Elio Altare

Dass Elio Altare zielstrebig ist, beweist schon der Anfang seiner Karriere in den 70er Jahren. Er war damals einer der führenden Köpfe der „Barolo Boys“. Was womöglich erstmal klingt wie der Name eines Dichterzirkels oder einer kleinkriminellen Jugendgang, bezeichnet den Zusammenschluss einiger Barolo-Winzer, die den Weinbau ihrer Region ähnlich umkrempeln sollten, wie es wenige Jahre zuvor Angelo Gaja im 20 Kilometer entfernten Barbaresco getan hatte.

Vor etwas mehr als vierzig Jahren war es nun, dass Elio als Sohn der ziemlich armen Weinbauer Giovanni Altare ins Burgund fuhr, um zu erfahren, wie man wirklich großen Rotwein macht. Die Antworten, die er dort fand, unterschieden sich radikal von allem, was er bis dahin kannte und verzauberten den jungen Mann. 

Die Erträge zu minimieren und radikal auf Qualität statt auf Menge zu setzen, war etwas Neues in der Welt des Weinbauern, der es gewohnt war, Trauben nach Gewicht zu verkaufen. Eine weitere umwälzende Erkenntnis: Winzer im Burgund konnten sich mit nur wenigen Hektar einen ansehnlichen Wohlstand erarbeiten, während in Barolo die Leute hungerten. 

Elio Altare wollte nach burgundischem Vorbild selber Wein machen – mit einer Grünlese um den Ertrag zu reduzieren und dem Einsatz kleiner Eichenfässer. Als Visionär hat er damals bedingungslos an sich und seine Ideen geglaubt. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion fällte er sogar die Obstbäume, die sein Vater auf bestem Terroir stehen hatte und provozierte damit den offenen Bruch der Generationen. Denn sein zweites Standbein als Opfer der Kettensäge zu sehen, hat Vater Giovanni nie verzeihen können.

Der Erfolg gab und gibt dem ehemaligen Barolo Boy aber ganz klar Recht. Heute gehören Baroli im Allgemeinen zu den exklusivsten, höchst angesehenen und besten Weinen der Welt. Und die von Altare finden sich unter den Besten, was hierher kommt.

Mittlerweile ist Elio Altare zwar milder und älter, aber dennoch genauso quirlig und umtriebig. So ist das Weingut in La Morra zwar weitgehend in der Hand seiner Tochter, aber das Rentnerdasein ist nichts für Tausendsassa Elio. Mit dem ligurischen Cinqueterre hat er eine gänzlich neue Herausforderung für sich selbst gefunden – er nennt es ein „Hobby“. Für diesen Weißwein wachsen autochthone Rebsorten auf engen Terrassen an den Steilhängen der romantischen Küste. Ein von der Welt fast vergessener Wein, der auf unheimlich aufregendem Terroir wächst – im wahrsten Sinn des Worts mit Meerblick. Kein Wunder, dass dadurch bei Elio wieder der Tatendrang geweckt wird.

Lesen Sie → hier alles über unseren Besuch bei Elio Altare 

Steckbrief Elio Altare

  • Inhaber: Silvia Altare
  • Kellermeister: Elio Altare
  • Ort: La Morra, Cuneo, Piemont
  • Rebsorten rot: Nebbiolo, Barbaresco, Dolcetto, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Syrah
  • Rebsorten weiß:
  • Terroir: Lehm, Kalk und Sand 
  • Stilistik: Modernist! Reifung in französischem Holz, kurze Mazeration 
  • Produktion: 70.000 Fl./Jahr 
  • Rebfläche: 11 ha
  • Lieblingswein von Elio Altare: „Ceretto Barolo! Der Wein aus dieser Lage ist kraftvoll und würzig. Es ist der erste Weinberg den wir gekauft haben.“
Dass Elio Altare zielstrebig ist, beweist schon der Anfang seiner Karriere in den 70er Jahren. Er war damals einer der führenden Köpfe der „Barolo Boys“. Was womöglich erstmal klingt... mehr erfahren
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Elio Altare

