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Champagner

Die Champagne ist unter anderem deswegen so interessant, weil die Region ein Aufeinandertreffen großer Gegensätze nahezu mühelos aushält. Das ist auch historisch bedingt. Die Champagne war zunächst, ähnlich wie das Burgund, fest in der Hand der Mönche, vom 7. Jahrhundert an, bis im 18. Jahrhundert im Zuge der Französischen Revolution die Klöster enteignet wurden. Dann übernahmen nämlich Kaufleute in der Champagne die Macht, gründeten Handelshäuser und machten gute Geschäfte mit dem Prickler, der bei der Haute Volée so gefragt war. Vor allem deutsche Protestanten stülpten dem katholischen Terroir-Ideal eine neue, merkantile Idee über. So erklären sich auch die deutsch klingenden Namen vieler Champagner-Häuser.

Bei klassischem Champagner greift der Mensch – etwa durch die Cuvée verschiedener Jahrgänge – stärker ein als bei den meisten anderen Weinen. Wenn man so will, ist er insofern in höherem Maß ein Produkt des Winzers. Man kann das Argument aber auch umdrehen. Auf der anderen Seite der Medaille steht nämlich, dass ein Wein ohne Jahrgangs-Schwankungen sein Terroir viel besser ausdrücken kann. Klar, denn die Unterschiede der Jahrgänge verstellen nun nicht mehr den Blick darauf, wie elegant die Premier-Cru-Trauben von der Côte des Blancs sind.

Apropos Côte des Blancs – die Champagne unterteilt sich in verschiedene Unterregionen. Weil die bekannten Champagner-Häuser aber ihre Trauben meist aus mehreren, teilweise sogar allen Sub-Regionen beziehen, werden diese nur selten in den Vordergrund gestellt. Die Montagne de Reims, die Côte des Blancs und die Vallée de la Marne sind die drei prestigeträchtigsten Regionen. Hier sind auch die großen, bekannten Marken zuhause. Vorzugsweise auf der Avenue de Champagne in Épernay. Die südlichste Region, die Côte des Bar, grenzt hier und da knapp an das Burgund. Hier gibt es keine großen Häuser und auch keine Premiers Crus oder gar Grands Crus. Tatsächlich wurde im Jahr 1908 versucht, die Region auszuschließen. Das ist zwar nicht gelungen, aber bis 1927 war die Côte des Bar offiziell tatsächlich “zweitklassiger” Champagner. Wohl auch deswegen gibt es hier besonders viele kleine Winzer, die lieber ihren eigenen Champagner machen, als die Trauben an die großen Häuser zu verkaufen.

Es gibt aber überall die Vignerons, die ihren eigenen, unverwechselbaren Stil pflegen.    

Die Champagne ist unter anderem deswegen so interessant, weil die Region ein Aufeinandertreffen großer Gegensätze nahezu mühelos aushält. Das ist auch historisch bedingt. Die Champagne war... mehr erfahren
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Champagner

Die Champagne ist unter anderem deswegen so interessant, weil die Region ein Aufeinandertreffen großer Gegensätze nahezu mühelos aushält. Das ist auch historisch bedingt. Die Champagne war zunächst, ähnlich wie das Burgund, fest in der Hand der Mönche, vom 7. Jahrhundert an, bis im 18. Jahrhundert im Zuge der Französischen Revolution die Klöster enteignet wurden. Dann übernahmen nämlich Kaufleute in der Champagne die Macht, gründeten Handelshäuser und machten gute Geschäfte mit dem Prickler, der bei der Haute Volée so gefragt war. Vor allem deutsche Protestanten stülpten dem katholischen Terroir-Ideal eine neue, merkantile Idee über. So erklären sich auch die deutsch klingenden Namen vieler Champagner-Häuser.

Bei klassischem Champagner greift der Mensch – etwa durch die Cuvée verschiedener Jahrgänge – stärker ein als bei den meisten anderen Weinen. Wenn man so will, ist er insofern in höherem Maß ein Produkt des Winzers. Man kann das Argument aber auch umdrehen. Auf der anderen Seite der Medaille steht nämlich, dass ein Wein ohne Jahrgangs-Schwankungen sein Terroir viel besser ausdrücken kann. Klar, denn die Unterschiede der Jahrgänge verstellen nun nicht mehr den Blick darauf, wie elegant die Premier-Cru-Trauben von der Côte des Blancs sind.

Apropos Côte des Blancs – die Champagne unterteilt sich in verschiedene Unterregionen. Weil die bekannten Champagner-Häuser aber ihre Trauben meist aus mehreren, teilweise sogar allen Sub-Regionen beziehen, werden diese nur selten in den Vordergrund gestellt. Die Montagne de Reims, die Côte des Blancs und die Vallée de la Marne sind die drei prestigeträchtigsten Regionen. Hier sind auch die großen, bekannten Marken zuhause. Vorzugsweise auf der Avenue de Champagne in Épernay. Die südlichste Region, die Côte des Bar, grenzt hier und da knapp an das Burgund. Hier gibt es keine großen Häuser und auch keine Premiers Crus oder gar Grands Crus. Tatsächlich wurde im Jahr 1908 versucht, die Region auszuschließen. Das ist zwar nicht gelungen, aber bis 1927 war die Côte des Bar offiziell tatsächlich “zweitklassiger” Champagner. Wohl auch deswegen gibt es hier besonders viele kleine Winzer, die lieber ihren eigenen Champagner machen, als die Trauben an die großen Häuser zu verkaufen.

Es gibt aber überall die Vignerons, die ihren eigenen, unverwechselbaren Stil pflegen.    

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