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Château Poujeaux

Das oft in einem Atemzug mit den großen Namen des Bordeaux‘ genannte Château Poujeaux liegt in der Appellation Moulis, dem kleinsten der sechs Unterbereiche des Haut-Médoc. Hier, im Hinterland der Gironde zwischen Margaux und Saint-Julien, gedeihen die Reben auf charakteristischen Kiesböden. Man sagt, sie gleichen den Böden rund um Château Lafite, was die beiden Weine in exzellenten Jahren zum Verwechseln ähnlich macht. Zumindest erzählt man sich, dass Baron Rothschild, der Besitzer von Lafite, einst fest davon überzeugt war, „seinen“ 1953er im Glas zu haben und nicht glauben wollte, dass er es mit einem „einfachen“ Poujeaux zu tun hatte. „Einfach“ heißt in diesem Fall: mit einem Cru Bourgeois (später hochgestuft zum Cru Grand Bourgeois Exceptionnel), denn in der großen Bordeaux-Klassifizierung von 1855 wurden Château Poujeaux und alle anderen namhaften Betriebe des Moulis außen vorgelassen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Geschichte des Châteaus bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und seine Weine über das ganze 19. Jahrhundert hinweg einen legendären Ruf genossen. Damals war das Weingut noch zusammen mit Château Chasse-Spleen, Château Gressier Grand-Poujeaux und Château Maucaillou im Besitz der Familie Castain. Eine Erbteilung spaltete den Besitz auf und so konnte François Theil 1921 Château Poujeaux erwerben. Über drei Generationen blieb es im Besitz der Familie Theil. 2008 ging es dann für etwa 25 Millionen Euro an Philippe Cuvelier, der nicht nur zu den reichsten Unternehmern Frankreichs zählt, sondern auch ein exquisites Portfolio an Bordeauxweingütern sein Eigen nennt. Seitdem trägt das Etikett den Zusatzvermerk „Grand Vin“. Inzwischen hat sein Sohn Matthieu die Verantwortung für das Weingut übernommen – die Beratung durch Starönologen Stéphane Derenoncourt stellt den weiteren Weg des Traditionshauses an die Spitze des Anbaugebietes sicher. Den aber wird man, so die Entscheidung der Familie Cuvelier, in Zukunft ohne jede offizielle Klassifizierung gehen. Aus Protest über die Anfang des Jahres 2020 beschlossene Neuausrichtung der Cru Bourgeois-Klassifizierung hat man sich aus der Vereinigung der Cru Bourgeois du Médoc zurückgezogen.

 

Steckbrief

  • Inhaber: Familie Philippe Cuvelier
  • Geschäftsführung: Matthieu Cuvelier
  • Verwaltung: Christophe Labenne
  • Leiter Außenbetrieb: Stéphane Dubrulle
  • Kellermeister: Laurent Perroteau, önologischer Berater: Stéphane Derenoncourt
  • Region: Bordeaux, Moulis-en-Médoc
  • Gründungsjahr: 1544, Weinbau nachweisbar ab dem 18. Jahrhundert
  • Rebsorten: 50% Cabernet Sauvignon, 40% Merlot, 5% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot
  • Produktion: 280.000 Flaschen/Jahr
  • Rebfläche: 70 Hektar
  • Stilistik: klassische Bordeaux-Cuvée
  • Besonderheit: Obwohl Château Poujeaux nicht offiziell klassifiziert ist, ist es Mitglied in der Union des Grands Crus de Bordeaux. Zweitwein: La Salle de Château Poujeaux.
Das oft in einem Atemzug mit den großen Namen des Bordeaux‘ genannte Château Poujeaux liegt in der Appellation Moulis, dem kleinsten der sechs Unterbereiche des Haut-Médoc. Hier, im Hinterland der... mehr erfahren
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Château Poujeaux

Das oft in einem Atemzug mit den großen Namen des Bordeaux‘ genannte Château Poujeaux liegt in der Appellation Moulis, dem kleinsten der sechs Unterbereiche des Haut-Médoc. Hier, im Hinterland der Gironde zwischen Margaux und Saint-Julien, gedeihen die Reben auf charakteristischen Kiesböden. Man sagt, sie gleichen den Böden rund um Château Lafite, was die beiden Weine in exzellenten Jahren zum Verwechseln ähnlich macht. Zumindest erzählt man sich, dass Baron Rothschild, der Besitzer von Lafite, einst fest davon überzeugt war, „seinen“ 1953er im Glas zu haben und nicht glauben wollte, dass er es mit einem „einfachen“ Poujeaux zu tun hatte. „Einfach“ heißt in diesem Fall: mit einem Cru Bourgeois (später hochgestuft zum Cru Grand Bourgeois Exceptionnel), denn in der großen Bordeaux-Klassifizierung von 1855 wurden Château Poujeaux und alle anderen namhaften Betriebe des Moulis außen vorgelassen. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Geschichte des Châteaus bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und seine Weine über das ganze 19. Jahrhundert hinweg einen legendären Ruf genossen. Damals war das Weingut noch zusammen mit Château Chasse-Spleen, Château Gressier Grand-Poujeaux und Château Maucaillou im Besitz der Familie Castain. Eine Erbteilung spaltete den Besitz auf und so konnte François Theil 1921 Château Poujeaux erwerben. Über drei Generationen blieb es im Besitz der Familie Theil. 2008 ging es dann für etwa 25 Millionen Euro an Philippe Cuvelier, der nicht nur zu den reichsten Unternehmern Frankreichs zählt, sondern auch ein exquisites Portfolio an Bordeauxweingütern sein Eigen nennt. Seitdem trägt das Etikett den Zusatzvermerk „Grand Vin“. Inzwischen hat sein Sohn Matthieu die Verantwortung für das Weingut übernommen – die Beratung durch Starönologen Stéphane Derenoncourt stellt den weiteren Weg des Traditionshauses an die Spitze des Anbaugebietes sicher. Den aber wird man, so die Entscheidung der Familie Cuvelier, in Zukunft ohne jede offizielle Klassifizierung gehen. Aus Protest über die Anfang des Jahres 2020 beschlossene Neuausrichtung der Cru Bourgeois-Klassifizierung hat man sich aus der Vereinigung der Cru Bourgeois du Médoc zurückgezogen.

 

Steckbrief

  • Inhaber: Familie Philippe Cuvelier
  • Geschäftsführung: Matthieu Cuvelier
  • Verwaltung: Christophe Labenne
  • Leiter Außenbetrieb: Stéphane Dubrulle
  • Kellermeister: Laurent Perroteau, önologischer Berater: Stéphane Derenoncourt
  • Region: Bordeaux, Moulis-en-Médoc
  • Gründungsjahr: 1544, Weinbau nachweisbar ab dem 18. Jahrhundert
  • Rebsorten: 50% Cabernet Sauvignon, 40% Merlot, 5% Cabernet Franc, 5% Petit Verdot
  • Produktion: 280.000 Flaschen/Jahr
  • Rebfläche: 70 Hektar
  • Stilistik: klassische Bordeaux-Cuvée
  • Besonderheit: Obwohl Château Poujeaux nicht offiziell klassifiziert ist, ist es Mitglied in der Union des Grands Crus de Bordeaux. Zweitwein: La Salle de Château Poujeaux.
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