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Der Kölner Weinkeller

Der perfekte Keller

Ein Keller wie man ihn auf der Welt kaum ein zweites mal findet. Dreizehn Meter tief unter der Erde ist das gemauerte Gewölbe des Kölner Weinkellers einzigartig. Auf fast 3.000 qm lagern hier Weine unter perfekten Bedingungen.

Die Temperaturschwankungen sind minimal, die Luftfeuchtigkeit optimal, damit die Korken nicht austrocknen, aber auch kein Schimmel entsteht. Hier liegen ca. 150.000 Flaschen Wein und fast 3.000 verschiedene Sorten und Jahrgänge. Ein einmaliges Erlebnis für alle Weinfreunde.

 

Die Geschichte

Cornelius Stüssgen (1877 - 1956) war ein Pionier des Lebensmittelhandels. Mit gerade zwanzig Jahren gründete er in Köln-Ehrenfeld die Kölner Konsumanstalt.

Ein kleines Lebensmittelgeschäft das aber gegenüber der Konkurrrenz einen erheblichen Vorteil hatte: die Öffnungszeiten. Jeden Wochentag, auch Sonn- und Feiertags von 4 Uhr morgens bis 23 Uhr abends war die Familie Stüssgen für ihre Kunden da. Kein Wunder, dass  bei so viel Fleiß bald noch mehr Geschäfte folgten. Kurz nach 1900 hatte das Rheinische Kaufhaus für Lebensmittel wie es jetzt hieß bereits 12 Filialen, Anfang der dreißiger Jahre fast 150.

Aus dieser Zeit stammt auch der Kölner Weinkeller. Alle diese Geschäfte wollten mit Lebensmitteln und auch mit Wein versorgt werden. Da Stüssgen, für damalige Verhältnisse absolut revolutionär nicht auf lose Ware setzte, sondern Mehl, Zucker, Reis und anderes direkt fertig abgepackt anbot, mussten die Waren irgendwo umgepackt und auf ihre Qualität kontrolliert werden.

In Köln Braunsfeld wurden dazu moderne Verwaltungs- und Lagergebäude errichtet. Unter anderem auch ein Keller zur Abfüllung der Weine. In den früheren Zeiten wurde Wein in der Regel fassweise verkauft. Selbst hochwertige Bordeaux wurden nicht beim Winzer, sondern beim Händler abgefüllt. Deshalb war ein guter Fasskeller und eine hochwertige Abfüllanlage für einen Weinhändler unabdingbar. Damit der Wein nicht unter großen Temperaturschwankungen litt, kam Stüssgen auf die Idee, seine neue Unternehmenszentrale zu unterkellern. Dreizehn Meter tief wurde ausgeschachtet und ein Boden aus Beton und Ziegeln geschaffen. Die Maßgabe war größtmögliche Sauberkeit, um eine hygienische Abfüllung zu gewährleisten und gleichzeitig ein perfektes Klima für die Weinlagerung zu schaffen, ohne energieintensiv heizen oder kühlen zu müssen. Dafür wurden viele Ziegelsteine verwendet, die eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung schaffen. Im klassischen Bogenstil wurde das Gewölbe dann ausgemauert. An einem Ende wurden 20 riesige emaillierte Drucktanks für die einfachen Weine eingebaut (sie sind heute noch zu besichtigen). Die vier 150 Meter langen Bogengänge wurden mit kleinen und großen Fässern gefüllt und am Ende des Gewölbes, hinter einem kunstvoll geschmiedeten Tor, gab es eine besondere Lagerstätte für die hochwertigsten Flaschenweine, die Schatzkammer.

Eröffnung des Kellers war 1937. Leider konnte er sich nur wenige Jahre wirklich bewähren, dann suchten Braunsfelder Bürger in der Tiefe Schutz vor den alliierten Bomben.

Nach dem Krieg baute Cornelius Stüssgen seine Märkte in atemberaubender Geschwindigkeit wieder auf. Bald schon führte er als einer der ersten in Europa die Selbstbedienung ein und entwarf auch die erste Eigenmarke unter dem Namen "Cornelia".

In den 80er Jahren übernahm die REWE-Group die Geschäfte der Familie Stüssgen. Im Rheinland behielt man erst einmal den alt-bekannten Namen bei. War doch für viele in Köln un der Umgebung der Satz "Ich jon mal zum Stüssje", gleichbedeutend mit Einkaufen gehen überhaupt.

Bis dahin wurde in der Stolberger Straße auch noch Wein gelagert und abgefüllt. Vom einfachen Schoppenwein bis zum hochwertigen Bordeaux verließen bis zu 5 Millionen Flaschen jährlich den Keller , um in den einzelnen Märkten verkauft zu werden.

Seit den 80er Jahren ist die Abfüllanlage stillgelegt und nur noch die Tanks, einige Rohrleitungen und die original Holzfässer erinnern daran. Doch der Weinhandel wurde nicht aufgegeben. Die einzelnen Märkte wurden von nun an über die REWE-Zentrallager beliefert, während der Kölner Weinkeller sich ausschließlich dem Handel mit hochwertigen Flaschenweinen widmete.

Vom Literwein für 4,50 € (im ehemaligen Tanklager) bis zum Grand Cru Bordeaux aus den zwanziger Jahren (in der Schatzkammer) bietet der Kölner Weinkeller ein umfangreiches Angebot aus allen wichtigen Weinanbaugebieten der Welt.

Fast alle Weine beziehen wir direkt beim Produzenten, so können wir hohe Qualität und gute Preise garantieren. Die perfekte Lagerung garantiert Ihnen auch bei gereiften Weinen besten Trinkgenuß.

Natürlich nutzen wir die einmaligen Räumlichkeiten unseres Gewölbekellers auch für Verkostungen und Weinseminare.

 

Merhfach ausgezeichnet gehört der Kölner Weinkeller zu den besten Fachhändlern Deutschlands.


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