Dass Elio Altare zielstrebig ist, beweist schon der Anfang seiner Karriere in den 70er Jahren. Er war damals einer der führenden Köpfe der „Barolo Boys“. Was womöglich erstmal klingt wie der Name eines Dichterzirkels oder einer kleinkriminellen Jugendgang, bezeichnet den Zusammenschluss einiger Barolo-Winzer, die den Weinbau ihrer Region ähnlich umkrempeln sollten, wie es wenige Jahre zuvor Angelo Gaja im 20 Kilometer entfernten Barbaresco getan hatte.

Vor etwas mehr als vierzig Jahren war es nun, dass Elio als Sohn der ziemlich armen Weinbauer Giovanni Altare ins Burgund fuhr, um zu erfahren, wie man wirklich großen Rotwein macht. Die Antworten, die er dort fand, unterschieden sich radikal von allem, was er bis dahin kannte und verzauberten den jungen Mann. 

Die Erträge zu minimieren und radikal auf Qualität statt auf Menge zu setzen, war etwas Neues in der Welt des Weinbauern, der es gewohnt war, Trauben nach Gewicht zu verkaufen. Eine weitere umwälzende Erkenntnis: Winzer im Burgund konnten sich mit nur wenigen Hektar einen ansehnlichen Wohlstand erarbeiten, während in Barolo die Leute hungerten. 

Elio Altare wollte nach burgundischem Vorbild selber Wein machen – mit einer Grünlese um den Ertrag zu reduzieren und dem Einsatz kleiner Eichenfässer. Als Visionär hat er damals bedingungslos an sich und seine Ideen geglaubt. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion fällte er sogar die Obstbäume, die sein Vater auf bestem Terroir stehen hatte und provozierte damit den offenen Bruch der Generationen. Denn sein zweites Standbein als Opfer der Kettensäge zu sehen, hat Vater Giovanni nie verzeihen können.

Der Erfolg gab und gibt dem ehemaligen Barolo Boy aber ganz klar Recht. Heute gehören Baroli im Allgemeinen zu den exklusivsten, höchst angesehenen und besten Weinen der Welt. Und die von Altare finden sich unter den Besten, was hierher kommt.

Mittlerweile ist Elio Altare zwar milder und älter, aber dennoch genauso quirlig und umtriebig. So ist das Weingut in La Morra zwar weitgehend in der Hand seiner Tochter, aber das Rentnerdasein ist nichts für Tausendsassa Elio. Mit dem ligurischen Cinqueterre hat er eine gänzlich neue Herausforderung für sich selbst gefunden – er nennt es ein „Hobby“. Für diesen Weißwein wachsen autochthone Rebsorten auf engen Terrassen an den Steilhängen der romantischen Küste. Ein von der Welt fast vergessener Wein, der auf unheimlich aufregendem Terroir wächst – im wahrsten Sinn des Worts mit Meerblick. Kein Wunder, dass dadurch bei Elio wieder der Tatendrang geweckt wird.

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Steckbrief Elio Altare

  • Inhaber: Silvia Altare
  • Kellermeister: Elio Altare
  • Ort: La Morra, Cuneo, Piemont
  • Rebsorten rot: Nebbiolo, Barbaresco, Dolcetto, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Syrah
  • Rebsorten weiß:
  • Terroir: Lehm, Kalk und Sand 
  • Stilistik: Modernist! Reifung in französischem Holz, kurze Mazeration 
  • Produktion: 70.000 Fl./Jahr 
  • Rebfläche: 11 ha
  • Lieblingswein von Elio Altare: „Ceretto Barolo! Der Wein aus dieser Lage ist kraftvoll und würzig. Es ist der erste Weinberg den wir gekauft haben.“
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