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Das Italien Wochenende

Bella Italia hieß es die letzten beiden Wochen im Kölner Weinkeller.

Gestartet haben wir am 10. Oktober mit einer besonderen Raritätenverkostung in unserer Schatzkammer. Aus dem Jahrgang 2003 standen im ersten Flight der Ghiaie della Furba von Capezzana, der Siepi von Fonterutoli und einer der besten Supertuscans, der Ornellaia, zur Verkostung. Dann gab es jeweils aus den Jahrgängen 1993, 1999 und 2000 zwei Weine der Antinori-Familie Guado al Tasso und Solaia. Zum Abschluß dann einer der Top Jahrgänge der Toskana, 2004. Nambrot der Tenuta di Ghizzano, Sassicaia und als einziger nicht "Supertuscan" der Vino Nobile de Montepulciano Grandi Annate von Avignonesi.

Erstaunlich war, wie sich die günstigeren Weine schlugen und wie sich der 93er Guado al Tasso, einer der ersten Jahrgänge, noch gehalten hatte. Die einhellige Meinung war, dass Nambrot und Ghiaie, beide weit unter den sonst für Supertuscans fälligen Preisen, die eigentliche Entdeckung des Abends waren. Viele Weinfreunde hielten den Nambrot im letzten Flight sogar für den Sassicaia. Wie übrigens auch den Grandi Annate, der mit seinem unglaublichen Veilchenduft so manchem den Kopf verdrehte.

Eine Woche später ging es dann in das beste italienische Restaurant Kölns: Alfredo.

Roberto Caturan kocht auf höchstem Nievau und ohne jede Schnörkel, klar und aromatisch. Das Menü lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen:

Trilogie von Langostinen, Jacobsmuscheln und Oktopus
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Minestra di pane mit gebratenem Kalbsbries
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Steinbutt mit Pfifferlingen im Kräutersud
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Lammschulter und ?rücken mit Creme von Butternußkürbis
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Amarettini -Küchlein mit Pinienkerneis und süßem Pesto

Dazu war aus der Toskana Emanuela Stuchi, die Inhaberin der Badia a Coltibuono, angereist und stellte ihre Weine vor. Gerade als einiziger "einfacher" Chianti Classico des Jahres, mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet wurde der 2006 Badia a Coltibuono. Ein großartiger, sehr dichter und doch nicht schwerer Wein.

Natürlich gab es auch die Riserva und den etwas moderneren Sangioveto, aber einer der Höhepunkte war eine 28 Jahre alte Riserva aus der Schatzkammer. 1970 Chianti Classico Riserva Storia! Typisch Sangiovese mit animierender Säure, aber wunderbar eleganten herbstlichen Früchten ein ganz feiner, gereifter Wein.

Am Samstag waren dann 180 Weinfreunde zu Gast im Weinkeller um mehr als 100 italienische Spitzenweine zu verkosten und auf den Seminaren einige Winzer näher kennen zu lernen. Natürlich präsentierte Emanuela Stucchi die Kollektion von Badia a Coltibuono in der Schatzkammer, aber auch Martin Kronenberg der mit seiner Frau das Weingut Brancaia leitet war kurzerhand aus Italien eingeflogen, um seine Weine auf einem Seminar zu präsentieren. Den Abschluß machte dann Santo die Raimondo mit einem besonderen Seminar, die edlen Grappe der Distilleria Berta gab es zu verkosten.

Ein würdiger Abschluß unserer Italien-Wochen.