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Château les Valentines – Nicht nur Rosé

Die Provence, das ist doch tiefblau glitzerndes Meer, im Sonnenlicht weiß schillernde Hügel, alte Dörfer mit lila leuchtenden Lavendelfeldern vor dem Ortseingangsschild, sonnentrunkene Landschaften, durch die der Geruch von Thymian und Rosmarin unter einem ewig blau strahlenden Himmel mit glücklichen Bewohnern darunter zieht.

Wahrscheinlich hatten Gilles und Pascale Pons auch dieses Bild im Kopf, als sie Ende der 80er Jahre nach einem Ferienhaus in der Provence Ausschau hielten. Wer unter diesem Himmel sitzt, dem macht es auch nichts aus, wenn der Wein, den er trinkt, nicht vom Besten ist. So war es nämlich in den 80er Jahren um die meisten Rosé-Weine in der Region bestellt. Rosé, das war nur was für Winzer, die aus ihren Trauben keinen vernünftigen Roten bereiten konnten oder die ihren Weißen irgendwie „aufwerten“ wollten. Oft genug schmeckte er auch genauso, und da für diese Weine und vor allem im Urlaub auch niemand bereit war, ein paar Franc mehr auf den Tisch zu legen, schloss sich der Teufelskreis und kaum ein Winzer hatte Interesse daran, bessere Rosé-Weine zu machen.

Aber in den 80ern änderte sich auch das Bild. Es gab ein paar wenige Weingüter die anfingen gute, sogar sehr gute Rosé zu bereiten. Und sie berechneten dafür selbstbewusst stolze (manch ein Kollege meinte sogar absurde) Preise. Und das Erstaunliche war, die Leute bezahlten sie. Nicht nur in den immer zahlreicher werdenden Spitzen-Restaurants der Region, auch im fernen Paris, wo man sich bei einem Glas Spitzen-Rosé aus dem hektischen Alltag der Großstadt unter den blauen Glückshimmel der Provence wünschte.

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Zu dem Haus, dass Gilles und Pascale schließlich kauften, gehörten auch ein paar Hektar Weinberge. „Nicht besonders viel Wert“, so erinnert sich Gilles, „denn natürlich ging alles an die Genossenschaft und die zahlte nicht viel.“ Für Spekulanten war das Land auch ungeeignet, denn Rebfläche in Bauland umwandeln durfte man schon längst nicht mehr. Die Gemeinden hatten aus dem Bauboom der 70er Jahre gelernt und waren vorsichtiger geworden. An der Küste gab es schon genug Apartment-Parks mit dem Charme von NVA-Erholungsheimen und in den Hügeln Villen, deren Swimmingpools immer schwerer zu füllen waren. „Trotzdem“, erzählt Gilles, „war das Haus erstaunlich günstig damals. La Londe war scheinbar nicht hip, ein paar Kilometer weiter sah das schon anders aus. Da hätten wir uns vielleicht die Weinberge, aber nicht das Haus leisten können.“

In den ersten Jahren probierten die Pons die meisten Weine der Region. „Wenn man schon hier ist und gerne Wein trinkt, sollte man natürlich auch lokal verkosten.“ Die Unterschiede waren groß und wirklich gute Weingüter gab es nicht viele. Also reifte bei Gilles eine Idee. Immerhin hatte er zehn Hektar Reben. Warum nicht ganz in die Provence ziehen und Winzer werden, nicht als Hobby, sondern richtig. Gilles drückte erst noch einmal die Schulbank, Uni, Winzerlehre.

Und er kaufte so ziemlich alle provenzalischen und später dann auch nicht-provenzalischen Rosés zusammen, derer er habhaft werden konnte, und fing systematisch an, zu verkosten. „Uns war klar, dass der Rosé unser Aushängeschild werden würde, denn Mitte der 90er gab es einen richtigen Boom“. Der bis heute anhält, können wir hinzufügen. Mit den besser werdenden Weinen merkten die Leute auch, dass es sich lohnte etwas mehr Geld auszugeben und, dass die guten Rosé eben auch perfekte Begleiter zu mediterraner Küche waren, die in den Restaurants rund um die Welt auch ihren Siegeszug antrat. In den 80er Jahren warnte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung noch vor dem Genuss von kaltgepresstem Olivenöl. Nicht nur kulinarisch ein ziemlicher Irrtum , wie sich herausstellen sollte. „Wir müssten damals noch lernen, dass man nicht einfach Trauben ernten kann um dann erst festzulegen, ob das mal ein Rosé oder Roter werden soll“, erklärt Gilles, „die Entscheidung muss man ganz am Anfang treffen. Am besten schon bei der Auswahl der Weinberge und der Reben die man darauf pflanzt.“

