Ein Unternehmen der

REWE Group Logo

Château le Lau – Pure Eleganz

Das kleine Schloss unten an der Dordogne ist ein echtes Schmuckstück. Der berühmte Victor Louis hat es einst entworfen, und wenn man es mit seinem berühmtesten Bauwerk, dem monumentalen Grand Théâtre in Bordeaux vergleicht, finden wir es in seiner bescheidenen, zeitlosen Eleganz fast gelungener. Vielleicht war der Bau auch der eigentliche Grund, warum Sylvie Plombie ihr kleines Modelabel in London aufgegeben hat und zurück nach Bordeaux gekehrt ist, denn die Zukunft des Gebäudes, dass schon seit längerem ihrer Familie gehört, war ungewiss.

„Wein wurde hier nicht gemacht“, erzählt sie uns, „die Weinberge waren zwar bewirtschaftet, aber in einem schrecklichen Zustand.“ Graves de Vayres? Wer kennt die Appellation schon. Die gerade einmal 700 Hektar besitzen zwar schon seit 1937 den Status einer AOC, aber die ungefähr 30 Winzer haben immer im Schatten der ganz großen Namen aus dem Médoc oder dem schräg gegenüber liegenden Saint-Émilion und der riesigen Mengen im direkt südlich angrenzenden Entre-Deux-Mers gestanden. Umso erstaunlicher, dass Sylvie sich 2012 an die Arbeit gemacht und angefangen hat, die zwölf Hektar Weinberge nicht nur wieder in Form zu bringen, sondern auch auf biodynamischen Anbau umzustellen. Sie lächelt verlegen, „in meinem Garten habe ich ja auch nie Chemie benutzt, warum sollte ich das in den Weinbergen tun?“

1200px_Chateau-Le-Lau-an-der-Dordogne.jpg

Sie nimmt es offenbar gelassen hin, dass es aus dem Jahrgang 2017, dem ersten, der die Zertifizierung tragen dürfte und erst ihr insgesamt vierter, nur eine Handvoll Flaschen geben wird. Man sollte sich also rechtzeitig mit dem hervorragenden 16er eindecken. Sylvies Interpretation des besonderen Terroirs von Graves de Vayres ist nämlich von betörender Eleganz. Wie es der Name schon sagt herrschen hier, wie in der berühmten Appellation Graves südlich der Stadt Bordeaux, kieselhaltige Böden vor. Aber ihre Weinberge liegen alle auf den abfallenden Hängen zu einem kleinen Flusslauf hin. Für das Bordeaux ungewöhnlich: echte Weinberge. Hier steht ausschließlich Merlot, die meisten Rebstöcke mehr als 50 Jahre alt. Zum Glück hatte lange niemand Interesse, etwas Neues zu pflanzen. Ausgebaut wird das alles sehr minimalistisch in einer alten Scheune einige Meter hinter dem Schloss. Für einen repräsentativen Keller fehlt nicht nur das Geld, er hätte im kleinen, mit alten Bäumen bestandenen Schlosspark auch gar keinen Platz. Erstaunlich ist, was dabei herauskommt, denn wenn man Bordeaux in elegant zu einem bezahlbaren Preis probieren möchte, kommt man an Sylvies Weinen gar nicht vorbei. In einer Region, in der immer noch einige Châteaux harte, unreife Tannine oder plakatives, vanilliges Holz mit dem Begriff „Typizität“ belegen, sind die beiden Weine von Le Lau ein echtes Erlebnis. Sowohl der große Perle Noir, als auch der kleine Perle Rouge sind nämlich einfach tiefenentspannte, extrem feinsinnige Merlots. Da ruckelt nichts, da gibt es keine Ecken und Kanten, das ist alles eine Fülle des Wohlgeschmacks ohne irgendwie eindimensional zu wirken.

 

2016 PERLE NOIRE

Der Perle Noire ist der Grand Vin von Château Le Lau und das ist wörtlich zu nehmen, denn Sylvie Plombie scheint für ihn jede einzelne Beere anzuspornen ihr Bestes für eine pure Eleganz zu geben. Die mehr als 50 Jahre alten Merlot-Reben stehen auf einer Anhöhe hinter dem Château. Hier scheint vor Jahrzehnten ein besonderer Klon gepflanzt worden zu sein, denn eigentlich stehen die Reben zu weit auseinander und die Stöcke sind eher niedrig und recht dick, „Aber“, meint Sylvie, „der Ertrag ist hier immer auf natürliche Weise niedrig und die Trauben sind extrem fein. Also warum sollte ich hier was Neues pflanzen.“ Offensichtlich vertragen sich Terroir und die eher großzügig gepflanzten Reben hervorragend. Durch den dunklen, teils rötlichen Lehm kommen überall die Graves, die großen Kieselsteine, die während der Eiszeit Hügel gebildet haben, hindurch. Ein sehr karges Terroir, und da der Fluss sehr weit unten liegt, müssen die Reben lange Wurzeln entwickeln, um auch in trockenen Jahren an Grundwasser zu kommen. Der Wein, der hier entsteht, kann sich mit einigen der bekannten Namen der Nachbarregionen messen. Superelegant, mit schmeichelnder Frucht, ganz feinen Röstnoten vom dezenten Barrique-Einsatz und einer beeindruckenden Länge.

2016 Perle Noire (0,75l) 16,90 € statt 19,40 € shopping_basket

 

2017 PERLE ROUGE

Die „rote Perle“ den kleinen Bordeaux von Sylvie Plombie zu nennen, würde ihm einfach nicht gerecht werden, denn angsichts der tollen Eleganz und tiefgründigen Frucht, die er bietet, ist er einfach ein großer Wein. Sylvie keltert ihn aus ihren jüngeren Rebstöcken und den Parzellen, die etwas mehr Frische in den Wein bringen. „Frische und Frucht in Eleganz“, meint Sylvie, „daher kommt der Wein auch nicht ins Barrique. Das ist sehr puristisch, aber meine Bordeaux, stehen ja ohnehin eher auf der eleganten Seite, und da würden Eichennoten schnell kitschig wirken.“ Gerade in 2017 ein Bordeaux für Burgunderfans, denn die animierende Frische des Jahrgangs hat sie perfekt eingefangen. Das wirkt saftig mit einer trinkfreudigen Leichtigkeit und präzisen roten Früchten. Super zum gegrillten Perlhuhn, einem geschmorten Rindfleischeintopf oder zum Käse.

2017 Perle Rouge (0,75l) 10,90 € statt 12,57 € shopping_basket

 

Alle Weine von Château Le Lau ansehen

 

Angebote gültig bis 22.11.2020, bzw. so lange der Vorrat reicht.  

1200x250_BannerBlog_TasteFrance.jpg