Fastenzeit mal anders

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„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, heißt es in einem traditionellen Kölner Lied. Nach den Karnevalstagen geht sie mit dem Aschermittwoch los, die Fastenzeit. Bis Ostern verzichtete man in alter Zeit auf Fleisch, Milchprodukte, Alkohol und Eier. Zudem nahm man pro Tag nur eine Mahlzeit zu sich. Heutzutage verzichten viele Menschen in den 40 Tagen vor Ostern immer noch vielfach auf Süßes, Alkohol oder andere Genussmittel.

Das mag für manch einen durchaus Sinn ergeben, aber hier im Kölner Weinkeller sind wir der Ansicht, dass es mehrere Arten von Genuss gibt. Auch wenn das Genussmittel dasselbe ist, es gibt einen Unterschied, ob man gezielt einen guten Film im Fernsehen ansieht oder sich einfach stundenlang von der Glotze berieseln lässt. Sie werden schon ahnen, worauf wir hinauswollen: Es ist der gleiche Unterschied wie der zwischen dem Trinken eines guten Weins und einem Besäufnis.

Fasten-Alternativen

Wenn Sie also wie wir partout in der Fastenzeit nicht auf ein gutes Gläschen verzichten wollen, hätten wir ein paar Alternativen für das Fasten: 

Tun Sie etwas für die Umwelt, indem Sie Kohlendioxidfasten. Öffentliche Verkehrsmittel oder (wenn Ihnen die Kälte nichts ausmacht) das Fahrrad bringen Sie genauso gut ans Ziel wie das Auto. Sie können darüber hinaus auch Strom sparen und so ihren ökologischen Fußabdruck weiter verkleinern.

Smartphonefasten: Wie oft pro Tag schauen Sie auf das Handy? Unsere Taschencomputer ziehen heutzutage eine enorme Menge unserer Aufmerksamkeit auf sich. Die einfachste Art, sich davon eine Auszeit zu nehmen: Das Gerät einfach für 40 Tage in eine Schublade legen. Davor allen potenziell wichtigen Anrufern die Festnetznummer verraten. Klingt beängstigend? Das ist vielleicht der beste Grund, diese Fastenart einmal auszuprobieren.

Einfacher als man denkt, ist das Plastikfasten. 40 Tage lang möglichst ohne Plastikmüll über die Runden zu kommen, das geht, indem man beispielsweise seinen Aufschnitt an der Frischetheke holt und Joghurt oder Saft in Glasflaschen kauft. Sinnvoll sind auch Einkaufstüten aus Papier oder Jutebeutel.

Wer aber unbedingt in der Fastenzeit auf Alkohol verzichten will, dem empfehlen wir die Säfte der Obstkelterei van Nahmen. Seit 1930 werden dort am Niederrhein Direktsäfte gekeltert. Darunter der beliebte Apfelsaft von Streuobstwiesen aus der Gegend oder seltene, reine Säfte, etwa aus Riesling oder Scheurebe sowie einzelnen Apfelsorten. Denn ganz ohne Genuss geht es doch nicht, oder?