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Bordeaux für jede Gelegenheit

Ohne Zweifel ist Bordeaux der bekannteste Wein der Welt. Seltsamerweise hält sich trotzdem – ebenfalls weltweit – das Fehlurteil, dass Bordeaux nicht sehr vielseitig ist. Kaum eine andere Region wird so sehr von den Spitzenqualitäten aus bewertet, wie Bordeaux. Hier werden Weine gemacht, die unfassbar lange reifen können, oft genug sogar müssen. In allen großen Weinregionen gibt es die ikonischen Weingüter. Aber es gibt auch immer die Geheimtipps, die ehrlichen Produzenten für den Alltagsgebrauch und je nach Region sogar ganz passable Massenproduzenten. Wenn man es sich genau überlegt, ist sogar der Gedanke an einen Burgunder für den Hausgebrauch nicht so weit hergeholt, wie der an einen Alltags-Bordeaux.

Komisch, dass ausgerechnet bei Bordeaux, mit 110.800 Hektar und 65 geschützten Appellationen der Fokus so sehr auf den großen Namen liegt. Aber dass es so ist, wirkt sehr stark polarisierend auf die Weintrinker in Deutschland. So gibt es kaum jemanden, der dem Wein aus dem Bordelais neutral gegenübersteht, entweder man liebt ihn, oder man ist skeptisch. Das Traurige ist, wie viel man sich damit vergibt. Denn natürlich gibt es wie überall sonst auch rund um Gironde und Dordogne die Weine, die jung getrunken richtig Spaß machen, die nicht erst Jahrzehnte im Keller reifen müssen. Es gibt fantastische Weiße und Süßweine, selbst außerhalb der meist bekannten Appellationen Entre-Deux-Mers oder Sauternes.

Gehen Sie mal in Paris in ein Bistro an einem Boulevard. In der Weinkarte werden Sie meist mehr Bordeaux finden als Grenache aus Südfrankreich. Auch in Supermärkten findet sich eine gigantische Auswahl an Bordeaux. Die Franzosen trinken nämlich einfach selbst die ganzen Alltags-Bordeaux‘, viele schaffen es gar nicht über die Grenze bis zu uns. Umso wichtiger, darauf hinzuweisen, dass es solche Weine durchaus gibt und dass es mit ein bisschen Hartnäckigkeit und guter Überzeugungskraft doch hin und wieder möglich ist, einen Winzer davon zu überzeugen, auch ein bisschen davon ins Nachbarland zu verschicken.

Wenn Sie also einen Wein suchen, den sie bei Sonnenschein auf dem Balkon genießen möchten, oder einen Alltags-Roten, der vielseitig zum Essen passt, von dem man aber auch getrost ein, zwei Gläser vor dem Fernseher zum Feierabend genießen kann, dann sind Sie in Bordeaux gut aufgehoben. Apropos Essen, allzuoft gilt Bordeaux ja als perfekter Begleiter für sehr gediegenes, klassisches Essen, Steak oder gereifter Hartkäse zum Beispiel. Dabei kann Bordeaux auch in abseitigeren Kombinationen verblüffend gut sein. Zum Beispiel die Süßweine zu exotischer, scharf gewürzter Küche. Gegrillte Jakobsmuscheln? Warum nicht ein Sainte Croix du Mont? Oder Pizza, dazu kann ein Merlot-basierter, fruchtbetonter Bordeaux so manchen italienischen Roten ausstechen.

Wein soll vor allem Spaß machen. Das vergisst man manchmal, wenn man an Bordeaux denkt. Zu viel Nimbus, könnte es wohl sein. Dabei muss man sich einfach nur herantrauen und probieren, denn Bordeaux kann sehr wohl auch easy-drinking sein!

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