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Château d’Yquem – Neuer Jahrgang 2017

Château d‘Yquem ist ganz klar das berühmteste, bedeutendste Weingut im Sauternes-Gebiet. Womöglich werden hier die besten Süßweine der Welt erschaffen, die in ähnlicher Güte höchstens noch in den großen, deutschen Weinregionen wachsen. D‘Yquem hat eine Jahrhunderte alte Geschichte, selbst in Thomas Jeffersons Memoiren werden die Weine von „Diquem“ als die besten aus Sauternes gelobt. Natürlich ist es nicht so, dass man sich auf der langen Tradition ausruht. Die Arbeit auf dem Weingut wird nach wie vor vom Streben nach der höchsten Qualität geleitet. Die Rebstöcke werden aus den eigenen, uralten Sémillon- und Sauvignon-Blanc-Stöcken nachgezüchtet. Aber den größten Effekt dürfte es wohl haben, wie hier gelesen wird. Denn jede Parzelle wird in mehreren Lesegängen abgeerntet, wobei nur die optimal reifen Trauben ausgewählt werden.

Im Jahr 2017 kam dem Château d‘Yquem mal wieder sein hervorragendes Mikroklima zugute. Frostschäden, wie sie sonst das Anbaugebiet heimsuchten, gab es hier gar keine. Die Botrytis, die hier im Sauternes-Gebiet den Weinen ihre unnachahmliche Komplexität verleiht, war wie im Bilderbuch. Weil man hier im Château aber immer nach noch höherem strebt, wurde trotzdem knapp ein Drittel der Parzellen nicht für den Spitzenwein verwendet. Er hat den satten Duft nach reifem Pfirsich, Honig und Blüten, den man erwartet. Wie es sich für einen solchen Wein gehört, hat er natürlich strukturierende Komponenten von bittersüßen Orangenzesten und Mineralik. Was diesen Wein aber wirklich herausragend macht, ist die Intensität, mit der er direkt und unumwunden zur Sache kommt, man hat selten einen Wein im Glas, der so eine extreme Fülle hat, ohne im mindesten behäbig zu wirken. James Suckling vergibt 99 Punkte und schreibt dazu: „Extreme but wonderful style.“ Recht hat der Mann!