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Weedenborn

Das Städtchen Monzernheim liegt im nördlichen Bereich des Wonnegaus in Rheinhessen und auf einer Höhe von etwa 220 Metern. Als »Berggemeinde des Wonnegaus« wirbt die Gemeinde für sich. Ihr Hausberg heißt Kloppberg und schraubt sich beachtliche 295 Meter in die Höhe. Alpen-Edelweiß indes wurde noch keines gesichtet. Warum sich die Bewohner Monzernheims Ende der siebziger Jahre in einem Bürgerentscheid dazu entschieden, ihr altes Rathaus abzureißen, mag aus heutiger Perspektive schleierhaft anmuten. 1700 als Backhaus erbaut, galt das Gebäude mit der kleinen Turmuhr lange als Wahrzeichen des Städtchens. Dass die Viehtränke inmitten des Dorfes schon lange zugeworfen wurde, ist wiederum nachvollziehbar. Ein Brunnenstein erinnert heute an den lebenswichtigen Platz für Mensch und Tier, der damals schlicht »Weed« genannt wurde, was so viel wie »waten« bedeutet. Das Weingut Weedenborn hat der Tränke nicht nur seinen Namen zu verdanken, sondern liegt auch in ihrer unmittelbaren Nähe. Wenn in letzter Zeit immer häufiger von Weedenborn und Monzernheim die Rede ist, dann ist das sicherlich auch der Verdienst von Gesine Roll.

Was die Winzerin in den letzten Jahren auf ihrem Familienweingut Weedenborn ins Rollen gebracht hat, ist schon allerhand. Dabei ist es nicht etwa Riesling oder Spätburgunder, mit dem sie reüssieren konnte, sondern Sauvignon Blanc. Wiewohl die weiße Sorte von der Loire auf eine lange internationale Karriere zurückblicken kann, die noch lange nicht beendet ist, wurde der Sauvignon Blanc hierzulande erst im Jahre 2002 offiziell zugelassen. Dass Rolls älteste Reben mehr als 20 Jahre auf dem Buckel haben, hat sie ihrem Vater zu verdanken, der die Varietät als Versuchsanbau Ende der neunziger Jahre nach Monzernheim brachte.

Von den rund 20 Hektar Weinbergen, die das Weingut Weedenborn heute bewirtschaftet, ist gut ein Drittel mit Sauvignon Blanc bepflanzt. Dem kommen die kühlen und kalkreichreichen Höhenlägen auf dem Kloppberg unbedingt zugute, wenn die Reife der Trauben herausgezögert und ihre mineralische Säure bewahrt wird. Ein Balanceakt. Denn zwischen Unreife und Überreife liegen beim Sauvignon meist nur wenige Tage, manchmal nur Stunden. Den richtigen Lesezeitpunkt abzupassen, erfordert unentwegte Kontrolle während der Reifezeit und ein sensibles Gespür für den richtigen Moment. In Grad Oechsle lässt sich der nämlich nicht messen. Was zählt, ist der Geschmack der Beeren. Diese Expertise zeigt Roll freilich nicht nur bei ihren Sauvignons, sondern zieht sich als aromatischer Parameter durch die gesamte Kollektion, deren weiße Burgunder sich mit den besten deutschen Gewächsen messen lassen könne. Wenn man das denn überhaupt will. Denn Gesine Roll hat einen ganz eigenen Stil im Wonnegau etabliert. Abseits des Rieslings, doch stets mit jener Portion Kühle, der unabdingbar ist für einen großartigen Wein mit Trinkfluss. 

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Weedenborn

Das Städtchen Monzernheim liegt im nördlichen Bereich des Wonnegaus in Rheinhessen und auf einer Höhe von etwa 220 Metern. Als »Berggemeinde des Wonnegaus« wirbt die Gemeinde für sich. Ihr Hausberg heißt Kloppberg und schraubt sich beachtliche 295 Meter in die Höhe. Alpen-Edelweiß indes wurde noch keines gesichtet. Warum sich die Bewohner Monzernheims Ende der siebziger Jahre in einem Bürgerentscheid dazu entschieden, ihr altes Rathaus abzureißen, mag aus heutiger Perspektive schleierhaft anmuten. 1700 als Backhaus erbaut, galt das Gebäude mit der kleinen Turmuhr lange als Wahrzeichen des Städtchens. Dass die Viehtränke inmitten des Dorfes schon lange zugeworfen wurde, ist wiederum nachvollziehbar. Ein Brunnenstein erinnert heute an den lebenswichtigen Platz für Mensch und Tier, der damals schlicht »Weed« genannt wurde, was so viel wie »waten« bedeutet. Das Weingut Weedenborn hat der Tränke nicht nur seinen Namen zu verdanken, sondern liegt auch in ihrer unmittelbaren Nähe. Wenn in letzter Zeit immer häufiger von Weedenborn und Monzernheim die Rede ist, dann ist das sicherlich auch der Verdienst von Gesine Roll.

Was die Winzerin in den letzten Jahren auf ihrem Familienweingut Weedenborn ins Rollen gebracht hat, ist schon allerhand. Dabei ist es nicht etwa Riesling oder Spätburgunder, mit dem sie reüssieren konnte, sondern Sauvignon Blanc. Wiewohl die weiße Sorte von der Loire auf eine lange internationale Karriere zurückblicken kann, die noch lange nicht beendet ist, wurde der Sauvignon Blanc hierzulande erst im Jahre 2002 offiziell zugelassen. Dass Rolls älteste Reben mehr als 20 Jahre auf dem Buckel haben, hat sie ihrem Vater zu verdanken, der die Varietät als Versuchsanbau Ende der neunziger Jahre nach Monzernheim brachte.

Von den rund 20 Hektar Weinbergen, die das Weingut Weedenborn heute bewirtschaftet, ist gut ein Drittel mit Sauvignon Blanc bepflanzt. Dem kommen die kühlen und kalkreichreichen Höhenlägen auf dem Kloppberg unbedingt zugute, wenn die Reife der Trauben herausgezögert und ihre mineralische Säure bewahrt wird. Ein Balanceakt. Denn zwischen Unreife und Überreife liegen beim Sauvignon meist nur wenige Tage, manchmal nur Stunden. Den richtigen Lesezeitpunkt abzupassen, erfordert unentwegte Kontrolle während der Reifezeit und ein sensibles Gespür für den richtigen Moment. In Grad Oechsle lässt sich der nämlich nicht messen. Was zählt, ist der Geschmack der Beeren. Diese Expertise zeigt Roll freilich nicht nur bei ihren Sauvignons, sondern zieht sich als aromatischer Parameter durch die gesamte Kollektion, deren weiße Burgunder sich mit den besten deutschen Gewächsen messen lassen könne. Wenn man das denn überhaupt will. Denn Gesine Roll hat einen ganz eigenen Stil im Wonnegau etabliert. Abseits des Rieslings, doch stets mit jener Portion Kühle, der unabdingbar ist für einen großartigen Wein mit Trinkfluss. 

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