Gilles konnte diese Entscheidungen alle sehr bewusst treffen, denn er vergrößerte seine Rebfläche sukzessive von den anfänglichen zehn Hektar auf vierzig und ganz konsequent stellte er auf biologische Produktionsweise um. „Dass wir das so machen würden war von vornherein klar“, erzählt Pascale, „schließlich war das jetzt unser zuhause und hier sollten ja auch unsere Kinder aufwachsen. Wir kannten die Bilder von totgespritzten Weinbergen zu Genüge, das wollten wir nicht.“ Auch bei den vielen Verkostungen hätten sie, ergänzt Gilles, immer das Gefühl gehabt, dass ihnen die biologich angebauten Weine besser gefallen haben. 1998 gab es den ersten Jahrgang vom Valentines Rosé, „Ach, was war ich stolz“, meint Gilles lachend, „aber dann haben wir wieder hin und her verkostet und dann habe ich überlegt, ob ich den überhaupt so verkaufen will ...“ Gute Weine entstehen nicht einfach so, aber er muss damals schon unter den Besseren gewesen sein, denn ein großer französischer Weinhändler kaufte fast die gesamte Partie.

 Jetzt, mehr als 20 Jahre später, hat Gilles zu seinem eigenen, besonderen Stil gefunden und den möchten wir mit spektakulär lässig beschreiben. Wenn wir uns die Weinberge ansehen, den Keller, wenn wir hören, was Gilles wie macht, dann wissen wir, das ist alles harte und vor allem extrem präzise Arbeit. Aber wenn er davon erzählt, dann klingt es, als sei Les Valentines immer noch ein Ferienhaus und er würde den Wein gerade mal für sich und seine Freunde machen. Wenn wir die Weine verkosten (und nicht nur den Rosé), dann schmeckt man all diese Präzision, die Tiefe, die Vielschichtigkeit, die großartige Finesse, also genau den Wein, den er sich damals wohl erträumt hat, aber all das ist mit einer herrlich hedonistischen Leichtigkeit verbunden, die einem ewig in tiefem Azur leuchtendem Himmel entspricht unter dem glückliche Menschen gerne ein Glas Rosé trinken.

 

2019 CHÂTEAU LES VALENTINES BLANC

Wer aus der Provence nur Rosé trinkt verpasst einen grandiosen Weißwein! Was für eine Eleganz, was für eine Finesse, was ein Trinkspaß! Und weil ich unbedingt noch ein drittes Ausrufezeichen hinter diesen Wein, der viel zu oft übersehen wird, setzen will, was für ein genialer Begleiter zu provenzalischen Fischgerichten! Ugni blanc, Vermentino und Clairette sind die drei klassischen mediterranen Rebsorten, die man viel öfter in solch kristallklarer Schönheit im Glas haben möchte. Ein Hauch von rosa Grapefruit, etwas Zitrus, Lychee, typisch Provence durchwebt von wildem Fenchel, weißen Blüten und dem Duft von Akazien. Ein südlicher Wein mit erstaunlicher Frische und einer eleganten Würze. Der Beweis, dass große Weine weder anstrengend noch besonders teuer sein müssen, leider nur gibt es nicht allzu viel davon, denn die Provence ist halt ausschließlich rosé. Welch ein Irrtum!

2019 Château Les Valentines blanc (0,75l) 12,50 € statt 13,55 €shopping_basket

 

2019 CHÂTEAU LES VALENTINES ROSÉ

Unser erklärter Lieblings-Rosé, denn er schmeckt nicht nur unter der südlichen Sonne, sondern auch im November im grauen Köln. Leicht, duftig, aber eben auch mit einer gehörigen Portion Ernsthaftigkeit und einer tiefgehenden Aromatik kommt er daher. Cinsault, Grenache, Syrah und Mouvedre sind die typischen Rebsorten der Region und werden von Gilles Pons speziell für den Rosé angebaut. „Das Rosé machen beginnt schon im Weinberg“, sagt er, und wenn man seinen Valentines schmeckt glaubt man das sofort. Die sensationelle Frische, die leicht herben Tannine, die Aromen von Himbeeren, Kirschen, Orangeblüten, Grapefruit, Thymian und Rosmarin begeistern und versetzen einen sofort in die Provence. Es gibt wenige Weine, die so universell für die mediterrane Küche einsetzbar sind. Eine klassische Bouillabaisse, es gibt wahrscheinlich kaum was Besseres dazu. Ein Seewolf mit Fenchel, perfekt die Frucht dazu, ein paar Makrelen vom Grill lieben die leichten Gerbstoffe und die präsente Frische. Lammkoteletts mit ein paar Rosmarinkartoffeln, da bildet die Frucht einen perfekten Kontrast. Ein Wein, von dem man immer ein paar Flaschen gekühlt haben sollte.

2019 Château Les Valentines rosé (0,75l) 12,90 € statt 14,52 €shopping_basket

 

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Angebote gültig bis 22.11.2020, bzw. so lange der Vorrat reicht.      

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