling, ausgeglichen werden. Die Kombination aus Leichtigkeit und isotonischer Restsüße ergibt einen Wein, der gut gekühlt gerade im Sommer toll erfrischt.  

 

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