Toskana Inside: Autofahren

unter VerKorkst

Jeder, der Italien mit dem Auto besucht , wird gewarnt , das sei mindestens so gefährlich wie zur Rushhour in Bangkok. Vielleicht haben die meisten da einfach Roberto Benignis flotte Taxifahrt in Night on Earth im Kopf. 

Denn in Italien gibt es strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen, es wird viel kontrolliert und geblitzt. Die Strafen sind mittlerweile drastisch und eigentlich ist der Italiener, besonders der Toskaner ja sehr entspannt, was man auch auf den Straßen merkt. Dass er hier und da sein umfangreiches und phonetisch großartiges Repertoire an “Schimpfworten”, ein Begriff der das nicht im Entferntesten trifft, einsetzen will, kann man ihm kaum verdenken.

Vorsichtig fahren sollte man in der Toskana trotzdem, denn die Straßen machen den Eindruck, ihr Kurvenreichtum sei weniger der hügeligen Landschaft, als eher einigen beherzten Schlücken Chianti während der Planung geschuldet. In Acht nehmen sollte man sich natürlich vor Urlaubern mit Mietwagen, die unvermittelt an jeder Aussicht, jedem römisch aussehenden Trümmerhaufen – also quasi überall – bremsen und überhaupt so vorsichtig fahren,dass sie den geregelten Verkehrsfluss erheblich beeinträchtigen. Am gefährlichsten sind aber natürlich die Residenten aus Deutschland, England und anderen nordischen Ländern, die meinen, sie würden italienisch fahren, wenn sie mit ihrem SUV schnell auf der rechten Straßenseite die Kurve schneiden, ein paar italienische Schimpfwörter ausstoßen und das Steuer loslassen, um wild mit den Händen zu gestikulieren.

Vaffan… —